Vom unbeliebtesten zum beliebtesten Bundesliga-Schiri - Deniz Aytekin spricht Klartext
Shownotes
Er galt als unbeliebtester Bundesliga-Schiedsrichter und wurde genau dadurch gezwungen, sich mit seiner Wirkung, seinem Führungsstil und seinem Verhalten auseinanderzusetzen.
In der neuen Folge vom TOP Arbeitgeber Podcast: Personal und Führung im Fokus spricht Deniz Aytekin offen über seine Transformation: Warum richtige Entscheidungen nicht automatisch Akzeptanz erzeugen. Wie Perfektionismus und Druck das eigene Verhalten verändern. Und was Führungskräfte aus dem Profifußball für Unternehmen lernen können.
Gemeinsam mit Felix Anrich geht es um Leadership, Selbstreflexion, Kommunikation und Verantwortung, nicht theoretisch, sondern aus der Praxis eines Menschen, der unter maximaler öffentlicher Beobachtung Entscheidungen treffen musste.
Ein Podcast für Unternehmer:innen und Führungskräfte, die verstehen wollen, warum Klarheit allein nicht reicht und was Menschen wirklich folgen lässt.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Unbekannt Da gibt es Leute, die reden was von Respekt und Wertschätzung, aber die verhalten sich. Da denkt du dir Ja okay, aber dein Verhalten passt jetzt nicht ganz dazu zu dem, was du gerade sagst. Und Menschen machen Fehler. Das ist halt so, dann weiß der Mitarbeitende schon, dass er einen Fehler gemacht hat und dann hauen da Leute immer noch drauf und das war furchtbar.
00:00:18: Unbekannt Also es war auch ganz furchtbare Momente für mich, dann so was gespiegelt zu bekommen. Wenn du das dann so realisierst wie gehst eigentlich mit Leuten um, Was machst du da eigentlich? Zu Hause war ja auch nicht so, ich habe ja meine Kinder auch nicht so behandelt.
00:00:31: Unbekannt Herzlich willkommen zum Toparbeitgeber Podcast. Eine weitere Folge rund um das Thema Personal und Führung. Und heute haben wir eine Person, wie es nur wenige in diesem Level gibt, die Überführung sprechen können. Und das nicht aus der Theorie, sondern aus der Praxis. Denn es ging mir gegenüber Dennis schön, dass hier in Hamburg Ja, vielen Dank für die Einladung, Felix.
00:00:50: Unbekannt Das ist eine super spannende Geschichte, wo wir heute ein bisschen reingehen wollen. Das erste Mal, wo ich von den Vortrag gehört habe, hat mich eins beeindruckt dass du zum unbeliebtesten Schiedsrichter der Bundesliga gewählt wurdest. Viele kennen dich aus dem Fußball und das war erst mal das Interessante. Aber das, was ich viel mehr beeindruckt hat, ist die Transformation dahinter.
00:01:10: Unbekannt Ich weiß nicht. Drei, vier Jahre später waren es, glaube ich, dann zu Deutschlands besten Schiedsrichter gewählt und ich stell mir das generell so ein paar Fragen, so im Fußball, da geht es ja um ein paar Euro. Da ist einiges an Druck dahinter. Aber das war jetzt mal eine spannende Story, bevor wir da gleich reingehen, vielleicht noch ein bisschen davor war es ist Schiedsrichter zu werden schon immer so dein Traum?
00:01:34: Unbekannt Gar nicht. Also ich glaube man Fake. Also es gibt ganz wenige Menschen, die, glaube ich anfangen und sagen ich will Schiedsrichter werden. Aber es gibt ja tatsächlich es gibt junge Menschen, die mich anschreiben und sagen Ey cool, du hast mich inspiriert. Also teilweise wirklich acht, neun 10-jährige Kinder, die dann sagen Ja, ich würde gern Schiedsrichter werden. Also was soll ich machen?
