Jochen Schweizer: Warum er heute anders entscheiden würde
Shownotes
Warum scheitern viele Unternehmer? Was unterscheidet Menschen, die aufgeben, von denen, die zurückkommen? Und warum sind Werte, Klarheit und Verantwortung heute wichtiger denn je?
In dieser Podcast-Folge spricht Deutschlands bekanntester Erlebnis-Unternehmer Jochen Schweizer offen über die größten Fehler seines Lebens, den Umgang mit Krisen, Verantwortung als Unternehmer und die Prinzipien, die ihn nach Rückschlägen wieder erfolgreich gemacht haben.
Eine Folge für Unternehmer, Führungskräfte und alle, die nachhaltigen Erfolg aufbauen wollen.
Jetzt reinhören und die wichtigsten Erfolgslektionen von Jochen Schweizer mitnehmen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Es war eine gefährliche Zeit.
00:00:01: Ich habe alles verkauft, was ich besaß.
00:00:03: Frau Dich Liebte verließ mich.
00:00:05: Ich hab alle Mitarbeiter entlassen und ich habe alles eingesetzt, das ich besass.
00:00:09: Auch das Haus in dem ich lebte um alle Schulden zu begleichen und alle Rechnungen zu bezahlen.
00:00:14: Das ist natürlich die größte denkbare Katastrophe.
00:00:17: Entweder gehe ich mit dieser Firma unter oder wir kriegen die Kurve.
00:00:20: Und ich habe es mir versprochen.
00:00:21: Hundert Millionen Idioten werden nicht machen mit der Idee!
00:00:30: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge vom Top-Arbeitgeber Podcast Personalumführung im Fokus gegenüber der liebe Jochen Schweizer, den ich wahrscheinlich nur bedingt vorstellen muss.
00:00:40: Erst mal Jochen schön dass wir uns hier beim Founder sammelt das einmal der Founders auch mit uns in Raum geliefert hast und dass du dir die Zeit nimmst!
00:00:47: Ja es mir eine große Freude und nachdem ich ja bei euch schon als Public Speaker aufgetreten bin in Hamburg ist mir die Marke Top-Arbeitgeber natürlich immer noch ein Begriff.
00:00:57: Ja, das war schön!
00:00:59: Ich hatte es gerade schon vorgespricht gesagt, da waren viele Leute die zu mir hergekommen sind und gesagt haben hey was der Jochen gesagt hat zum Thema Kultur, wie man Leute mit auf die Reise nimmt... Das hat sie inspiriert und das freut uns immer weil ich finde dass ist genau der Sinn warum wir so diese Bewegung eines top Arbeitgebers voran bringen und deswegen erstmal danke dass du es da teilen durftest.
00:01:20: Gerne
00:01:21: Hast du schon immer als Lebensziel gehabt, mal Arbeitgeber zu sein?
00:01:25: Nein.
00:01:25: Das war nicht mein Lebensziel.
00:01:28: Mein Lebensziel war Freiheit und Abenteuer.
00:01:31: Freiheit und abenteuer – wie hat das angefangen?
00:01:34: Wie hat sich dieses Freiheit undabenteuer entwickelt, wenn wir ein paar Jahre zurückgehen?
00:01:37: Als Schlüsselkind aufgewachsen und es Glück gehabt, dass ich viel mehr Zeit hatte draußen unterwegs zu sein als andere Kinder und diese Freiheit habe ich leidlich ausgenutzt habe mich an diese Freiheit gewöhnt und beschlossen sie niemals wieder aufzugeben.
00:01:56: War das ja schon mal so bewusst, dass das dein wichtigsten Werte sind oder kam die Klarheit auch erst im Laufe der Zeit?
00:02:02: Nämlich jeder Mensch hat einen Wertekonzept.
00:02:05: Und weil es so ein Wertekonzept gibt, hab ich den Wertekompass erfunden.
00:02:10: Das heißt, jeder, der jetzt zuhört oder zusieht, kostet nichts.
00:02:14: Es kann auf eine Webseite gehen, die ich geschaffen habe ist pro Bono.
00:02:18: Ist also kein Geschäftsmodell.
00:02:20: WerteKompass.de.
00:02:23: in einem Wort und da kannst du innerhalb von zwanzig Minuten aus hunderten von Werten deine zehn zentralen Grundwerte entwickeln, ermitteln und dann kannst du in einen weiteren Schritt das dauert nochmal fünf sechs Minuten kannst du deine vier Kernwerte die gerade zu deiner jetzigen Lebensphase passen, ermiteln.
00:02:45: also diese zehn Grundwirte ändern sich eigentlich nie im Leben eines Menschen und die vier Fokuswerte, sondern ich sehe diese verändern sich schon im Laufe des Lebens.
00:02:56: Aber du bleibst dein Waren so sein das kannst Du nicht verändern!
00:03:03: Das ist Dein Setting, das ist Deinen So-sein.
00:03:05: Und Ich habe festgestellt und ich bin selber der Protagonist dieser Idee dass sich viele Menschen gerade in jungen Jahren ihrer So-Seienwerte also ihrer wahren Kernwerte gar nicht bewusst sind.
00:03:22: Und sich diese Kernwerte immer wieder bewusst zu machen, schützt vor falschen Zielen.
00:03:29: Schützt für schädlichen Zielen!
00:03:31: Führt dich in Alleinmen mit dir selbst und ermöglicht dir heilsame Ziele zu wählen.
00:03:40: Heilsame ziele sind ausschließlich Ziele die mit deinen Kernwerten in Übereinstimmung stehen.
00:03:47: War das von dir so eine Erklarheit?
00:03:50: kann ich sehr unterstreichen.
00:03:51: Das ist ja auch eine Aufgabe, finde ich immer für den Unternehmer einen Rahmen zu schaffen wo Menschen sind die auf jeden Fall mit ihrem Werten gut matchen und das in ne richtige Richtung geht.
00:04:00: aber du hattest vermutlich noch nicht immer diese Kleid oder hast Du es von Grund auf mitbekommen?
00:04:03: In Deiner Erziehung?
00:04:04: Nein leider gar nicht!
00:04:06: Ich habe so ungefähr jeden Fehler gemacht denen man machen kann und ich bin fünfzig geworden bevor ich mir bewusst wurde dass die meisten meiner Fehler die ich gemacht habe darauf beruht dass ich nicht mehr selbst gefolgt bin.
00:04:23: Und erst dann habe ich diesen Wertekonpass erfunden, den ich jetzt pro Bono jedem Menschen zur Verfügung stelle weil ich damit jedem Menschen helfen kann.
00:04:32: Sehr schönes Geschenk!
00:04:33: Vielen Dank dafür.
00:04:34: Du hast viele kennen dich vielleicht so rein von dieser Marke Jochen Schweizer, mit dem damals ja einer deiner Firmen gewesen war.
00:04:41: Wo man du dich glaube immer bekannt begonnen bist?
00:04:44: Du hast inzwischen viele Unternehmungen in unterschiedlichen Formen.
00:04:47: da komme gleich mal drauf zu sprechen.
00:04:49: ich durfte ja im Vortrag deine Story schon ein wenig lauschen Und mich hat es beeindruckt.
00:04:54: Du hast ja schon mal zum Abendessen dabei, hast ein bisschen von dir erzählt.
00:04:58: Nehme Leute mit auf die Reise wie du angefangen hast eigentlich ja frei damals schon zu leben ohne dass du vielleicht wusstest das ist dein Wertes die dann wenn du sagst erst mit Fünfzig für dich oder nach dem fünften Lebensjahr klar definiert hast.
00:05:10: Was heißt für einen Jochen Schweizer, der zwischen zwanzig oder achtzehn und fünfunddreißig war?
00:05:17: Beschreib mal.
00:05:18: Geh mal ein bisschen Einblick über dein Leben.
00:05:19: Das war eine gefährliche Zeit, weil ich komplett im Extrem-Sport und im Standbusiness verhaftet war.
00:05:27: Ich bin leidenschaftlich Drachen geflogen, Gleitschirmen geflogen, Falschirm gesprungen, Banshee gesprungen, extrem Kayak gefahren also geklettert.
00:05:38: Name it!
00:05:39: Und es war in dieser Phase, ging's natürlich immer darum etwas zu tun was andere nicht tun.
00:05:45: Also den noch nie befahren Fluss zu befahren Den eigentlich unfahrbaren Wasserfall zu bezwingen Den falschem Sprung nicht aus viertausend aus sieben tausend Metern Höhe zu absolvieren und dergleichen mehr.
00:05:59: und tatsächlich habe ich mir in dieser Lebensphase wenig Gedanken gemacht, wie mein Alter aussehen würde.
