Warum 80 % Deiner Gesundheitsmaßnahmen versagen mit Volker Nürnberg

Shownotes

Wie schaffe ich es, den Krankenstand im Unternehmen nachhaltig zu senken, ohne mich in Alibi-Maßnahmen zu verlieren? In dieser Folge trifft Felix Anrich auf Prof. Dr. Volker Nürnberg, den wohl einflussreichsten Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement in Deutschland.

Gemeinsam decken sie auf, warum psychische Erkrankungen bei jungen Mitarbeitenden explodieren, was gute Führung mit Gesundheit zu tun hat und weshalb Obstkörbe und Rückenkurse zwar gut gemeint, aber strategisch oft wertlos sind.

Du erfährst konkret:

  • Welche Faktoren den Krankenstand wirklich senken
  • Warum Verhältnisprävention die wichtigste Stellschraube ist
  • Welche Rolle Führungskräfte auf der operativen Ebene spielen
  • Wie Du über Gesundheit auch Recruiting und Produktivität stärkst
  • Warum ein fehlendes System hier richtig teuer wird

Diese Episode ist ein Weckruf an alle Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihre Verantwortung ernst nehmen und verstehen wollen, wie echte Gesundheitskultur entsteht. Mach Dich bereit für konkrete Learnings und Impulse, die Du sofort umsetzen kannst.

Hör rein, wenn Du nicht nur Kosten senken, sondern auch Deine Arbeitgebermarke stärken willst. Jetzt reinhören, teilen und mit einem Unternehmen teilen, das noch denkt: „Krankheit kann man nicht beeinflussen.“

Transkript anzeigen

00:00:00: Unbekannt Herzlich willkommen zum Toparbeitgeber Podcast Personal und Führung im Fokus. Mein Name ist Felix Alrik und gegenüber heute eine ganz, ganz große Ehre Professor Dr. Volker Nürnberg. Man nennt ihn auch den BGM Papst Partner bei Biaring Point, Professor an der TU München. Gerade erst vom Personalmagazin zu einem der 40 wichtigsten Haller in Deutschland gewählt worden. Und ich glaube jeder das müssen auskennt.

00:00:24: Unbekannt Er weiß, dass das. Das wird einem nicht so in den Schoss gelegt. Wir arbeiten schon seit mehreren Jahren zusammen. Du sitzt bei uns im Unternehmen sbeirat. Erst mal vielen Dank dafür. Wir durften viel von dir mitnehmen. Ein bisschen sehr spannende Sparringspartner. Erst mal danke, dass du heute hier in Hamburg bist. Wir lieben Dank und ich lernen von euch auch immer dazu und freue mich total Felix auf den Dialog mit dir.

00:00:44: Unbekannt Ja, ich glaube, wir werden heute das Thema Krankenstand senken, uns anschauen. So, das Thema Krankenstand hat sich in den letzten Jahren, wenn man nur die Statistik anschaut, schon ganz schön verändert. Über. Heute haben wir auch ein paar Tipps mit auf den Weg geben, was sich bewährt hat. Wir haben es ja auch mal gemeinsam gemessen in einem Projekt an der TU München ausgewertet Was senkt wirklich den Krankenstand, was ist eher so Nonsens oder nice to have?

00:01:06: Unbekannt Aber Frage vielleicht mal ein Einblick. Was sagen die Statistiken? Du sitzt ja auch im Leiter des BGM Beirates der DRK. Das heißt du bist also ein Quelle der Statistik? Zeig mal ein bisschen vielleicht auf Was war in den letzten Jahren? Was sagen die Zahlen heute aktuell? Ja, in der Tat über die DAK. Mit Millionen von Versicherten sitze ich natürlich an der an der Informationsquelle und und in der Summe kann man sagen, ist der Krankenstand kontinuierlich gestiegen.

00:01:34: Unbekannt Es gibt ein spannendes Phänomen, Was viele nicht wissen In der Pandemie ist der Krankenstand nach unten gegangen. Deutlich. Und das hat verschiedene Gründe. Weil wir im Homeoffice waren, weil die Leute Angst um ihren Job hatten. Da haben sie nicht so viel gefehlt wie sonst etc. Und aber nach der Pandemie ist er explodiert. Und spannend ist natürlich da liegen jetzt auch dieses Jahr ist es bisher relativ konstant gegenüber.

00:02:02: Unbekannt Zum Vorjahr, aber wir liegen auf hohem Niveau, 5,45 0,7 % ungefähr und sehr unterschiedlich nach Branchen. Vielleicht kann man da noch mal drüber sprechen und interessant sind eben auch die sozio demografischen Entwicklung. Das heißt, das ganz große Thema sind ja auch die psychischen Erkrankungen, die, die einfach auch ein stückweit mit dem mit der Unternehmenskultur zusammenhängen. Das ist ja auch ein Thema, was ihr als Family deutlich vorantreibt.