00:01:53: Unbekannt Also ich habe ganz klassisch Fußball gespielt. Ich habe eine große Leidenschaft für Fußball gehabt, war selber jahrelang. In 14 Jahren hab ich selber gespielt, als Verteidiger, habe alles, was ging, in Verteidiger oder. Ja, ja, alles. Das ist ja genau dann und dann habe ich gemerkt, ich kann die Fußballregeln nicht. Also wenn du da so spielst, sondern gibt es Entscheidungen oder denkst du dir, was ist das, Was macht er da?
00:02:18: Unbekannt Und dann Kicks im Nachgang mit. Das war richtig, was er gemacht hat, der Schiedsrichter. Und ich habe aber die Regel nicht gewusst und da gab es ein Schiedsrichter Kurs Und dann dachte ich mir da machst du mal mit. Und dann sind wir da mit paar Freunden hin und ich bin dann quasi positiv hängengeblieben, habe dann weitergemacht und dann hat der Weg eben irgendwann in die Bundesliga geführt.
00:02:38: Unbekannt Ja, und ich finde, es ist vergisst man mal so, wie viele Bundesligaspiele es gab für uns also 24, 24 und da gibt es also in meiner Zeit gab es 80.000 Schiedsrichter und einer davon war ich dann und wann. Und jetzt sind wir so 45.000 Schiedsrichter. Also Fachkräftemangel haben wir auch. Habt ihr auch? Ich sage ganz massiv Sehr cool.
00:02:59: Unbekannt Und jetzt geht rein in den Sport, Ne, lass uns mal die die Zeit reingehen. Wie kam das damals? Oder wie fühlt es? Du hast den Sprung dann geschafft als Bundesliga Schiri So was erst mal was sehr beeindruckendes ist, hat sehr wahrscheinlich beeindruckt. Erst mal gut angefühlt. Ja klar. Also du kommst sein, hast alles dafür getan. Jahrelang. Das hat es.
00:03:19: Unbekannt Ist das ein Weg? Also, es ist ja nicht so, dass du anfängst. Und nach zwei Jahren bist du plötzlich wachst du auf in der Bundesliga. Sondern wir werden ja jede Woche bewertet. Viele Trainingseinheiten, ganz viel Herzblut, Leidenschaft, ganz viel Einsatz im Dunkeln sozusagen, wo kein Mensch sieht, was du da machst. Und nach 13, 14 Jahren war es dann für mich dann endlich so weit gesagt.
00:03:44: Unbekannt Jetzt bin ich im Lizenzfußball Bereich. Jetzt geht es endlich los und na ja, dann. Dann kommst du da natürlich voll motiviert in so eine Liga rein, denkst du musst jetzt noch mehr machen. Also fachlich noch mehr, noch mehr Fachkompetenz, noch mehr Laufen, noch mehr Fitness, noch mehr Regeln lernen. Ja, dann habe ich gemerkt, dass am Ende des Tages die die, die diese Fachkompetenz alleine halt nicht ausreichten und das war dann eben diese Wahl 2011 zum zum unbeliebtesten und schlechtesten Schiedsrichter durch die Spieler auch noch.
00:04:19: Unbekannt Also das macht ja dann schon was mit einem radikal ehrliches Feedback. Ja, das ist genau das ist ja wie wenn du. Je größer das Unternehmen, desto mehr Mitarbeiterbefragungen gibt es ja. Ja, Und wenn am Ende so einer Mitarbeiterbefragung rauskommt, dass man nicht ganz so gut ist, er oder ziemlich bescheiden unterwegs ist, dann, ja dann führt es schon zur zur zu einer Thematik, wo du dann anfängst zu überlegen okay, also bei mir war es so, ich such generell immer erst mal den Grund, den den Grund.
00:04:50: Unbekannt Bei mir also immer diese zentrale Frage was ist mein Beitrag, dass Menschen so über mich denken, egal wie oft ich richtig liege, auf den platzen oder daneben lieg und ganz viele Leute, wenn sie richtig liegen, denken sie die anderen sind bescheuert. Also ich, ich ich habe ja richtig entschieden, aber es muss ja trotzdem. Also wenn ich richtig entscheide und Leute reagieren negativ, dann mache ich mir trotzdem Gedanken Warum reagieren die so?