00:06:07: Weil ich irgendwie nicht davon ausging dass sich sehr alt werden würde.
00:06:10: Wenn dir die Gäste in unserem Podcast gefallen, kannst du uns ein Riesengefallen tun.
00:06:15: Und das Ganze ist kostenfrei und dauert nur genau maximal dreißig Sekunden!
00:06:19: Du kannst aber diesen Podcast abonnieren und gerne auch mal einen Kommentar hinterlassen.
00:06:24: Ja was du letztendlich für Fragen hast, was dich interessiert?
00:06:27: Was für Gästen wir mal einladen sollen und mit jedem Abonnenten hilfst du uns quasi weiter den Podcast größer zu machen und noch weitere solcher coolen Gäfte will einzulernen.
00:06:36: Deswegen vorab schonmal vielen Dank fürs Abonnieren.
00:06:40: Wirklich mit der Angst, dass mal was passiert oder gar nicht darüber nachgedacht?
00:06:45: Nein.
00:06:45: Nicht Angst!
00:06:46: Das ist kein Gefühl, das irgendwie Kontrolle über mich gewinnen könnte sondern aus dem Bewusstsein und auch durch die tödlichen Unfälle von etlichen meiner Freunde und Kameraden weil mir immer bewusst war, dass dieses Leben einfach ein gefährliches Leben ist.
00:07:07: Und Oscho hat mal wie gesagt, du kannst das Leben nur gefährlich leben.
00:07:12: Was war das Gefährlichste was Du gemacht hast in der Zeit?
00:07:15: Oh Gott!
00:07:15: Wie viel Zeit haben wir?
00:07:17: Die eine Sache wurde nicht...
00:07:19: Keine die eine Sache.
00:07:20: Es gibt keine.
00:07:20: Es ist natürlich extrem gefährlich.
00:07:23: Gut ich kann eine Anekdote erzählen.
00:07:25: Ich bin einmal für White Magic Das ist ein Kinofilm hatte ich einen kombinierten falscher Bungie Sprung absolviert aus einem fahrenden Heißlaff Ballon über Sankt Moritz.
00:07:34: es waren minus zweiundvierzig Grad In großer Höhe, ich sprang aus diesem Ballon.
00:07:41: Währenddich viel zertrümmerte mir das eingefrorene Seil die Nase also komplett so dass ich kurz ohnmächtig war und erst im Rieber und so wieder zu mir kamen.
00:07:52: Und dann hast du die Wahl, trennst du jetzt ab Kannst überhaupt noch landen dein Falschirm in dem Zustand weil du siehst ja nichts mehr Du hast ganze Brille voller Blut Oder bleibst du hängen und erfrierst weil?
00:08:05: ich hatte nur einen ganz dünnen Overall an und habe mich dann entschieden fürs Abtrennen.
00:08:11: Und dann bin ich sehr, sehr tief gefallen und habe erst dreihundert Meter über dem St.
00:08:17: Moritzer See, der zugefroren war, also über die Eisfläche des St.Moritzers Sees meinen Falscherm geöffnet.
00:08:22: Also für jemanden, der das nicht versteht oder das nicht kennt man fällt mit fünfzig Metern pro Sekunde der Erde entgegen.
00:08:31: Dreihundert meter über der Erde ist sechs Sekunden vor Lebensende.
00:08:36: Wenn du dann deinen Falscherm öffnest, hast du keine Zeit mehr auf einem Erfangtion zu reagieren und dein Öffnungsweg ist zweihundertfünfzig Meter.
00:08:44: Das heißt, du hast auch keine Zeitmehr irgendeinen kontrollierten Endanflug oder eine Landewollte zu fliegen sondern du ballerst halt irgendwie wie du gerade kommst da rein und das war nicht ganz ungefährlich
00:08:59: Aber gut überlebt
00:09:00: Ja.
00:09:01: aber lustig an der Sache war Das hier auf dem St.
00:09:04: Moritzesee werden ja im Winter solche Spazierwege freigeräumt, auf denen führen dann die Reichen ihre Pelze und ihre Pekinesen aus.
00:09:14: Das musst du dir vorstellen da fällt einer aus dem Himmel.
00:09:19: So ein Falschirm wenn der sich in den Freifall öffnet, da bist du mit fast zwei Hundert km unterwegs das knallt richtig.
00:09:25: Also es geht nicht geräuschlos.
00:09:27: Es ist so ein ganz lautes Geräusch wenn der falsche Arm aufgeht.
00:09:30: Und das sind die natürlich fürchterlicher Schrocken.
00:09:33: Das heißt du hast einen schönen Sonntagsspazierang?
00:09:35: Ja, das war adept für dir.
00:09:37: Und ich musste dann so ein Weg queren wo wahnsinnig viele Leute waren und konnte gerade noch die Füße hochziehen.
00:09:44: Ich bin über diese Leute drüber gefeilt und bei der Landung hat es mich natürlich zerlegt weil ich bin im tiefen Schnee gelandet.
00:09:50: da kannst nicht rennen d.h.
00:09:51: Du legst dich halt richtig ab und wickelte mich also in diesem Schnee.
00:09:57: Da kommst du mit sechzig-siebzig Sachen rein, wickel ich mich halt in mein Schirm und Blut spritzt nach allen Richtungen.
00:10:04: Weil so ein Zertrümmer den Nase blutet halt auch Und im Schnee sieht es dann sehr spektakulär aus.
00:10:10: Ich glaube die hatten viel zu erzählen weil dann landete Willi Bruckner der Kameramann war Im Helikopter direkt auf dem gleichen Schneefeld.
00:10:20: Das heißt also... das war ziemlich aufregend für die Leute Und von da ging's dann direkt, bin ich eingestiegen.
00:10:27: Ging es dann direkt ins Krankenhaus?
00:10:29: War das so ein Veränderungsprozess, wo danach irgendwas anders gemacht hast als davor?
00:10:32: oder warst du so abenteuerfroh nach so einem Erlebnis?
00:10:36: also...
00:10:36: Als ich... Nee!
00:10:37: Ich hab mir nur gedacht okay, ich habe was gelernt.
00:10:40: bei so tiefen Temperaturen frieren die Schlingen ein und du musst mehr Abstand einhalten.
00:10:44: Das war das einzige
00:10:45: Ja Und Gravity ist not negotiated.
00:10:50: In zweites gutes Learnings.
00:10:52: Wie kam dann irgendwann diese Zeit, wo du gedacht hast aus dieser Leidenschaft die du ja ein Abenteuer hattest?
00:10:58: Entstand ja im nächsten Step die Firma, die quasi für Abenteurer stand.
00:11:03: Es ist aus Versehen passiert!
00:11:05: Das war so dass ich mich immer verstanden habe als Extrem-Kanute Skifahrer falscher Springer und ich arbeitete in einem Film mit Willi Bruckner in der Hauptrolle.
00:11:18: Und wir haben Kayak-Szene gedreht, als unfahrbar geltenen Wasserfall in Ballewer-Zaskar.
00:11:29: In der Schweiz.
00:11:31: und uns war furchtbar langweilig weil damals das sind jetzt Mitte der achtziger Jahre da gab es noch keine Video zumindest nicht bei vielen Produktionen und es wurde auf Panavision gedrehen.
00:11:45: Panavission ist ein siebzig Millimeter Breitband.
00:11:46: Das sind Kameras so groß wie Kühlschränke Und natürlich dauert es immer ewig, bis die Filmrollen gewechselt sind und die Kamerapositionen gewechselt sind.
00:11:55: Sehr aufwendig!
00:11:56: Wir waren halt jung und wild und hatten alle ein Nagel im Kopf... ...und wir waren absolut nicht geeignet um zu sitzen und zu warten.
00:12:04: Noch dazu war schönes Wetter.
00:12:07: Dann erzählte einer aus der Mannschaft, ich hab da das gehört.
00:12:11: Wir sind jetzt Mitte der achtziger Jahre.
00:12:15: Habt ihr das gehört?
00:12:15: Das sind drei verrückte Engländer.
00:12:17: Die waren vom Oxford Dangerous Sports Club, so was haben nur die Briten.
00:12:24: Sie haben sich darauf spezialisiert mit Frag- und Zylinder möglichst gefährliche Dinge zu tun.
00:12:30: Und das sind drei von diesen jungs, beinharte Jungs.
00:12:33: offensichtlich habe sie nie kennengelernt.
00:12:36: Mit einem ausgetrehenden Flugzeugträger Fangseil irgendwo im Osten von England vor der Bristol Suspension Bridge gesprungen.