00:02:36: Unbekannt Die psychischen Erkrankungen hängen aber auch zum Teil am Privatleben. Dann kann der Arbeitgeber gar nichts noch nichts dafür. Und was auffiel in den neuen Zahlen der DRK ist, dass insbesondere die jungen Leute explodierende psychische Erkrankungen haben. Ich habe mal gesagt, es ist fast schon wieder eine Pandemie, jetzt der psychisch bedingten Fehltage. Nimmst du das auch so so wahr, dass die Jungen ein bisschen anfälliger sind für psychische Themen?

00:03:02: Unbekannt Ja, es gibt da, finde ich, wir merken so ein paar Themen, was mit einer Krankheit zu tun hat, die Leute gefühlt, schreiben, sich ein bisschen schneller, krank bleiben länger weg. Es sind nicht mehr ganz so resilient, was diese Themen angeht. Es viele auch ein Haltungsthema, häufig ein Führungsthema, wird viel zu wenig darüber gesprochen. Und ich glaube im generellen Wertewandel und ich sage mal, der Junge, der der, der sich schaut, noch mehr auf den Sinn.

00:03:26: Unbekannt Und wenn der Sinn geringer ist, dann fällt er gefühlt noch schneller aus. Das ist für das, was wir wahrnehmen, Ist es was? Wie siehst du aus? Ich sehe das ähnlich. Habe ein schönes Zitat auch von deinem Geschäftsführer Kollegen vom Randolf gelesen, der sagte Die neue Generation Z ist nicht per se faul, Nur unsere Führung ist halt seit 1995.

00:03:47: Unbekannt Das fand ich sehr schön, habe ich, habe ich mitgenommen. Wir müssen an der Kultur arbeiten, die die jungen Leute haben. Ein bisschen andere Werte, keine Frage. Aber dafür gibt es Dienstleister wie euch. Und natürlich muss man kontinuierlich an der Kultur arbeiten, das ist keine Frage. Von dir habe ich ja das Zitat mitgenommen Gesundheit ist gar kein Benefit, sondern sondern eigentlich immer gegenwärtig Querschnittsthema.

00:04:18: Unbekannt Das glaube ich halt immer als Unternehmen lebt absolut und und das sehe ich auch so, im Übrigen auch gesamtgesellschaftlich gelesen. Viele fordern das Schulfach Gesundheit. Ich bin da dagegen, weil ich der Meinung bin, es ist ein Querschnittsthema. Ja, das gehört rein, weil bei Sport, bei Biologie, weil bei Natur etc. überall gehört Gesundheit mit rein. Da einen eins Stunden Fach draus zu machen würde ich für für Unsinn halten.

00:04:45: Unbekannt Ich vermute, wenn wir mal über Schulsystem diskutieren, dann wird der Podcast wollen wir nicht. Warum? Bis kurz auf Handwerk ganz mal beiseite wer? Wir haben ja den Podcast als Videopodcast und wer noch nicht als Videopodcast an der lohnt es sich in Volker sein Outfit heute zu sehen. Also er hat heute den Award bekommen für das beste Outfit in ganz Hamburg.

00:05:03: Unbekannt Aber das wollte ich an der Stelle mal loben. Ganz oft Thema wo vom Schulthema zum Outfit zu meiner Entschuldigung sagen ich bin noch im Urlaub da und es ist für Hamburger Verhältnisse relativ warm. Ja, da fällt die Hose auch mal kurz aus. Bei uns zu sein ist sowieso wie Urlaub. Also dass es so ist, es ist sowieso schön.

00:05:21: Unbekannt Und noch Fun Fact Nummer zwei wäre mein Volk einen richtig guten Vortrag hören will aber auf jeden Tag Arbeitgeberkongress und er wurde immer gevotet. Zu den Top drei Vorträgen die es gab. Also das hast du mir noch nie verraten. Ja, siehst du, jetzt müssen wir erst den Podcast behandelt. Das erfahrt ein paar Blumen, die heute mitbringen. Aber zurück zum Thema Gesundheit.

00:05:41: Unbekannt Was wir auch gemerkt haben ist, dass einfach die Entwicklung dahin geht, dass viel zu wenigen in Unternehmen häufig drüber gesprochen wird, was für mich unvorstellbar ist, weil ich vergleich immer was, was sind wir aber was kostet, was kostet Krankheit, was kosten Krankheitstage? Und dann Rechenbeispiel dazu noch mal sagen Reichstag hängt von der Branche ab, der man, wenn man alle Folgekosten mit einrechnet.