00:05:16: Unbekannt Also irgendwas musste ja doch. Wie war das schon davor so? Oder war das ein Teil? Das war ein Teil der Entwicklung. Tatsächlich? Also in den jüngeren Jahren war es eher so, ich war eher getrieben vom Perfektionismus, Höher, weiter, schneller und wenig Fokus auf die Menschen, sondern vielmehr auf eigene Bedürfnisse, auf Kennzahlen, auf Bewertungen, damit ich. Also habe ich eine gute Note bekommen.
00:05:39: Unbekannt War eigentlich auch so trainiert. Aber ja, wenn du dieses Feedback. Ja, genau genommen sind oder kein wenn du hast dir das bereitet. Es ist natürlich so ein System, wo du Noten bekommst und sagst okay, und wenn du jetzt eine riesen Note bekommen hast, ich mache mal ein Beispiel, aber in der Bildzeitung oder in welcher Zeitung auch immer steht drin Wirst du mit Tomaten abgebildet, dann ist ist man relativ schnell bei der Sache, dass man sagt na ja, die haben keine Ahnung, aber man muss sich trotzdem und das war damals eben nicht so, ich habe mich damals halt nicht damit beschäftigt, dachte man ja, die haben ja keine Ahnung.
00:06:11: Unbekannt Und ich lag ja richtig. Was wollen die eigentlich von mir? Aber ich habe vergessen, was ich für eine Wirkung nach außen habe. Also wie? Wie trittst du auf? Wie geht, wie begegnest so Menschen? Warum sind. Warum wird man bei den klarsten Sachen nicht akzeptiert von Menschen? Und es gibt ja auch in Unternehmen dann gibt es Leute, die treffen richtige Entscheidungen, aber sie haben wenig Akzeptanz.
00:06:35: Unbekannt Und das hat natürlich ganz viel damit zu tun Wie gehe ich mit Leuten um, wie transparent bin ich, wie kommunikativ bin ich, wie hole ich sie ab? Wie bin ich, wenn ich gestresst bin? Das schaffen auch ganz viele. Also die sind sich ja teilweise gar nicht bewusst, wie sie auftreten, wenn sie unter Druck geraten, unter Stress geraten. Also diese kognitive Überlastung, die führt halt sehr häufig dazu, dass man bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legt, die mehr als bedenklich sind.
00:07:03: Unbekannt Und das war bei mir der Fall. Und ich war, also ich habe da Bilder von mir gesehen, teilweise. Da dachte ich mir, ich war selber erschrocken, wie ich mit Menschen umgeht, Angst hab vor dir selber, Angst vor mir zu genau als vor mir selber. Aber das hat dann schon auch zum Nachdenken geführt. Insofern, dass man sich dann überlegt hat, warum bin ich so?
00:07:22: Unbekannt Also das ist der Grund, bevor wir da reingehen, weil das ist für mich ein sehr spannender Punkt. Ja, vielleicht noch ein Schritt davor. Ja, du hast ja irgendwann wie so das Ergebnis. Stelle ich mir das vor, bekommen wir das irgendwie per per Mail bei Info wir erstes erfahren. Ja, das ist so, es steht da in der Zeitung stehen da Teile.
00:07:38: Unbekannt Ich habe alles. Schöner Moment auf. Schöner Start in den Tag. Hattest du davor das schon geahnt oder kam es wie so eine Wand buddelt? Ach, das war das jetzt irgendwie nicht so okay, also ich hatte schon in der Saison sehr viele Spiele oder auch Situationen, wo Diskussionen, ja wahnsinnig viele Diskussionen. Es gab um meine Person, vor allem die Einzelentscheidungen an sich.