00:12:44: Das ist in diesem Oxford Dangerus Sports Club Ganz, es gab ja damals noch kein Social Media.
00:12:50: Das war so eine Insider-Info.
00:12:52: die waren natürlich totale Helden innerhalb dieser Szene und einer von uns hatte davon gehört.
00:12:58: wir waren so in der Gruppe von zehn Kanuten Und Unisono wanderten unsere Blicke zu diesem Bootsanhänger an dem Hunderte von Expandagumis rumbarmelten.
00:13:07: Eine Stunde später hatten wir aus den Strippeln gebastelt aus den Expander Gumis und dann haben wir Streichhölzchen gezogen.
00:13:14: Wer darf wer muss wie soll?
00:13:15: Ich habe gewonnen ich spring da Ich springe da weg, da oben.
00:13:20: Die Brücke war so ca.
00:13:21: zu hoch.
00:13:22: Das Wasser unten sah tief aus.
00:13:24: Ich springte da oben weg und denke mir unterwegs es müsste eigentlich mal langsam bremsen.
00:13:28: Hat aber nicht sehr gebremst.
00:13:30: Schlag natenlos unten ein.
00:13:32: ich bin in den Hüftgott gesprungen das weiß ich noch.
00:13:34: das heißt ich habe knallroten Hintern gehabt weil dann tauchste er wie eine gewaltige Arschbombe.
00:13:39: Baller da unten rein.
00:13:40: alle fanden's toll!
00:13:42: Ich nicht Tauch wieder auf.
00:13:44: Auf dem Fluten stelle sich heraus.
00:13:46: das Wasser war tief.
00:13:47: Das war eine crazy Time.
00:13:49: Kommt der Billy Pogner vorbei und sagt zu mir, boah sag mal John kannst du damit auch von der Staumauer springen?
00:13:54: Und ich so na klar Billy!
00:13:56: Was ich nicht wusste... ...diese Staumauer war zweihundertzwanzig Meter tief.. ..und als ich dann am Tag drauf mit einem neuerdings gebauten Seil diesen Sprung wagte bis zum Zeitpunkt wusste keiner was das ist.
00:14:11: Bungie Jumping oder etwas tierartiges war der erste wirklich hohe Sprung der Geschichte und auch dann natürlich der erste Sprung von dieser Staumauer, den einer überlebt hat.
00:14:21: Und als er in der Film, der wurde von Disney gekauft, der wird dann weltweit promoted... ...und wir Athleten sind dann bei den Nu-Aufführungen oft dabei gewesen, so ein schönes Gefühl, du gehst auf die Bühne alle finden dich toll!
00:14:33: Wir waren jung und ich war schon stolz darauf dass ich zu den absoluten Top Xtreme Whitewater Kayakers of the World gehörte.
00:14:43: aber jetzt war ich plötzlich immer noch der Banshigoro.
00:14:46: So habe ich mir das irgendwie diesen Status Bungigoro, das hatte ich ja nicht geplant.
00:14:51: Das ist halt passiert weil ich diesen Schrück gemacht hatte und daraus entstand dann es war naheliegend.
00:14:57: irgendwann hab ich drei vier Jahre später nachdem wir das perfektioniert hatten.
00:15:01: Ich habe dann viele Sprünge gemacht unter anderem ein Weltrekordsprung der bis heute im Guinness Buch der Rekorde steht der höchste Sprung aller Zeiten über tausend Meter tief mit sechshundert Meter wieder hoch schleudern abtrennen falscher Landungen das ganze Programm für Fisherman's Friend
00:15:15: Also eine Werbekompanie?
00:15:16: Ja,
00:15:17: werbekommen.
00:15:17: You had a strong experience and it was fucking strong experience.
00:15:22: So.
00:15:22: und dann wollten plötzlich alle Banshee springen.
00:15:26: Plötzlich wollten alle diesen Suizidus interuptus erleben.
00:15:30: Da habe ich halt ne Banshe-Station aufgemacht Ende der achtziger Jahre.
00:15:33: Aus der wurden dann vierzig Sprungstationen Dann wurden aus den ersten hundert Springern sechshunderttausend Springer.
00:15:41: Und so bin nicht irgendwie Unternehmer geworden.
00:15:44: Wie waren das die Anfangszelle?
00:15:45: also ich finde es erstmal Du hast ja echt, nimmst mal den klassischen Nullars-Fünfzehnsprung aus dem Hobby dein Beruf gemacht.
00:15:51: Aber dann hast du auf einmal ganz neue Themen gehabt vermutlich mal um das größer zu machen.
00:15:56: ist ja so diese Vision... Ich
00:15:57: habe neue Begriffe gelernt hier zum Beispiel Betriebswirtschaftliche Auswertungen oder Vorsteuerabzugsberechtigung oder Veranstaltungshaftpflichtversicherung.
00:16:10: es waren ja fremdwortet für mich.
00:16:12: ich bin Kanute, ich bin im Grunde nur ein einfacher Paddelbootfahrer.
00:16:17: Wie viele Leute hattet ihr?
00:16:18: relativ schnell?
00:16:19: Als ich die Firma dann später verkaufte an ProSieben waren wir vierhundertfünfzig Mitarbeiter.
00:16:24: Und wie ist die Kombination zwischen den Bungie-Anlagen und dem Gutschein, war das eine Company?
00:16:30: Nee, das ist aus einer Krise heraus entstanden.
00:16:34: Das war so die erste Hochphase.
00:16:36: Ich bin so unfassbaren Wohlstand gelangt.
00:16:39: Also ich habe mehr Geld verdient als ich es mir je zu erträumen gewagt hätte... Ich bin eigentlich nur ein einfacher Kayak-Fahrer.
00:16:49: Und dann hatten wir einen tödlichen Unfall, ich hab angefangen Bungieanlagen auf Fernsehtürme zu bauen.
00:16:56: Daher war jeder dieser Rammten millionen Investment... Dann habe ich angefangen, diese Fernsehtür mit Rot anzumalen und irgendwelche Markennamen draufzuschreiben.
00:17:07: Hattest du das Eigenfinanziert dann aufgebaut?
00:17:09: Nein nein die Fernsehteur habe ich dann geleveraged also zum Teil mit Eigenkapital aber auch mit viel Fremdkapitalanteil finanziert.
00:17:16: Aber die Firma war deine lange?
00:17:18: Ja immer!
00:17:21: Also ganz allein
00:17:22: meine.
00:17:23: Und ich hatte ja auch keine Investoren und ich hatte aber auch keine Bankkredite weil es ist schwierig bei Banken damals gewesen Kredite zu bekommen für die Vermarktung des Suizidus Interruptus.
00:17:35: Das haben die Jungs nicht verstanden, weil das sind ja graue Menschen, die in grauen Anzügen, in graunen Büros ein grausames Dasein fristen.
00:17:44: Und dann kommt der Krebsfahrer!
00:17:46: Jetzt komme ich von außen mit einer langen blonden Matte... ...das war wie wenn vorher auf Wasser trifft.
00:17:52: Hattest
00:17:53: du lange blonde Haare?
00:17:54: Ich hatte ganz lange blonde Matte.
00:17:55: Hier über
00:17:56: dem Podcast hier einen Bild an.
00:17:57: Das
00:17:57: war mein Matletzeichen.
00:17:59: Aber erinnere mich nicht dran, sonst werde ich depressiv.
00:18:01: Ist
00:18:02: er beim Spring dann den Zopf gemacht oder ist er so offen nach hoch geflogen?
00:18:05: Wenn du runter gesprungen bist und deine Haare nach oben geflogen... Das
00:18:08: kommt auf an, in welche Richtung ich gefallen bin!
00:18:12: Okay, cool.
00:18:12: Er war gerade bei der Nasse quasi, als ihr gerade erzählt hast Du Bungieanlagen aufgebaut Und dann hat es grad angefangen zu erzählen von einem Todesfall.
00:18:21: Dann ist das Schlimmste passiert, was man sich vorstellen kann nach sechshunderttausend Sprüngen.
00:18:26: Riss ein Bungi-Seil am Florian Turmin Dortmund.
00:18:28: es war der zwanzigste siebte zwei tausend drei gegen achtzehn Uhr und Das sind natürlich die größte denkbare Katastrophe für einen Unternehmen Was ja diese Freude und dieser Überwindungs Doktrinen auch in der Marke führt dass du als Jochen Schweizer Es geht ja immer darum, Grenzen zu überwinden.
00:18:56: Es geht darum die eigene Angst zu kontrollieren und etwas zu tun, weil du es tun willst, ungeachtet der Angst, die du vielleicht davor hast oder dem Respekt.