00:06:02: Unbekannt Also ich muss eine alternative Arbeitskraft usw finden wirst du kaum unter 500 € pro Tag rechnen können, bei anderen Branchen zum Teil über 1.000 € pro Tag. Und wenn wir wissen, die Fehltage liegen jetzt irgendwo je nach Branche zwischen 16, 20 oder in den sozial Berufen noch deutlich drüber, dann dann können wir uns ausrechnen, wie hoch der betriebswirtschaftliche Schaden ist und wie ich finde.

00:06:27: Unbekannt Aber man kann also man sagt ja auch die 354 € Lohnkosten, Ausfallkosten etc. pp. In vielen sogar noch mehr. Und ich vergleiche es immer mit die Unternehmer irgendwie. Und ich glaube, dass diese eine Ohnmacht macht fast nichts und das würdest du in keinem anderen Bereich machen. Ich hat gestern einen nennen gehabt und Landschaftsbauer und er hat so Folien bei sich, die er immer einbaut und habe ich vergleicht das mal der Mitarbeiter wird eine Folie kaputt machen, die kostet 500 € am ersten Tag.

00:06:52: Unbekannt Würdest du sagen blöd gelaufen, passiert, machst nicht noch mal am zweiten Tag wirst du sagen Du, die Folie war wieder 500 € ist wieder weg, sollst nicht noch mal machen. Spätestens ab dem dritten, vierten Tag, wo die Folie kaputt macht, wird er sagen Ey, also kann und will er selber zahlen und wies aber so, so akzeptiert, so so 123 Erfahrungswerte gemacht, wo wir immer relativ schnell quick wins hatten.

00:07:15: Unbekannt Wenn man alleine zum Beispiel in der Führung gerade des Gesundheitsthema generell mal anspricht und auch mal Erwartungshaltung an Mitarbeiter kommuniziert, also zum Beispiel den Leuten mal sagt, er soll sich eigentlich bewusst, was das kostet. Wir führen jetzt mal Regeln an, wie man sich krank schreibt. Wir führen mal Regeln an, die geführt wird, wie man sich meldet und darüber spricht.

00:07:34: Unbekannt Weil das ist ja das Nervige an Krankheit ist ja, dass die Topleute genervt sind von denen, die weniger Verantwortung häufig übernehmen, weil selbst bei der Grippe als Beispiel bis der eine fällt fünf Tage aus und der andere zwei Tage. Können wir jetzt tiefer in Immunsystem und nun eingehen. Aber grundsätzlich auch eine Haltungssache. Wie verantwortungsbewusst gehe ich damit um?

00:07:51: Unbekannt Ist immer so! Unser Punkt wäre, wenn man diese Quick Wins und dann die Themen, die langfristig relevant sind, um das auch halten zu können, weil sonst habe ich letztendlich nur an diesen gibt. Guter Hinweis wäre wir unterscheiden ja im BGM in Verhaltens und Verhältnisprävention. Verhalten ist der einzelne Mitarbeiter ernährte sich richtig, bewegt er sich etc. und da sind ungefähr 80 % der Maßnahmen in den Betrieben.

00:08:15: Unbekannt Wir müssten aber eigentlich an die Verhältnisse Verhältnis ist die Kultur ist das Führungsverhalten und zwar insbesondere das Führungsverhalten der der unteren Führungskräfte. Also die sind nicht so gut geschult wie du, vielleicht als als Geschäftsführer, aber die haben täglich mit den Mitarbeitern zu tun und und da gibt es ja Studien drüber, dass die ihren Krankenstand mitnehmen, wenn sie in eine neue Firma gehen, haben sie gleichen hohen Krankenstand etc. am Thema Grippe Was du was du angesprochen hast.

00:08:46: Unbekannt Verantwortung, selbst Selbstverantwortung. Auch wenn ich mehr. Es ist ja nachgewiesen, dass zum Beispiel die Grippe Impfung deutlich die Anfälligkeit reduzieren kann, aber weniger als 10 % der Mitarbeiter sind Grippe Geimpften. Hier könnte man mit einer ganz einfachen Maßnahme auch viel erreichen. Inzwischen ist man sehr impf kritisch geworden in Deutschland, nachdem was, was uns Corona gebracht hat, was man zum Teil auch verstehen kann.

00:09:15: Unbekannt Deshalb ist die Grippeimpfung noch mal nach unten gegangen. Jetzt Korona. Und wir denken meist nur bei 5 %. Also es ist eben sehr multikausal. Auch alles rund um den Krankenstand. Ja, eine Thesis die ich habe dann das ist für mich. Wie du also stehst ist das das Ganze. Ich verwende hier zum Beispiel den Wort BGM fast gar nicht mehr, weil er häufig in so einem sehr negativen Licht ist, weil das häufig nur so in partiellen einzelnen Maßnahmen verwendet wird.