00:08:03: Unbekannt Ich meine, du musst es so sehen, So ein Fußballspiel, das einmal ein Elfmeter falsch gepfiffen wird, früher ohne Videoassistenten auch noch, das ist ja möglich, das ist ja sondern das ist halt ein Teil des Jobs. Ja, es gehört einfach dazu. Aber diese Vehemenz oder diese Wucht an Ablehnung, die es dann schon erfahren habe während der Saison, die hat mich schon an der einen oder anderen Stelle immer zum Nachdenken gebracht.
00:08:26: Unbekannt Aber ich hatte keine Lösung und sondern ich habe mir gedacht, die anderen sind es also die haben keine Ahnung, es passt doch, wie ich da sind. Manche reden ja vom Geisterfahrer. Also ich dachte man halt, es sind mehrere. Ja und dabei war ich vielleicht der Geisterfahrer, wie ich halt Menschen behandelt. Aber am Ende des Tages, weil die Leute merken sich ja überhaupt nicht, ob du was du, ob du ein Schiedsrichter bist mit einem also keine Ahnung.
00:08:56: Unbekannt Internationalen Renommee und hast alles Mögliche gepfiffen etc. sondern die wollen ja in dem Moment sie so Du vermittelst ja den Menschen in ein Gefühl und dieses Gefühl was ich vermittelt habe, war halt überwiegend negativen und das war dann schon ein harter Aufschlag letztendlich für mich. Aber das, das braucht es eben manchmal. Wie ging es dann weiter? Also werde ich nehme, wenn es mal den Tag kommt, rein.
00:09:21: Unbekannt Ja, ich weiß, Was weiß ich schon, was Syntax war? Ich weiß es nicht mehr genau, was es für ein Tag war. Aber ja, ich weiß nur, dass ich tatsächlich den Kicker aufgeschlagen. Es war ist ja Sportmagazin Und dann siehst du da das Ranking. Boah, hast wahrscheinlich oben geschaut bei den beliebtesten da war Was ist mein Weg hier also Und dann Aber wie?
00:09:42: Unbekannt Wie bist damit umgegangen? Was war das? Schritt, Was passiert erstmal? Siehst du, du machst ja so ein Gefühl alle möglichen Gefühle durch. Also erstens denkst du dir so typisch die ja so ein Magazin Sportmagazin, die haben eh keine Ahnung und dann guckst du also und okay, das waren die Spieler, die das gewählt haben. Also dann machst du dir Gedanken, sagst ja okay, die Spieler, na ja, gut, du hattest jetzt ein paar schwierige Spiele und die liefen nicht so gut.
00:10:10: Unbekannt Da kann es schon mal sein, dass du so ein paar Paar Wählerstimmen eingesammelt, dass sie gegen dich sind. Aber mit der Zeit wird ja dann aus so Argumente finden, warum die keine Ahnung haben sollten. Wird dann schon so okay, vielleicht ist ja irgendwas dran. Also irgendwas muss er dann sein. Dann kommt natürlich Wut. Dann kommt überhaupt die Frage warum wählen die eigentlich den schlechtesten Schiedsrichter?
00:10:34: Unbekannt Also das musst du auch mal beim WDR. Also was ist das für eine Wahl? Denkst du dir dann manchmal so und und so ging das halt immer weiter und irgendwann kam aber relativ schnell bei mir und es kommt eigentlich ganz schnell, dass ich dann sage okay, was ist mein Beitrag an? Und als das dann gekommen ist, dass ich gemerkt habe, okay, ich muss ja irgendwie damit, also ich muss ja irgendwas gemacht haben, dass Menschen so über mich denken und ich meine, es war 2011, da fange ich dann schon an, dann habe ich relativ schnell damit angefangen, bei mir, also wirklich bei mir zu suchen, wie wirke ich, warum wirklich so?