00:19:05: Und jetzt passiert das Unfassbare, dass nicht mögliche.
00:19:11: dieses Seil reißt und der Mann stürzt halt aus hundertfünfzig Metern Höhe.
00:19:16: ein junger Mann.
00:19:17: Zweiunddreißig Jahre alt ist auf der Stelle tot.
00:19:21: Zwei Mitarbeiter von mir werden verletzt einer schwer, weil das zurückschlagende Seil inskalpierte der oben auf der Randbestand.
00:19:27: Und ich erfuhr davon unmittelbar danach.
00:19:36: Ich kam gerade vom Mountainbiken aus dem Bergen zurück und dann war die Welt eine andere.
00:19:42: Das war das größtmögliche Schlimmste was du dir vorstellen kannst.
00:19:50: so und da begann dann so eine Down-Spirale.
00:19:55: Jetzt könnte ich viel darüber erzählen, wie groß das Leiden war aber... Ich will darüber gar nicht erzählen weil ja mein Leiden was darauf folgte war nur ein Tropfen von Leid einem Ozean von Leids denn eine Familie hatte einen Sohn verloren und wenn du das in eine Relation bringst dann lohnt es sich gar nicht über das eigene Leiden zu sprechen Weil das ist das wahre Leid.
00:20:25: Alles andere, was mir wiederfahren ist ja der Verlust von Freundschaften die Frau dich liebte verließ mich Der Verluste meines Vermögens.
00:20:35: Das ist alles sind Pirnaz gegen dass Dass dieser Sohn nicht nach Hause kam.
00:20:41: und das ist eben jetzt eine Bürde wenn du so willst eine Verantwortung Die ich lebenslang trage.
00:20:48: Denn diese Anlage die trug meinen Namen Und natürlich wirtschaftlich gesehen haben mir dann meine Berater geraten, ich musste alle Sprunganlagen schließen.
00:20:58: Ich konnte ja nicht wissen warum das Seil gerissen war.
00:21:00: Es gab keine behördliche Verfügung sondern ich hatte der Sprung-Anlagen an vierzig verschiedenen Standorten.
00:21:07: aber es ist eigentlich nicht möglich dass so ein Seil reißt.
00:21:11: jedoch ist es gerissen.
00:21:12: also die einzige denkbare Konsequenz habe ich in der ersten Minute entschieden als ich davon hörte Ich sag dir zu mich, ich mach sofort alle Sprunganlagen dicht.
00:21:21: Kein weiterer Sprung!
00:21:23: Weil wir wussten nicht warum ist dieses Seil gerissen?
00:21:25: Es kann eigentlich nicht reißen.
00:21:27: Also physikalisch hat so ein Seil eine Bruchlast von eins Komma vier Tonnen.
00:21:33: bei einer kinetischen Energie von vielleicht zweieinhalb Geh spricht.
00:21:37: einen hundert Kilomannen erzeugt dann Zweiundfünfzig Kilo per Mann an Schub.
00:21:41: Hast du immer noch achtwache?
00:21:42: Sicherheits kann eigentlich Nichtreißen und das hat natürlich zum Zusammenbruch des Cashblows geführt.
00:21:50: Die Banken kündigten alle Kredite, mit denen die Türme finanziert waren.
00:21:55: Und dann ging es halt steil bergab und nach sechs Monaten wog ich noch ein Fegefeuer durch was sich ging.
00:22:08: Aber ich habe nicht Insolvenz angemeldet!
00:22:11: Ich wollte mich nicht hinter einem GmbH-Mantel verstecken sondern ich habe gesagt... ...die Firma heißt so wie ich und entweder gehe ich mit dieser Firma unter oder wir kriegen irgendwie die Kurve.
00:22:25: Es gab aber keinen, vermeintlich keinen Ausweg.
00:22:32: Das Gespräch mit dem Vater des Verunglückten war sicher die schwerste Prüfung meines Lebens und der Mann war seltsam gefasst und er fragte mich nur Herr Schweizer haben sie leichtfertig gehandelt?
00:22:46: Ich habe wie gesagt nein ich hätte an diesem Tag meinen eigenen Sohn springen lassen mit diesem Seil von diesen Turmen.
00:22:56: Und glauben Sie mir Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, ich würde sofort jetzt anstelle ihre Sohn es diesen Sprung machen auch wenn ich wüsste dass das mein letzter ist.
00:23:06: Denn ich hätte den Tod damals in dieser Situation als Erlösung empfunden.
00:23:11: aber Suizid ist feig keine Option so.
00:23:15: was war dann des Ergebnis?
00:23:17: Ich habe alles verkauft was sich besaß ich hab alle Mitarbeiter entlassen ich habe alle Sprunganlagen zugemacht und Sechsten Januar, zwei Tausendvier in einer alten Werkshalle in der Kultfabrik, die mir dabei eine Eckart zur Verfügung gestellt hatte.
00:23:36: Ich hatte nichts mehr.
00:23:38: aber die Firma ist nicht pleite gegangen weil es gibt ja Leute sagen dann ist er pleitegegangen?
00:23:44: Nein!
00:23:45: Er ist eben nicht pleitgegangen.
00:23:46: ich habe alles eingesetzt was ich besaß auch das Haus in dem ich lebte um alle Schulden zu begleichen und alle Rechnungen zu bezahlen.
00:23:57: Und am Ende dieses Prozesses Da war ich fünfzehn Kilogramm leichter.
00:24:01: Alles, was nicht in mein Leben gehörte, war nicht mehr da.
00:24:04: und dann kam diese Wartennacht vom Sechsten auf den Siebten Januar zwei Tausendvier Und ich saß auf so einer Eisentreppe in diesem Werkmeister-Büro, das in die Halle reingebaut wurde.
00:24:15: Das waren ehemalige Maschinenhalle mit zerbrochenen Fenstern.
00:24:20: Es war kalt und ich saße da und wusste erst mal nicht wie es überhaupt weitergehen sollte.
00:24:34: und dann hatte ich eben diese Idee Ich hatte ja so eine Geschenkbox für Bandsche-Sprünge.
00:24:40: Da waren Gutschein drin, weilweise einlösbar an allen Sprunkanlagen.
00:24:43: Es hatte ich aber keine Sprunganlagen mehr, aber die Idee war gut!
00:24:47: Und diese Box war immer nur von Frauen gekauft worden.
00:24:49: Fast nur von Frauen, aber in den Sprung-Anlagen sah ich fast nur Männern.
00:24:53: Was mich damals dazu veranlasst hat über das Verhältnis der Geschlechter nachzudenken... So und dann habe ich gedacht okay Ich bin aber ein guter Gleitschirm-Pilot, ich bin guter Skydiver.
00:25:10: Ich kann sehr gut tauchen und super Wasserschief fahren.
00:25:14: Und ich habe überall Freunde in diesen Sportarten, die irgendwelche Schulen oder Zentren betreiben.
00:25:20: Dann kam die Idee dieses Produkt zu verändern.
00:25:26: So wurde ich vom Erlebnisproduzent für den ja die Box nur ein Marketingtool war, also Vertriebsinstrument zum Erlebnishändler.
00:25:40: Dann bin ich erst mal gescheitert bei jeder Präsentation.
00:25:44: Die Banken haben sich totgelacht, die Business Angel waren keine Angel und meine letzte Chance war ein Pitch in New York und das stand dann einer nach zehn Minuten auf.
00:26:01: Es war ein Österreicher werde ich nie vergessen.
00:26:03: er sprach Deutsch auf Deutsch.
00:26:05: mich an die anderen haben es gar nicht verstanden gesagt ach wissen sie junger Mann Sie werden auf ihrer Suche nach Geld für diese verrückte Idee, Erlebnisse kann man nicht handeln.
00:26:13: Sie können aus Erlebnissen kein Handelsprodukt machen.
00:26:17: Auf ein Haufen Leute treffen die zwei Dinge haben, die sie nicht haben.
00:26:21: Erstens Zeit und zweitens Geld, womit er Recht hatte.
00:26:24: Das war meine Höhle der Löwen!
00:26:28: Und ich bin grandios gescheitert.
00:26:30: Dann bin ich natürlich mit diesem Nackenschlag zurückgeflogen.
00:26:33: Ich saß natürlich hinten im Flieger.
00:26:35: da muss man sich auch erst mal wieder dran gewöhnen weil man gewöhnt sich ja nichts leichter als an Luxus So, und dann komme ich in München an.
00:26:45: Es ist halb zehn auf Nacht als der Flieger landete.