00:09:43: Unbekannt Hier mein Gesundheitstag, da ein bisschen Fitness oder ähnliches. Was heißt nur, Du siehst ja sehr viele Unternehmen, Du hast sehr viel, vor allem wissenschaftlichen Einblick, was Zahlen angeht. Bevor wir gleich mal zu den Maßnahmen kommen Was geht? Was hast du gemerkt? Ist eher so Geldverschwendung oder eher so nicht wirklich sinnvoll. Also eins vielleicht Ich bin auch bei dir.

00:10:03: Unbekannt Das Wording BGM oder BGF ist nicht glücklich. Ich habe aber auch noch kein kein kein besseres. Aber ja, Wording ist schon wichtig, aber der muss positiv besetzt sein, was Herr BGM nicht ist. Ich erinnere mich, als ich angefangen habe Vorträge zu halten in den Unternehmen zum Thema psychische Erkrankungen waren meine Vorträge. Da kam kein Mensch. Ja warum? Titel Psychische Erkrankung ist völlig unsexy, sehr negativ.

00:10:28: Unbekannt Und willst du in einem Vortrag gesehen werden, in einer Firma über psychische Erkrankungen oder einen Chef sieht Du gehst dahin. Also was mache ich Heute halte ich Vorträge über mentale Stärke. Mentalist ist neutral und Stärke spricht sogar die Idee die Männer an, Also das Wording ist schon wichtig, aber den was, was ich eben eingangs sagte Deine deine Frage was bringt was, was bringt nichts.

00:10:55: Unbekannt Eben diese verhaltens präventiven Maßnahmen bringen relativ wenig. Die Firmen machen den zehnten Rückenkurs in der Produktion. Das das hat fast keine Evidenz, fast keinen Nutzen. Der Klassiker in allen Unternehmen ist zum Beispiel der Gesundheitstag. Kennst kennst du auch hat auch praktisch keine Nachhaltigkeit, da gesunder als da ist. Ein cooles Event kann man mehr machen Und was ja schon zum Schimpfwort geworden ist, ist zum Beispiel der Obstkorb.

00:11:26: Unbekannt Am besten haben wir auch Gemüse drin, Obst und Gemüsekorb. Also wenn ich Stellenanzeigen sehe, wo die Unternehmen beim Thema Kultur mit dem Obstkorb werben unter nehmen würde ich, würde ich wahrscheinlich schon warnen. Also wichtig ist wirklich ein ganzheitliches Konzept zu haben. Da gehören die vier Handlungsfelder dazu Bewegung, Ernährung, Stress und und Sucht, was ein bisschen Tabuthema ist. Also um den mit trinken und Rauchen hauptsächlich aber das allerwichtigste ist so so wie ihr das auch macht, es in der Kultur zu verankern eines Unternehmens.

00:12:03: Unbekannt Und da braucht man eventuell auch externe Hilfe. Man ist nicht immer zu allen Themen fit als als als Geschäftsführer. Und die Führungskräfte und deren Führungsverhalten zu qualifizieren. Vieles kann man lernen und sie überhaupt zu sensibilisieren, dass Führungsverhalten für Krankenstand verantwortlich ist, das wissen für viele untere Führungskräfte und und und da ranzugehen, also zeitgemäßes Führen. Man nennt es heutzutage demokratischen Führungsstil oder partizipativ, also die Mitarbeiter mit einzubeziehen in Entscheidungen, aber sie dann nachher doch auch selber treffen zu müssen als Führungskraft, das sind so die Hauptherausforderungen.

00:12:47: Unbekannt Aber man muss es zusammenfassend sagen 80 % der BGM Maßnahmen sind nicht gut, weil sie singulär sind, weil sie nur verhaltens präventiv sind, weil sie nur an der Oberfläche kratzen. Ja, das war bei uns auch so ein Entwicklungsprozess. Vor acht Jahren damit angefangen und immer mehr gemerkt. Erstens eine Vielfalt, wo du alle abdeckt, auch monetär finanzielle Unterstützung, Zugang, Fachärzte, Support, mental mit Support bei privaten Herausforderungen jederzeit einen Rucksack zu tragen.

00:13:20: Unbekannt Der eine, der pflegt, jemand zu Hause, der nächste hat Geldprobleme, Eheprobleme, Beziehungsprobleme überfordert auch, da Support zu bieten und dann vielleicht noch ein bisschen Gesundheitsförderung. Aber das da Die Menschen sind nicht alle auf diesem Level. Ich sag mal, wir haben auch Menschen, die verstehen unter Gesundheit. Ich trink mal eine Cola Zero statt eine Cola und die will ich halt auch abholen.