00:11:08: Unbekannt Ich habe dann da also der zu der Zeit auch Jens Carlsen kennengelernt, ist ein ganz renommierter Psychologe, der mittlerweile 83 ist. Wir sind ganz eng verbunden, auch freundschaftlich. Und ich habe seine ganzen Bücher wirklich inhaliert und der Selbstentwickler sein sein Standardwerk. Und ich wollte einfach gucken, was ist so mein Beitrag? Warum ist es so alles passiert und und da bin ich immer tiefer rein in alles Mögliche, habe alles angeguckt, jeden Stein auf Stein tatsächlich umgedreht, weil ich mir gesagt habe okay, wenn es nicht die fachliche Kompetenz ist, weil das war das auch eines der ersten Schritte, was ich gemacht habe.
00:11:46: Unbekannt Ich habe ganz nüchtern die Kennzahlen angeguckt, weil wir brauchen sie ja alles transparent, Fehlentscheidung. Du kannst ja angucken, wie viel Fehler so gemacht Du also du hast ja alles transparent mittlerweile durch die in den Spieleitungen, das heißt, du siehst und da war ich aber gar nicht so schlecht, ich war irgendwo im Mittelfeld, also nach den offiziellen Bewertungen etc. da war alles grundsätzlich okay.
00:12:06: Unbekannt Jetzt hätte man sagen können, es passt doch alles. Also ich bin irgendwo im Mittelfeld. Gut, das war meine zweite Saison, da kannst du sagen, da kann man sich noch entwickeln. Aber das Erschreckende war die fachliche Kompetenz, die war es gar nicht. Und ich meine, es gibt ja auch Wissenschaftler, die sich damit beschäftigen, dass das, wenn man in die totale Spitze möchte, auch in Führungskontext, das halt eine gewisse emotionale Intelligenz absolut notwendig ist.
00:12:31: Unbekannt Und ich glaube, dass sogar die Goldsmith Leiter und wenn du dich damit halt nicht beschäftigst mit solchen Faktoren, dann passiert eins, dann kannst du noch so viel richtige Entscheidungen treffen, die Leute akzeptieren ich einfach nie. Und das ist natürlich richtig schrecklich. Wenn du als Schiedsrichter, aber auch als Führungskraft zwar richtige Entscheidungen triffst, aber um dich herum trotzdem das Chaos herrscht, weil Leute dich nicht akzeptieren.
00:12:54: Unbekannt Und das hat mich eben dazu dann bewegt, dass ich angefangen habe mit Wissenschaftlern mich auseinanderzusetzen. Mich persönlich mit Körpersprache, Experten mit Verhaltensforschern, Hirnforschern. Wirklich all diese Themen für mich im eins zu eins teilweise mit solchen Experten in Austausch zu gehen, um einfach aus einer anderen Perspektive Impulse zu bekommen für meinen Job auf dem Fußballfeld. Du hast quasi adaptiert.
00:13:21: Unbekannt Gab es auch trotzdem noch jemand aus dem Bereich oder waren es hauptsächlich Externe? Also es gibt auch aus dem Schiedsrichterbereich natürlich Leute, die dann. Also hauptsächlich habe ich mir da ein sehr guter Freund, der in der Türkei spiele geleitet haben, der Bülent Yildirim, der hat früher Spiele in der Türkei geleitet. Du musst dir vorstellen, in der Türkei Spiele zu leiten ist noch mal ein bisschen impulsiver.
00:13:42: Unbekannt Das ist also Fußball ist ja generell impulsiv, aber wenn du da Türkei Spiele leitest, da musst du wirklich die Kunst des Fühlens beherrschender, weil die Emotionalität ist brutal. Also das sind nicht nur die Fans, sondern auch die Reaktion der Spieler ist enorm und ich habe mich wirklich. Ich war mit dem dann auf Mallorca. Wir haben uns dann hingesetzt und haben uns die ganz zentralen Situationen angeguckt.
00:14:04: Unbekannt Und er hat mir dann genau gezeigt, ja gesagt, Junge, wenn das so eine klare gelbe Karte ist und dann rennst du dahin wie so ein von der Tarantel gestochen Irrer und dann schlägst du den auch noch fast mit einer gelben Karte. Was erzählst du da für eine Wirkung? Also jeder hat es im Stadion gesehen, dass das eine klare gelbe Karte.