00:26:50: Es war im Hochsommer lange Tage Und eine viertel Stunde weit weg vom Flughafen in Münchern liegt die Olympiare Gatterstrecke in Münche Oberschleißheim.
00:27:01: Dort liegen meine alten Mahakuni-Rennen Kayaks.
00:27:04: Das sind so Boote, das sind nicht viel Wert aber ich liebe sie weil sie halt in sich wunderschön sind sind so langsam, um im Rennsport noch erfolgreich zu sein.
00:27:14: Aber das sind nicht viel Wert aber sie sind einfach wahnsinnig schön.
00:27:18: und ich nahm ein schönstes Boot aus dem Regal, setzte es aus Wasser als der Tag schon gegangen und die Nacht noch nicht da war in dieser blauen Stunde und fing an zu paddeln.
00:27:32: Und als ich schließlich wieder Ausstieg was tiefste Nacht, stockfinstere Nacht... Ich habe mein Boot sorgfältig abgetrocknet.
00:27:43: Magoni-Boot darfst du nicht nass in die Halle legen, musst du abtrocknen.
00:27:48: Hab mir Zeit genommen dafür, hab mein Boot verstaut, hab mich ins Auto gesetzt und bin in meine zwei Zimmerwohnungen gefahren.
00:27:57: Das war alles was ich noch hatte.
00:27:58: eine Mietwohnung ging ins Badezimmer schaltete das Licht ein, schaute mir selbst in die Augen und sagte hundert Millionen Idioten werde ich machen mit der Idee Hundert Millionen und ging schlafen, ich hatte keine Idee wie das gehen soll.
00:28:21: Aber ich habe es mir versprochen!
00:28:22: Und dieses Versprechen einzulösen war der einzige Grund warum mich zwölf Jahre später des Unternehmens an Pro-Siebendatzeit eins veräußerte für etwas mehr als hundert Millionen nämlich für hundert acht Millionen was die heilige Zahl im Podismus ist.
00:28:37: weil er fragte mich da drumherrs Ebeling äh ... Weil er sagte Hundert Millionen, ich sagte ne verkaufe ich nicht.
00:28:44: Wie viel willst du?
00:28:45: Sagt dich hundert Acht?
00:28:47: Er sagte, okay ich versteh es zwar nicht aber wir können auch hundert acht machen.
00:28:51: Warum?
00:28:52: Sagt ich dann, recherchier mal was die Zahl Hundert Acht bedeutet.
00:28:55: Übrigens liebe Zuhörerinnen und Zuhörer könnt ihr auch recherchieren was die zahl hundert Aacht bedeutet so ist das gekommen.
00:29:04: also und es war ein ego getriebenes Ziel.
00:29:06: ja Es war ein ein schädliches Ziel weil es gab für mich keinen Grund des Unternehmen zu veräußern denn Ich war ja inzwischen längst wieder zur Wohlstand gelangt beschäftigte vierhundfünfzig Mitarbeiter hatte eine Legacy Wie kein zweiter, saß in der Höhle der Löwen.
00:29:24: Über achtzig Prozent Marken Bekanntheit in Deutschland.
00:29:29: Aber wahrscheinlich brauchte ich dieses Ziel.
00:29:31: Ich brauchte dieses Soul-Leute.
00:29:34: Ich zeige euch jetzt mal wo der Battler muss holt, sagt der Heidelberger und das habe ich getan.
00:29:41: Das hat mich aber nicht glücklich gemacht.
00:29:43: Ich hatte den
00:29:44: Weg
00:29:45: dorthin.
00:29:46: also erst einmal vielleicht.
00:29:47: Frage zu dem ich glücklich gemacht wäre es im neuen hättest du die Firma behalten Mit deinem Wissen von heute, hättest du sie nicht verkauft?
00:29:53: Nein.
00:29:53: Hätte ich sie nicht verkauft, gab keinen Grund zu verkaufen und ich hätte mich selbst erkannt in meiner vielgeleiteten Motivation eben dieses Versprechen einzulösen.
00:30:04: Das war ja nicht notwendig.
00:30:05: Wir haben jedes Jahr zehn Millionen Gewinn gemacht Und die Firma gehörte mir alleine.
00:30:10: Ich hatte keine Investoren, keine Banken, ich hatte keine Schulden.
00:30:13: Die Firma war komplett Weil das Geschäftsmodell generiert einen unfassbar hohen positiven Cashflow, weil du verkaufst ja eine Ware die dir nicht gehört und kauf sie erst wenn diejenige der die Ware hat sie auch einlösen will in Form eines Erlebnisoptionscheins.
00:30:29: Und diese Einlügeslöseverzögerung ist übern Jahr und es gibt auch ne Nichteinlösequote.
00:30:35: und wenn du hundert Millionen Umsatz machst und nehmen an die Nichteinnlösekwote wäre zehn Prozent dann ist das allein schon mal einen Werttreiber der dir ermöglicht hohe Marketingbudgets zu finanzieren.
00:30:48: Also das ist ein spannendes, aber sehr komplexes Geschäftsmodell.
00:30:53: Was hat dir geholfen in der Zeit ohne dass man sich das vorstellen kann?
00:30:58: Man kann es nicht fühlen so wie du sagst, man kann den Schmerz nicht fühlern die dieses Elternpaar hatte, die den Sohn verloren haben, dein Weg den Leute gegangen sind zum Unternehmen alles zu verkaufen, alles wegzugehen wie neu zu starten und auch sich zu sagen nein ich gehe nicht insolvent.
00:31:13: was hat dir da geholft in diesen Momenten?
00:31:15: Es war eine Entscheidung, die ich gefällt habe.
00:31:18: Aber was hat dir der Kraft gegeben?
00:31:21: Mein Wille!
00:31:22: Dein Wille nach was?
00:31:23: Erst
00:31:25: zu schaffen.
00:31:27: Weil schau, der Wille ist die einzige wirkliche Freiheit, die wir besitzen.
00:31:31: Das Einzige, was uns wirklich freimacht, ist unser Wille.
00:31:34: Gab's einen Moment wo du gedacht hast, nee, geht doch einfacher?
00:31:38: Nein
00:31:39: Wie hast du diese Stärke gelernt?
00:31:40: weil das ja für dich selbstverständlich, wenn man anders klar wahrscheinlich neun-neinzig Prozent hätten gesagt Boah... Ich hatte so viel Pech oder was auch immer.
00:31:48: Ja, man hilft ja nicht und unser Selbstmitleid ist ja überhaupt nicht angebracht.
00:31:54: Es andere haben gelitten.
00:31:57: vor dem Hintergrund ist der Schmerz.
00:32:01: Weißt du?
00:32:02: Das sind die meisten Menschen, die leben in so einer Schmerzwermeitungshaltung.
00:32:09: Deswegen haben manche Menschen auch keine Disziplin weil Disziplinen tut halt weh.
00:32:16: Der Diszipling bedeutet ja dass Du eine potenzielle Belohnung einfach verschiebst für ein größeres Ziel auf später oder vielleicht kriegst du sie nie, aber das ist Disziplin und keine Disziplinen zu haben tut ja auch weh nur später.
00:32:33: Insofern ist die Erkenntnis dass du den Schmerz nicht vermeiden kannst.
00:32:37: Du kannst aber wählen welchen schmerz will ich?
00:32:40: Wille ich den schmerzen der disziplin Oder den schmärzt der reue weil ich bestimmte Dinge nicht erreicht habe?
00:32:45: dich hätte erreichen können wenn ich disziplin gehabt hätte.
00:32:47: also wähle selbst Welchen schwerz wählst du?
00:32:50: Du kannst nur dem schmerze nicht entgeben.
00:32:52: Ich finde eine sehr schöne Haltung.
00:32:54: Auch in der Haltung, so was in der Kultur zu fahren kann wird dann noch die Diskussion bei uns zum Unternehmen das wir gesagt haben ein Mitarbeiter muss bei uns Bock haben immer wieder auch diesen Schmerz des Wachstums durchlaufen weil wenn ein Unternehmen schnell wächst dann darf ich auch schnell mitwachsen und da gehört schmerz immer auch dazu und auch in Entwicklung.
00:33:09: Wenn jetzt von dann null auf vierundfünfzig Mitarbeiter gewachsen bist du davor wusstest du nicht mal was eine betriebswirtschaftliche Auswertung ist?
00:33:16: Nehaftlich!
00:33:16: Das hast dann kennengelernt.
00:33:17: hat es dann schon paar Leute?
00:33:19: Wie hast du das Unternehmen aufgebaut?
00:33:22: Also wie hast du dann irgendwie es hinbekommen als Unternehmer zu wachsen, in der andere Rolle zu geben.