00:13:38: Unbekannt Die will ich auch mit einbeziehen. Aber am Ende ist der kulturelle Faktor, das ist jeder Benefit auf gut Deutsch gar nicht so relevant, wenn er nicht Teil der Führung wird. Wo wir uns auch mal weiterhin entwickelt haben, die die Führung, das quasi dort zu verbinden. Ich nehme das Gesunde also als Benefit, als Mittel zum Zweck nutzen auch ein bisschen staatliche Förderung, um es mit rein zu nehmen.

00:13:55: Unbekannt Gerade Präventions Fördergelder gibt es ja. Mohammads kennt es ja auch. Von wie viel Gelder gibt es im Jahr am Präventionsförderer insgesamt? Es eine dreistellige Millionensumme. Mehrere 100 Millionen geben die Kassen da aus und vieles ist eben nicht richtig evidenzbasiert und wie gesagt, gehe gern die unteren Führungskräfte an und und mach die fit machen. Es wirkt sich ja nicht nur auf den Krankenstand aus, sondern auch auf auf zum Beispiel Kündigungsquoten, aber erst dann, wenn es Teil der Führung wird.

00:14:28: Unbekannt Aber er soll der Benefit, die gar nicht so eine Bindung erkennen. Genauso, genauso ist es ja. Okay, Spannend. Was? Was? Was siehst du da für Trends? Also was, Was siehst du für Trends? Wo jetzt zum Beispiel erst in den letzten 123 Jahren zum Beispiel seit der Pandemie? Mentale Gesundheit im Generellen. Logischerweise wird kein so was wird mehr, sondern wird lebendiger.

00:14:52: Unbekannt Aber es gibt so unscharfe Trends wo du siehst ja, mentale Gesundheit, das hast du angesprochen Zum einen. Zum anderen werden die Belegschaften ja digitaler über die Generationen. Das heißt, ich glaube, ihr habt da ja auch eine Lösung integriert, das heißt digitales. BGM Was denn den großen Vorteil hat, dass es ort und zeitunabhängig ist. Wie du eben skizziert hast, muss man ja auch ins Privatleben eindringen.

00:15:20: Unbekannt Es bringt nichts, wenn für Family ein gesundes Mittagessen anbietet, aber zu Hause lebe ich nur ungesund, das macht ja keinen Sinn. Also allgemein ist ein Trend, dass eben die Übergänge zwischen Privat und Berufsleben sehr fließend geworden sind. Auch Familie mit einbinden, Familie mit einbinden, Angehörige mit einbinden. Der Mitarbeiter wird sich nie gesund ernähren, wenn seine Frau nicht gesund kocht.

00:15:46: Unbekannt Also muss ich die die auch mehr mit einbinden. Dass das auf auf jeden Fall was ich wahrgenommen habe, ist was inzwischen zum Schimpfwort geworden ist, ist Work Life Balance ist eher so ein Synonym, inzwischen für nicht leistungsbereit, als eben auch die Trennung gar nicht mehr gibt. Zwischen Arbeit und Beruf und man muss auch mit dem Gerücht aufheben, dass Arbeit etwas Schlechtes wäre und Liebe das gute Arbeit in gesunden Rahmenbedingungen hält dich jung, körperlich und und geistig wäre ein ganz großes Problem, wo ich auch Unternehmen berate mit mit Mitarbeitern.

00:16:28: Unbekannt Gerade Führungskräfte, die ihr Leben lang 60 Stunden die Woche gearbeitet haben und jetzt in Ruhestand gehen, die verfallen innerhalb von ein, zwei Jahren und verfallen dem Alkohol oder verfallen geistig. Daran sieht man, dass Arbeit per se nichts Schlechtes ist. Aber wir haben schon in Deutschland eben das große demografische Problem, dass eben zu wenig junge nachkommen. Das heißt, wir müssen die Leute, die da sind, so lange wie möglich gesund halten, weil eins ist auch klar Wir werden nicht beim Rentenalter 67 stehenbleiben.

00:17:00: Unbekannt Die gerade die Krankenkassen sind völlig pleite, die Rente ist nicht mehr sicher, so wie Norbert Blüm zu meinen 1980 ern gesagt hat. Und deshalb wird sukzessive. Ich warte nur drauf, dass sich mal ein Politiker traut, das zu sagen. Das Rentenalter Richtung 70 geschoben werden, weil wir einfach auch älter werden. Wahrscheinlich in keinen Wahlperioden mehr. Das ist das Problem, das in der Politik nur in Vierjahreszyklen gedacht.

00:17:28: Unbekannt Ja, also ich sehe bei uns hier sehr spannend, wir inzwischen auch sehr viele Branchen wie Handwerker, Produktionsunternehmer von Kohlfußboden, Hähnchenwagen, Unternehmen und und und und und und Auch da neben der Gesundheit und es gibt immer so zwei Arten von Unternehmer Der eine sagt meine Mitarbeiter interessiert mich nicht, interessieren Gesundheit nicht. Und die anderen, die verstanden haben, dass das Problem des Mitarbeiters Krankheit irgendwann sein Problem wird und, sagt er, ich musste die Verantwortung, den Rahmen schaffen und das hat nichts damit zu tun, ob Mitarbeiter da Bock drauf hat oder nicht.