00:14:24: Unbekannt Genau. Du hättest auch ganz einfach da Was machst du da? Und da ist mir eigentlich ganz viel bewusst geworden. Aber auch in der Führungs welt da draußen gibt es ja Leute, man ist Menschen machen Fehler. Das ist also so und dann gibt es Leute, die dann weiß der Mitarbeitende schon, dass er einen Fehler gemacht hat und dann hauen da Leute immer noch drauf und und das war furchtbar.
00:14:46: Unbekannt Also es war auch eine ganz furchtbare, ganz furchtbare Momente für mich, dann so was gespiegelt zu bekommen. Wenn du das dann so ierst wie gehst eigentlich mit Leuten um, Was machst du da eigentlich? Weil zu Hause war ja auch nicht so, ich habe ja meine Kinder auch nicht so behandelt und dann denkst du dir Puh, okay, was? Was macht man jetzt?
00:15:01: Unbekannt Und weil und und da ist das Thema kognitiv denken ja ganz viele Leute Ah ja, okay, ich muss jetzt nur ein bisschen anders sein und respektvoller und dann, dann wird das ja wieder. Das Problem ist das reine Lesen und das das Erkennen, das ist das eine. Aber wie setzt du das in die Tat oder wirklich, wie kommst du da ins Tun?
00:15:22: Unbekannt Was auch die Haltung dahinter, was auch die Haltung dahinter und das ist so ein ganz schreckliches Phänomen, finde ich auch in der Berufswelt. Da gibt es Leute, die reden was von Respekt und Wertschätzung, aber die verhalten sich, da denkst du dir Ja okay, aber dein Verhalten passt jetzt nicht ganz dazu zu dem, was du gerade sagst. Und das ist halt natürlich ein Prozess, da musst du arbeiten, also da musst du an die arbeiten und das waren für mich ganz konkrete Sachen.
00:15:46: Unbekannt Wirklich. Ich habe mir dann jeden Abend überlegt, Wie warst du heute eigentlich zu den Menschen? Und ich habe mir selber Noten gegeben. An welchen Stellen warst du so und wie warst du da und wie war es so da und wie und und und. Irgendwann wird das eben geht es in Fleisch und Blut über, das es, dass es nicht aufgesetzt ist, sondern ich geh auf den Platz, weil ich Spaß habe und wirklich mit Menschen interagieren will.
00:16:08: Unbekannt Mit die Jungs, die Spieler, die dort agieren. Ich habe da Freude mit denen mich auszutauschen und ich. Mir ist es auch bewusst, dass Spieler vielleicht auch mal emotionalisiert sind und auch mal was sagen und dass sie auch mal dagegen sind. Aber was ich dann gelernt habe und das ist eigentlich so, diese Essenz aus all den Sachen, dass man total klar in der Sache sein muss, aber den Menschen herzlich und vernünftig behandelt wird.
00:16:33: Unbekannt Der sagen wir kurze Anekdote Wir sagen aber eine Führungskraft der zwei Seiten Schwert und Herz Seite okay, die da auf der einen Seite die Klarheit haben und auf der anderen Seite die Empathie. Ja, und häufig ist eine Seite zu stark ausgeprägt, entweder nur zu empathisch bis zu viel durchgehen oder hat die zu Härte, was auch mit Familie etc. zu tun hat.
00:16:50: Unbekannt Aber das ist sehr spannend. Ich würde gerne da noch mehr nicht aus nicht interessiert, aber ich habe sofort sehr sehr erst mal selbstreflektiert im Wachstum. Da hattest du ja wahrscheinlich, weil du gesagt hast, dass es schon fast immer so gesehen wurde, es ja von irgendjemand vermutlich so geprägt. Oder hat es der Mentor oder waren es deine Eltern oder war das dein Umfeld?
00:17:09: Unbekannt Also wenn man den Dennis davor sieht, was hat dich zu der Person gemacht die das es erwartet dich dann? Also ich würde schon sagen, dass ich sehr geprägt worden bin durch Jens Carlsen, also der Psychologe, der letztendlich schon diese Botschaft ja auch vermittelt, dass man das mal in der Sache klar, aber den Menschen halt ärztlich und vernünftig behandeln oder empathisch behandeln kann.