00:33:27: Führungskräfte auszubilden diese Kulturaufrecht zu halten diesen Spirit-Aufrecht zu erhalten?
00:33:31: was hat dir da am Anfang geholfen haben?
00:33:33: Ich hatte dieses Versprechen vergessen.
00:33:36: ich habe als ich startete festgestellt dass die Erlebnisse davon war ich ja immer überzeugt Das ist das Salz in der Suppe des Lebens Und wir lernen uns selbst im Erleben am besten kennen und auch unsere Freunde.
00:33:51: Es dauerte nicht lange, dann hatten wir diesen Spirit, dass wir jeden Morgen aufstehen und in die Arbeit gehen um hunderttausenden von Menschen außergewöhnliche Erlebnisse zu ermöglichen – das war der Grund!
00:34:05: Die Idee des Lebens von Millionen Menschen durch Erlebnisse zu bereichern und eine zentrale Frage sehr gut zu beantworten nämlich die Frage was schenke ich?
00:34:17: Und wer Erlebnisse schenkt, macht sich unsterblich in der Erinnerung des Beschenkten.
00:34:22: Denn die Erinnerungen an Erlebtes, je stärker das Erlebnis ist, desto stärker die Erinnereung.
00:34:28: und dann gibt es ja noch diesen Positiveffekt dass ja wenn wir zurückblicken also früher war alles besser sogar die Zukunft.
00:34:39: Das ist so ein Teil der menschlichen Psyche.
00:34:41: Es bedeutet auch wenn du Im Regen, in einem Zelt gelegen bist.
00:34:46: In dem Schlafsack der nach zwei Stunden klatschnass war und deine Gesichtel liegt zur Älfte in einer Pfütze dann ist es in der Situation nicht schön.
00:34:54: aber treff dich mal zehn Jahre später mit dem Kompel mit dem du zusammen in der Pfützel lagst.
00:35:00: ihr habt den besten Abend miteinander und alles wird glorifiziert weißt du noch?
00:35:04: Und da ist ja Blitz neben uns eingeschlagen.
00:35:06: wir hatten alle irgendwie hier Guß Bumps an den Armen.
00:35:10: so ist das mit Erlebnissen Und das ist das ehrliche, authentische Ware im Leben.
00:35:15: Ist es erleben?
00:35:17: Denn durch die Erlebnisse finden wir zu uns selbst und das war das was mich angetrieben hat.
00:35:26: Dieses Ego-Ziel ihr Idioten ich zeigs euch... Das hatte ich vergessen!
00:35:32: Es kam erst nach zehn Jahren wieder zurück.
00:35:35: als dann zu meiner Überraschung dieses Unternehmen unfassbar erfolgreich wurde und unfassbaar profitabel kamen plötzlich Angebote aus aller Welt, dreißig Millionen, fünfzig Millionen, siebzig Millionen.
00:35:49: Und dann habe ich mich wieder an dieses Versprechen erinnert mit mir.
00:35:52: Eigentlich habe ich mir das doch mal versprochen.
00:35:54: okay aber das war nicht der Grund warum ich das Unternehmen aufgebaut habe sondern es ging darum das Leben von Millionen Menschen durch Erlebnisse zu bereichern.
00:36:06: und hier ist es hinbekommen dass diese Jochen Schweizer Spirit, nenne ich ihn jetzt Mal dieser Erlebnis spirit in der Kampagne so gelebt wurde.
00:36:13: Das ist ja eine einfache Challenge, wenn du sagst wir sind aufgestanden.
00:36:16: Wenn ich jetzt in einem Kreis von fünf bis zehn Leuten bin dann sind es irgendwann zwanzig, fünftighundert
00:36:22: Storz... Als Arbeitgeber habe ich immer zu meinen Mitarbeitern gesagt also ihr seid eigentlich die Arbeit Geber und ich bin der Arbeitnehmer.
00:36:31: Wir haben auch unser Organigramm umgedreht Also die Pyramide nicht mit mir an der Spitze sondern auf die Stand auf der Spitzen.
00:36:40: alles ruht auf meinen Schultern.
00:36:44: Und dann habe ich immer zu meinen Mitarbeitern gesagt, also das gab mir immer so zwei grundsätzliche Sprüche.
00:36:51: Der eine war dass ich sagt habe Ich bin euer Arbeitnehmer Ihr gebt mir eure Arbeit.
00:36:56: Vielen Dank dafür!
00:36:57: Ich gebe euch ein Zuhause, ein Einkommen.
00:37:03: Ich bin als Euer Arbeitenehmer.
00:37:04: Das fand immer alle ganz lustig.
00:37:06: auch.
00:37:07: und dann das zentrale Element war Dass jeder Mitarbeiter der seine Probezeit bestanden hatte Bekamen Fotoshooting, weil Fotoshootung war ja auch ein Erlebnis auf dem Portal.
00:37:21: Also wir hatten überall Fotografen für Fotoshooting und jeder bekamen Fotoshooting und sollte sich eben zeigen Privatzeigen mit den Hobbys.
00:37:32: also wir hatten die Buchhalterin der hat gerne Kuchen gebacken dann hat sie mit dem.
00:37:36: andere hat Oldtimer geliebt er hat sich mit seinem oldtimer fotografieren lassen der dritte hat tennis gespielt dann hatte halt Den Tennischläger in der Hand gehabt, so hat sich jeder Mitarbeiter präsentiert und da gab es eine ganz lange Reihe.
00:37:49: Wir hatten ja über sechstausend Quadratmeter Bürofläche damals Und da gabs ne lange, lange Gänge.
00:37:58: Da hingen diese Fotos Und oben drüber stand wir sind Jochen Schweizer Denn ihr seid die Marke So wie ihr sprecht, so wie ihr arbeitet,so wie ihr die Kunden beratet Mit die Frage der operativen Exzellenz prägt ja die Marke.
00:38:20: Eine Marke, a brand is simply the collective intent of all people behind it.
00:38:25: Also eine Marke ist nichts anderes als die gemeinsame Intention aller Menschen, die für diese Marke stehen und für sie eintreten.
00:38:33: Deswegen habe ich immer gesagt ihr seid Jochen Schweizer!
00:38:36: Wenn er Kunde anruft, seid ihr bewusst wer du bist?
00:38:40: Du bist Jochen-Schweizer, du stehst für diese marke Und das war der Spirit in der Company.
00:38:46: Wie siehst du die Rolle der Führungskraft?
00:38:47: Was ist ihr Funktionen?
00:38:49: Ich bin ja keine klassische Führungskraft.
00:38:54: Also außer Kajakfahren kann ich ja nicht viel oder konnte ich nicht viel, das habe ich alles dann erst gelernt und Skifahren kann ich auch noch sehr gut und falsche anspringen natürlich und brachend fliegen aber jetzt klassische betriebswirtschaftliche Skills hatte ich nicht.
00:39:18: Ich kann aber eins und eins
00:39:19: zusammenzählen.".
00:39:20: Ja, so ist es entstanden!
00:39:23: Und so hat sich dann eine Marke gebildet und ich habe danach auch verstanden was das alles bedeutet wie ich Menschen helfen kann durch meine Erkenntnisse und Erfahrungen ein besseres erfolgreiches erfüllteres Leben zu führen.
00:39:43: Das ist das, was mich heute auch antreibt.
00:39:45: war das quasi ein Teil deiner Arbeitgeber-Identität.
00:39:48: Auch aus deinem Wörting deine Arbeitnehmer Identität, den Leuten dann auch einfach in ihrem persönlichen Wachstum zu helfen und damit so der Beruf mit der geilen Vision.
00:40:02: wir bringen Erlebnisse erleben in die Welt dass das irgendwie auch das wahrscheinlich weiß was die Leute angezogen hat?
00:40:09: Ja natürlich.
00:40:11: Ich habe natürlich Instrumente geschaffen, wir hatten damals ja Zehntausend Erlebnispartner und in diesen Erlebnispartnerverträgen die klassisch Einkaufsverhandelt werden stand halt drin das einmal pro Jahr ein solches Erlebnis getestet werden darf und es hat dazu geführt dass alle meine Mitarbeiter im Wochenende irgendwo waren um Erlebnisse zu testen.
00:40:40: also sie waren halt eigentlich voll Voll dabei, ja?
00:40:44: Also das Geschäftsmodell.
00:40:45: Die Erlebnisse, meine persönliche Überzeugung... die Problemlösungen was schenke ich?
00:40:51: Was bedeutet die Problem-Lösung für dich?
00:40:53: Es gibt eine Frage, die sich Millionen von Menschen jede Woche stellen und die Frage lautet, was schanke?