00:17:57: Unbekannt Es ist für mich ein reines Arbeitgeberinteresse, einen reinen wirtschaftliches Interesse, diesen Wert Gesundheit zu leben, mit allen Trends, mit allen Themen, die man da voranbringt. Sehr pragmatisch. Das ist absolut teuer. Aber die, die Gesundheitsförderung ist ja keine Erfolgsgeschichte. Ja, wenn oder wenn du schaust, wie viel Prozent der Unternehmen machen Gesundheitsförderung, das sind nur zehn 20 %. Wie viel Prozent der Mitarbeiter machen da mit?

00:18:23: Unbekannt Was sind das deiner Meinung? Und bis wir mal angefangen Wir haben angefangen mit Nutzungsakzeptanz, Quoten von 15 20 % maximal, also häufig Fitness. Was Leiden ist ja noch weniger. Inzwischen sind wir bei 80 90 aufwärts über 100 %. Aber erst wurde es halt vielfältig Teil der Kultur und auch nicht immer die nächste Hilfe. Charakter Ja, und wir müssen eben zusehen, dass wenn nicht nur die Gesunden in die Gesundheitsförderung kriegen, sondern eigentlich die, die es brauchen.

00:18:51: Unbekannt Also wie ich. Und da ist es Erfolgsrezept, weil du auch nach Trends gefragt hast, dass Gesundheit so niedrigschwellig wie möglich sein muss. Wir machen viel Firmen, Fitnessangebote. Jetzt mal ganz ehrlich Wie viel Prozent der Mitarbeiter gehen ins Fitnessstudio und dann wie lang du? Du weißt besser als ich. Außer im Januar sind es höchstens 10 %. Wahrscheinlich noch doppelt so was.

00:19:13: Unbekannt Also je nach Branche. Es gibt Branchen, da sind auf 30 40 %, aber in der Regel zehn, 15 %. Und das heißt, so ein Studio ist schon nicht niedrigschwellig genug. Du musst dann versuchen, die Leute zu motivieren. Das geht zum Beispiel mit Challenges. Gerade wir Männer messen uns ja gerne. Ich will auch mal deine Figur haben. Irgendwann wieder auf meine alten Tage.

00:19:37: Unbekannt Das heißt zum Beispiel Schritte, Challenges sind sind ganz cool. Doch da kann man auch Teams gegeneinander antreten lassen. Das fördert noch mal den Teamspirit. Das ist ja auch was, was euch auch immer wichtig ist. Ja, ja. Oder auch monetäre Anreize, zum Beispiel gerade in der digitalen Welt zu schaffen, dass die Intensivierung ist Gesundheit geht über Leid und Leidenschaft ist gut.

00:20:00: Unbekannt Ja, entweder schaffe ich was, was irgendwie den Mitarbeiter was Gutes tut, bis hin zu Massage, Physio, whatever oder er oder ich löse die Probleme Rücken, Knie, Fuß oder ich mache was miteinander. Und da geht häufig über Geld oder im Team miteinander. Klar, Geld. Es ist schon ein Motivator, wenn es. Meint meine Psychologin an der Uni. Die heult immer, wenn ich mit so Geld anreizen kommen, weil sie sagt Das ist ein extrinsischer, materieller Anreiz.

00:20:25: Unbekannt Es funktioniert, sage ich, ist mir scheißegal. Es funktioniert pragmatisch. Genau da wird man dann, wie du bist ja eine Krankenkasse werden. Aber drin ist ein Thema, was mich sofort ein bisschen interessiert Wo geht die Entwicklung? Wir sind wir haben immer höhere Beiträge, immer weniger Versorgung, wir haben demografische Entwicklung. Was ist also deine Tendenz? Ja, wir haben ein paar ganz große Probleme bei den Krankenkassen oder im Gesundheitswesen.

00:20:51: Unbekannt Wir haben die Krankenhäuser schlecht verteilt. In manchen Regionen gibt es viel zu viele, in manchen gibt es zu wenig. Das fühlt für zu. Führt zu zu Fehlanreizen. Ich habe mir mal ein Experiment gemacht. An der TU München werden Vorlesungen in der Mittagspause habe ich zu meinen Studis gesagt Jetzt geht ihr mal zu Fuß in die Stadt und schaut in der Mittagspause zu, wie viel Krankenhäusern ihr zu Fuß gehen könnt.

00:21:16: Unbekannt Und sie sind an elf Krankenhäusern vorbeigekommen, fußläufig von der Uni, also hoffnungslos überversorgt. Das liegt daran, dass München viele Privatversicherte sind, immer hohes Einkommen etc. dass das eine Problem das zweite ist. Problem ist wir haben zu viele Arztbesuche, viel zu viele. Das hängt mit zusammen, dass wir schon wegen der Krankschreibung dahin müssen. Wenn drei Tage Kopfweh hast oder einen Tag, musst du zum Teil da dahin.

00:21:44: Unbekannt Also wir den in Deutschland so bei bei zehn 15 Arztbesuchen pro Jahr pro pro Einwohner. Andere europäische Länder liegen bei drei vier Arztbesuchen. Österreich, Schweden usw dass das Essen, Essen, Essen Riesenproblem und insgesamt die Finanzen sind eben sehr niedrig, weil wir immer mehr Rentner auf immer weniger Berufstätige haben. Und dieses Missverhältnis, zumindest in der gesetzlichen Krankenversicherung verstärkt sich immer mehr, weil jetzt die geburtenstarken Jahrgänge in Ruhestand gehen.

00:22:19: Unbekannt Das heißt, wir müssen wahrscheinlich an bestimmte Leistungen ran und wir kommen irgendwann zu der Frage Ich bin ja ganz neu gewählt in der Ethikkommission des Bundesgesundheitsministeriums, die sich mit solchen Fragen beschäftigt Können wir irgendwo Einschnitte machen, die auch noch sozial gerechtfertigt sind? Die neuen Therapien, die kommen, sind alle extrem teuer. Also so individualisierte Krebstherapie ist was ganz Tolles, kostet aber halt mal 500.000 pro Person.

00:22:54: Unbekannt Können wir uns das wirklich leisten oder muss man das nicht vielleicht in Zukunft zusatzversichern? Das heißt, hier wird im Versicherungsmarkt und in der Krankenversicherung einiges in Bewegung sein. Und um den Bogen zu euch zu schlagen einen guten Arbeitgeber wird eben in Zukunft ausmachen. Diese Lücken zu schließen macht ja auch Sinn. Also die Leute haben mehr Kosten. Ich kann dem eine finanzielle Sicherheit geben, was verspürt und ihm auch noch Geld ermöglicht, was gegen seine Gesundheit zu machen oder Forderungen zu erhöhen sind zum Beispiel gemerkt, wenn man einfach Leitfäden für alle Krankheitsbilder gemacht.

00:23:29: Unbekannt Und da ist es auch kein Benefit, wo du sagst Mitarbeiter nutzt wenn du willst Und nein, wie du krank bist, habe ich die Erwartungshaltung, dass es nutzt, weil ich sonst der Leidtragende bin. Ähnlich mit Facharztservice oder ähnliches, was ja auch extrem gutes Feedback bekommen oder halt an Coaching, Psychologen oder ähnliches, was in die Richtung geht. Oft ist das ja der der Trend der mentalen Gesundheit.

00:23:46: Unbekannt Also der Wertewandel ist wegen mir das eine, aber es für mich trotzdem nicht schlüssig, dass das so ein extremes ist. Es diese Sensibilität ist es. Was ist es da, die Ursache? Vielleicht noch eine Bemerkung zu zum Thema Benefiz etc. Ich habe Studien gemacht, dass sich Benefiz oder ein solches Gesundheitskonzept, wie ihr es macht, positiv auf den Krankenstand auswirkt.

00:24:13: Unbekannt Also Krankenstand geht nach unten. Selbst bei Mitarbeitern, die die Benefits nicht nutzen, weil sie unterbewusst registrieren. Der Arbeitgeber kümmert sich um mich und macht Angebote. Okay, das ist ist ein interessantes Phänomen. Aber zurück zu deiner Frage. Mentales ist gesamtgesellschaftlich das ganz große Problem. Es hängt an verschiedenen Faktoren. Zum einen an gesamtgesellschaftlichen Faktoren Es gibt die Großfamilien nicht mehr in den Großstädten sind 40 50 % der der Haushalte Singlehaushalte.

00:24:52: Unbekannt Das heißt, du kannst in Berlin in deinem Hochhaus verschimmeln. Es Dich wird niemand vermissen. Das ist einfach so Der soziale Zusammenhalt fehlt. Obwohl der Trend in Deutschland zu den Großstädten geht. 70 % der Deutschen wohnen in Städten drin, dennoch steigend. Aber hier ist die Anonymität hoch. Vier ist Emission hoch, Lautstärke hoch etc. Das ist das eine. Das. Zum anderen war es lange so, dass wir Männer gar keine psychischen Erkrankungen hatten, weil wir nicht zum Arzt gegangen sind.