00:41:01: ich betritt nie ein Haus als Gast ohne einen Geschenk mitzubringen.
00:41:08: es gibt Jubiläen Geburtstage.
00:41:12: Immer am vierundzwanzigsten Dezember gibt's Weihnachten.
00:41:15: Millionen Menschen stellen sich diese Frage, ich hab es mal überschlagen.
00:41:19: wir haben mal errechnet acht bis zehn Mal pro Jahr auf achtzig Millionen Deutsche.
00:41:24: das ist ein ziemlich großer Markt und die Beantwortung dieser Frage war eben dann eine Erlebnisgeschenkbox von Jochen Schweizer und das hat gut funktioniert und hat eben zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen geführt.
00:41:39: Der Jochen der der gute Kajakfahrer ist das glaube ich dir, dass du es bist und dass auch die Authentität in der Führung dich so einzigartig macht.
00:41:49: Und dass wahrscheinlich die Leute auch inspiriert hat ähnlich das weiterzugeben Wenn Du ergänzen dazu Deine Verständnis von Teams Von miteinander nimmst mit deinem Wissen von heute und verkleist mit deinm wissen wo du wieder neu angefangen hast wo's zehn Mitarbeiter waren zwanzig Mitarbeiter waren.
00:42:10: Was würdest du sagen ist wichtig um Neben der großen Vision, weil es gibt auch sehr viele Unternehmer, die haben wir angefangen mit einer großen Vision.
00:42:17: Die sind aber irgendwann überfordert und der Grund meiner Ansicht nach warum es in Deutschland so ein schlechtes Arbeitgeber-Arbeitnehmerverhältnis ist, ist, weil sie nicht verstehen wie kriegen wir denn eigentlich diese geile Vision gemeinsam voran?
00:42:27: Weil es zwischenmenschliche Themen gibt herausfordernden Ähnlichem.
00:42:30: Was durftest du auf deiner Reise für dich lernen was hilft gute und stabile Teams zu bauen?
00:42:35: wo dir auch immer noch heute machst Du hast ja dich danach nicht zurückgelegt hast gesagt Ja jetzt hundert acht Millionen plus davon den Quatsch den ich schon bekommen habe Ich mach nichts mehr?
00:42:42: Nee, nee.
00:42:43: Also man muss sagen auch wenn es ein Fehler war.
00:42:45: so viel Geld hat natürlich den Vorteil dass du Dinge realisieren kannst die du sonst nie realisierend könntest.
00:42:50: ja also wäre ich in der Lage gewesen... ... vierundzwanzig Millionen in einen Arena-Gebäude zu investieren weil das finanzierte keine Bank.
00:43:00: ein Windkanal in dem Menschen fliegen können eine Tiefwasserdruckwelle Die erste Indoor-Surfwelle dieser Art in der Welt die ich gebaut habe In der Dreihundert-Firm und Veranstaltung, pro Jahr stattfinden zweihunderttausend Besucher.
00:43:18: Das hätte ich ja nicht machen können ohne jetzt das Ex-Den-Exit erlösst.
00:43:24: Und es war auch eine sinnvolle Investition, weil ich damit ein Markenhaus geschaffen habe in einem ganz außergewöhnlichen Ort.
00:43:32: Ohne diesen Background hätt' ich auch nicht für zehn Millionen... Also ich übertreibe gerade neun Kommassivmillionen hat's gekostet in der Freiflächen-Fotoboltaikanlage bauen können, die mich unabhängig macht mit dieser Arena von der öffentlichen Stromversorgung und den Spielchen mit den Strompreisen.
00:43:51: Ich produziere halt jetzt die Kilowattstunde für sechs Zent.
00:43:54: Und die Anlage gehört uns – und damit sind wir extrem wettbewerbsfähig wenn es um zum Beispiel Angebote für Firmenveranstaltungen geht.
00:44:05: Wir sind ein extremen Wettbewerbsfähige Event-Location für Firmenveranstaltungen.
00:44:11: Und dann haben wir noch zweihunderttausend Privatkunden im Jahr und das Beine baut ja auf dem anderen auf.
00:44:18: Wie führe ich Teams?
00:44:19: Ich führe sie heute eigentlich nicht mehr, weil es gibt eine Geschäftsführerstruktur.
00:44:25: da sitzt einer der Etienne, der verantwortet die Geschäftsführung in der Arena und gibt andere Geschäftsfuhrer die andere Unternehmen führen, die zu meiner Gruppe gehören – ich verstehe mich eher als Spiritus rektor der im Zweifel auch mal eine Entscheidung fällt, die vielleicht schmerzhaft ist.
00:44:43: Aber die gefällt werden
00:44:44: muss.
00:44:44: Was gibst du Etienne zum Beispiel sonst noch mit in seiner Rolle als Geschäftsführer?
00:44:47: Musste eigentlich ihn fragen!
00:44:51: Mich interessiert das wirklich.
00:44:54: Was wir häufig gesehen haben, dass viele Unternehmer so was für selbstverständlich sehen wie sie sind und wie sie ticken aber häufig gibt es dann doch die ein zwei Themen wo man irgendwann mal gemerkt hat Das hilft mir einfach gesunde Teams zu schaffen.
00:45:04: Du hast gerade schon gesagt Es müssen auch mal klare Entscheidungen getroffen werden
00:45:07: Aber gemeinsame Erlebnisse im Zweifel sind es immer gemeint.
00:45:10: Ich habe mich immer... aber das hab ich nicht gemacht aus irgendeinem Kalkül heraus sondern auch schon als wenn nur dreißig Leute waren haben wir halt eine Skirelli organisiert und sind mit dreißig Mann in die Berge gezogen für zwei Tage.
00:45:22: oder ich bin regelmäßig mit meinem Führungsteam auf meiner alten Hütte in Norwegen, die ist überhaupt nicht komfortabel.
00:45:30: Und in früheren Zeiten mussten wir morgens noch das Wasser zum Waschen aus der Regentonne schöpfen und ein bisschen sparten im Wald gegangen.
00:45:38: also das war die Anfänge ja?
00:45:40: Und es fanden alle irgendwie cool!
00:45:42: Zumindest habe ich das geglaubt, dass sie das cool finden.
00:45:44: Haben Sie dir auf jeden Fall erzählt?
00:45:46: Ich nehme mit Jochen etwas, was sich besonders macht ist diese klare Verständnis von was erreichen wir damit, was schaffen für ein Wert, was schaffen wir für Erlebnisse und was bewirkt alles die Leute auch diesbezüglich anzuziehen ins Unternehmen.
00:46:00: Ich kann mir gut vorstellen, dass die Leute, die mit dir gemeinsam auf der Reise waren und sind, sich sehr gut damit identifizieren konnten mit diesem ganzen Thema und vieles daraus geregelt wurde als oberste Etappe hatte und dadurch auch eine Leistungskultur immer mehr geprägt wurde, wo du dann im Worst Case mal der bist, der die Entscheidung trifft.
00:46:19: Kann man das so gut zusammenfassen?
00:46:21: Na ja, die Menschen, die mit mir sind, die wissen, dass man sich im Zweifel auf mich immer hundert Prozent verlassen kann – und es weiß ich von mir selber
00:46:28: auch!
00:46:30: Das ist schon mal ein gutes Versprechen... Ich würde gerne einmal auf das Thema Werte Kompass von dir eingehen.
00:46:37: Wie kam damals diese Erkenntnis...?
00:46:39: Dass du gesagt hast, das hätte ich eigentlich schon früher als Leitlinie sehen dürfen oder kennen dürfen.
00:46:46: Was eigentlich in mir drin ist?
00:46:47: Wie kam es?
00:46:49: Das war ein Ergebnis aus dem Exitprozess weil danach ging's mir schlecht.
00:46:55: Es klingt verrückt.
00:46:56: Du erfüllst ja diesen Traum aller Gründer.
00:47:01: Du
00:47:02: gründest aus einer Krise heraus oder veränderst aus einer massiven Krise raus dein Geschäftsmodell against all odds.
00:47:10: Keiner hätte entzent auf mich gewettet.
00:47:13: und dann ziehst du das Unternehmen auf.
00:47:16: Bis am Ende alleiniger Eigentömer, hast keinen Fremdkapital in der Company, hast einen positiven Cashflow... Die Bude heißt so wie du!
00:47:24: Und dann verkaufst ihr die für den neunstelligen Summe.
00:47:26: Das ist ja für viele der heutigen Gründergenerationen das eigentliche Ziel.
00:47:31: Es war aber nicht mein Ziel.
00:47:34: Mein Ziel war es Leben von Millionen Menschen durch Erlebnisse zu bereichern.
00:47:38: Ich hatte zwar diesen Moment in dieser Nacht Aber das hatte ich dann schnell vergessen.
00:47:42: Das ist erst später wiedergekommen, der Gedanke daran, dass ich mir das eigentlich mal mit mir ausgemacht habe und deswegen meinte ich, es ist jetzt richtig, das zu tun.
00:47:53: Dann hast du Gleit reinbekommen und gemerkt, das sind meine Werte?
00:47:57: Das war wahrscheinlich ein Prozess, wo du gedacht hast noch einmal, hey was ist das für dich?
00:48:00: Ja ja, du hattest mich als Intervertiert.
00:48:02: Meine Kernwerte sind Authentizität, Integrität, Unabhängigkeit und Freiheit.
00:48:10: Das sind meine vier Kernwertes schon immer!
00:48:13: Und wenn du jetzt ein Unternehmen verkaufst, was deinen Namen trägt und in die Hände von externen Managern gibst... Ich drück mich mal vorsichtig aus.
00:48:24: Ein anderes Verständnis davon haben wie man so einen Unternehmen führen sollte.
00:48:28: Dann gibt es dir ja ein Teil von deiner eigenen Autinizität ab.
00:48:33: Denn was auch immer die Ton ist geschieht in deinem Namen!
00:48:37: Das habe ich erst später realisiert, wie schwer das mir fällt und dass das gegen einen zentralen Wert von mir verstößt.
00:48:44: Weil ja die Marke, Jochen Schweizer gehört mir nach wie vor.
00:48:49: Aber das Recht diese Marke für das Gutscheingeschäft zu nutzen habe ich ja mitverkauft und es liegt eben in der Hände eines Konzerns.
00:48:59: Ich finde das eine sehr schöne Sache, die daraus entstanden ist dass wir Leuten diesen Weg begleiten können Jeden dazu einladen, über den Wert der Kompass einmal drüber zu gehen und das als Leitlinie zu sehen.
00:49:09: Und merkt, dass du das jetzt weiterlebst vorantreibst?
00:49:13: Gib uns vielleicht mal so einen bisschen den Gefühl weil ich glaube jeder... Ich habe mir tatsächlich eine Vorbereitung angeschaut und mir auch vorgenommen, dass sich auf jeden Fall bei euch vorbeischauen darf in München schon beeindruckt was ihr da geschafft habt.
00:49:24: Geh mal ein bisschen Einblick.
00:49:26: was können Firmen oder Personen bei euch dort erleben.
00:49:29: Ja gut meine große Leidenschaft ist ja das Fliegen Und für mich ist Fliegen auch eine Metapher für Freiheit und für Unabhängigkeit.
00:49:39: Der Urtraum der Menschheit, frei zu fliegen mit nichts als dem eigenen Körper zu fliegen – was aber physikalisch nicht geht und auch vermeintlich für uns nicht vorherbestimmt ist.
00:49:51: Denn wenn die Schöpfung gewollt hätte, dass wir fliegen, dann hätte sie uns doch wohl Flügel geschenkt, nicht wahr?
00:49:57: wenn der Mensch also fliegt, dann durchbricht er die vermeintlich für ihn vorher bestimmte Daseinsebene nämlich aufrecht über die Erde zu gehen und begibt sich in eine Nichtwelt.
00:50:08: Und ich bezeichne das als einen heiligen Akt diese Grenze zu durchbrechen und frei zu fliegen.
00:50:13: Ich kenne das freie Fliegen.
00:50:15: damit meine ich nicht des Drachenfliegens Gleitschirmpflegen sondern der Freifall beim Falschirmspringen diese magischen Sechzig Sekunden in denen ich komplett frei im Himmel mich bewegen kann bevor Maßnahmen einleiten muss, wenn ich es wieder tun will.
00:50:32: Dann war das für mich immer die Faszination des freien Fliegens und erst als dann die Idee der verticalen Windkanäle.
00:50:42: Es ist ja nicht meine Idee sondern es wurden solche Windkanähle von verschiedenen Institutionen meistens militärische Institution gebaut.
00:50:53: Ich habe dann lediglich das System perfektioniert.
00:50:56: Also habe ich einen vertikalen Windkanal gebaut in München, in der Arena.
00:51:00: Der in jedem Leinen freies Fliegen ermöglicht völlig gefahrlos zu fliegen mit nichts als dem eigenen Körper.
00:51:10: aber ich sehe eben in dieser Fähigkeit zu fliegen mehr als nur diesen... also das ist ja rational leicht zu erklären.
00:51:18: es ist halt ein großer Föhn und er macht viel wind, der von unten hoch kommt.
00:51:21: und in den Wind kann sie fliegen denn unterbewusst sein hat aber jetzt der dreißigtausend Jahre lang gelernt, dass da Mensch nicht fliegen kann.
00:51:32: Also durchbrichst du ja indem du fliegst ein Glaubenssatz nämlich das du nicht fliegen kannst und kognitiv verstehst du das warum du fliegst?
00:51:42: Auf dein Unterbewusstsein realisiert es vielleicht noch mehr Glaubensoße gibt die man infrage stellen könnte.
00:51:51: So ist also das für mich die Herangehensweise.
00:51:54: Oder eine Welle, ja?
00:51:55: You cannot fight the wave but you can learn how to surf.
00:51:57: Viele Menschen haben Angst vor den Wellen des Lebens die einen dann überrollen und verschlingen.
00:52:02: Und jetzt kannst du wieder daraus ne Leere machen kann es sagen okay Ja Du kannst gegen die Welle nie gewinnen aber du kannst lernen zu surfen und daraus entsteht mehr Lebenshaltung.
00:52:13: Und all das habe ich in diese Arena reingepackt.
00:52:17: und noch viel mehr Angstüberwindung.
00:52:18: der Schritt ins leere Der Outdoorpark Der teamischen Parkour, wo aus einer Gruppe von Menschen dann ein Team geschmietet wird an einem Nachmittag für Firmen.
00:52:32: All das habe ich ja geschaffen und ich bin gerne dort.
00:52:35: Also ich surfe, ich fliege.
00:52:38: Wir haben einen Mega-Restaurant.
00:52:40: Ich würde sagen jede zweite Mahlzeit nehme ich bei mir im Restaurant ein weil es so gut schmeckt.
00:52:46: Ich hab dort auch mein Büro und damit habe ich eine Art Markenhaus geschaffen.
00:52:50: also hier manifestiert sich eigentlich alles wofür meinen Name steht.
00:52:55: Ich lade Ihnen ein, sich das mal anzuschauen.
00:52:57: Wir werden das verlinken und den Wertekompass verlinken.
00:53:01: Ich habe einiges mitgenommen was ich sehr schön finde wie du den Weg gegangen bist.
00:53:05: erstmal höchsten Respekt.
00:53:07: vor allem vielen Dank dass ihr die Zeit genommen hast und ja ich würde gefühlt noch Stunden weiter reden.
00:53:12: ich weiß dass du bald auf der Bühne darfst.
00:53:14: deswegen werde ich hier sonst vom Mikrofon weggezogen und sage an dieser Stelle auch nochmal Danke für deine Zeit wenn der Podcast gefallen hat.
00:53:23: Sepp gibt gern ein Like da, wer vielleicht merkt er kennt einen Unternehmer wo er das Gefühl hat du könntest auch mal mehr mit Werten führen oder dass man den Vordergrund zu stellen.
00:53:31: Oder es nie zu vergessen auf dieser Reise im ganzen Thema leitet dem Podcast gerne weiter und Jochen ich freue mich also wir werden mal schauen wann unsere nächste Roadshow ist.
00:53:40: Schauen wir die vielleicht nicht mal in München vorbei machen können um bei euch einmal ein Event zu machen und ich werde auf jeden Fall privat bei euch kommen und mir das anschauen und sagen danke für deine Zeit!
00:53:49: Herzlich willkommen Und ich freue mich, wenn du mich besuchst und danke.
00:53:53: Viel Spaß!
00:53:53: Noch heute auf dem Event bei den Paaren zusammen.
00:53:55: mit einem nochmal Danke hier an den Danny und Rob in den Huey, dass sie uns die Möglichkeit gegeben haben, hier den Podcast aufzunehmen und bis bald.
00:54:02: Das war der Top Arbeitgeber-Podcast Personal und Führung im Fokus.
00:54:07: Wenn Du personalstrategisch und führungssystematisch aufstellen willst dann bleibt dran Der top Arbeitgebersstandard.
00:54:13: ist das neue normal und Du bestimmst ob Dein Unternehmen dazugehört.
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