00:25:26: Unbekannt Und das ändert sich jetzt ein bisschen, das wir uns auch öffnen. Damit gehen gehen die Diagnosen nach oben und es sind aber auch gesamtgesellschaftliche Phänomene wie Kriege, Pandemien in war, die gerade in den Jüngeren auch auch große Sorgen machen und also diese sagen dieses Disruptive auf der Welt, das nichts mehr. Früher war alles sehr beständig. Du hast beim Daimler angefangen und bist dort in Ruhestand gegangen und heute sagt man, ein Arbeitnehmer wird 12 bis 15 Arbeitgeber ist ein Wohlstand geht.

00:26:02: Unbekannt Verrückte Tendenz. Wir sagen ja auch immer, wenn man mal hat, es ist ja eigentlich das mentale Problem des Mitarbeiters darf nicht ein Problem sein, wenn man es so trennen könnte. Also können wir sagen Ja, kümmer dich darum. Das ist für mich auch immer so ein Grund. Ich glaube, so denkt keiner. Gerade die Unternehmen, die wir betreuen, sind alle sehr familiär, aber trotzdem gilt es eine gewisse Distanz zu wahren.

00:26:23: Unbekannt Aber halt auf der anderen Seite Support zu liefern und dann fällt es auch leichter zu sagen Können wir nicht drum, hier sind Ansprechpartner, schaut dazu so gut es geht weiter arbeiten kannst, weitergeht. Wir wollen nicht unterstützen in der Lebenslage, was dann auch wieder das werte Thema ist, wo ich daran gehe. Und wir müssen mit euch ja mit einer sehr spannend Studie echt im Herbst 95 € 95 % mit Unternehmen die wir angegangen sind, haben gesagt ich habe den Krankenstand senken können.

00:26:45: Unbekannt Das logischerweise auch erfreut und das sieht man, glaube ich, dass wenn du was nachhaltig machst, das neutral, wenn du es richtig richtig macht, auch wirklich Sinn macht, man Förderungen nutzt und und und und. Also Volker Blank hat Spaß gemacht. Ich hoffe es war der ein oder andere Impuls für euch mit dabei zu verstehen, dass Gesundheit kein nice to have Thema ist, ist einfach ein Basic Thema, das erledigt haben sollte.

00:27:08: Unbekannt Wir sagen, weil wir schon eher als Top Arbeitgeber auf Strategie, Benefit, Recruiting, Produktivität und Führung auf allen Ebenen senkt den Krankenstand by the way, auch im Recruiting Wenn ich Verantwortung für Unternehmen will, darf ich Verantwortung einstellen. Sie haben uns ein Wertekodex Check entwickelt, wo man schaut, wie haben die Leute, die diese Verantwortung um das gut Ding nachzuziehen, um die Firma auszubauen und da haben wir euch auch eins gemacht, könnt ihr gerne unter diesem Video mal verlinken?

00:27:33: Unbekannt So einen Checkliste zum Thema Krankenstand senken, wo wir so ein paar Punkte aufgeführt haben, die da jemand mitnehmen kann. Am. Und sonst sage ich Volker, vielen Dank, dass ihr Zeit genommen hast, hier Urlaub zu machen in Hamburg. Hamburg ist immer eine Reise wert. Zumindest zu der eine Danke mich fühle ich mich geschmeichelt. Auf jeden Fall mir gutes Wetter besorgt.

00:27:52: Unbekannt Ich sag nur, wenn das Thema passiert oder auch zukünftige Themen kommentiert mal runter, stellt Fragen, was euch noch interessiert, abonniert den Podcast, leitet ihn weiter, Schickt immer ein Unternehmen, der in Krankenstand hat mir gesagt Hey, du kannst was ändern, Weil das. Vielleicht noch eine kurze spannende Anekdote Ich sehe jeden Tag Unternehmen und immer deren Krankenstand und für mich war es irgendwann sehr spannend zu sehen.

00:28:12: Unbekannt Als Beispiel. Ich weiß es ganz genau. Diese Erkenntnis hatte ich. Zwei Pflegeunternehmer. Die einen haben 18 Krankheitstage, die anderen 32, die waren nahezu gleich groß. Nahezu einer ähnlichen Region. Und dann hab ich immer wieder nachgedacht. Er irgendwie, Die haben ja nicht andere Menschen, die arbeiten auch mit den Leuten und da muss ja irgendetwas dahinter stehen. Und diese Erfolgsprinzip haben wir dann immer weiter gesammelt und deswegen gerne das Thema weiter Teile, die man den Krankenstand hat.

00:28:38: Unbekannt Und sonst? Volker freue ich mich auf alles Weitere, was wir gestalten werden und auf die hoffentlich möglichst gesunde gemeinsame Zukunft. Vielen Dank. Danke dir!

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