00:17:36: Unbekannt Das ist ja so eine Zusammenfassung. Aber letztendlich hat er mit seinen so klaren und greifbaren Beispielen auch mir dazu geholfen, dass ich einfach auch dieses dieses Mindset dann langfristig oder auch diese innere Haltung letztendlich aufbauen kann. Weil am Ende ist es eine Haltungssache Was denke ich über Menschen? Wie will ich mit Menschen umgehen und wie lasse ich auch mit mir umgehen?
00:18:01: Unbekannt Und ganz viele Leute denken ja dann immer Ja, das macht er, um beliebt zu sein. Also das ist ja das was sogar sehr schön sage es mit dem Schwert. Es gibt ja eben Leute, die sehr empathisch sind, die machen das dann natürlich, um sehr viel Nähe und und Zuspruch vielleicht zu erfahren, sind aber dann nicht klar genug, um bei uns, wenn du als Schiedsrichter nicht klar genug bist, dann entgleitet dir ja so ein Spiel.
00:18:24: Unbekannt Aber das ist in der Firma auch so oder gleitet dir halt eben ein Team und nichts anderes ist es bei mir eben auch. Und bei mir war es aber so, dass ich. Das liegt natürlich auch an meiner Größe 1,97. Ich bin natürlich recht groß, habe ziemlich viele Falten damals auch schon und dann wirklich halt sehr massiv. Ja, ja, deswegen nenn mich ja auch manche Freunde anatolischer Verhalten Hund aber das ist das ist dann halt das Phänomen, wenn man so aussieht manchmal aber tatsächlich so du musst dir halt deiner Wirkung bewusst sein, aber gleichzeitig ich mein ich, ich habe halt so ein ehrlicherweise so ein Helfersyndrom.
00:19:00: Unbekannt Ich will Menschen helfen, ich will mit Menschen eine Verbundenheit spüren. Diese Begegnungen letztendlich sind das, was am Ende ja das Leben ja schön macht. Und das gilt für mich auf dem Fußballfeld. Es gilt außerhalb vom Fußballfeld. Und das ist nicht nur ein Job für mich, auf dem Platz zu stehen und sondern eben das ist eine große Leidenschaft und das Leben zu dürfen, Freude zu haben.
00:19:26: Unbekannt Aber gleichzeitig auch mal Ablehnung zu erfahren. Und da hilft mir halt immer wieder auch dieser Satz von Jens Carlsen, der sagte es gehört eben dazu. Es ist ein Teil. Wenn du, ja wenn du Schiedsrichter bist, dann gibt es Menschen, die dagegen sind und bei uns ist es mathematisch ableitbar. Mindestens 50 % sind gegen uns, die wir einfach. Finde ich sehr spannend.
00:19:47: Unbekannt Und vielleicht noch mal rein zu dem, wo das herkam. Hattest du dich da reingelesen, rein gearbeitet oder hattest du auch so ein paar Leute mit den du gemeinsam in dem Bereich gewachsen ist? Also ich habe natürlich erst mal ganz viel reingelesen, kann also alles werden hier reingezogen, was es so gab damals und dann wirklich so weit. Und man muss ja vorstellen, Jens Carlsen war damals schon eine wahnsinnige Persönlichkeit und hat top SEOs beraten.
00:20:17: Unbekannt Und ich war ein junger Schiedsrichter, der.
00:20:22: Unbekannt Zwar in der Bundesliga war, aber ich wieder etwas so 2011, dass mir überlegen jetzt 2025 einfach -14 wird. -14 Oh, jetzt bin ich 47, na ja, dann sieben, da sie da in zwei 33, ja 30, also 33 Anfang 30 sage ich mal und wenn du mit Anfang 30 und was ich halt schon gemacht habe ist, dass ich ähm, dass ich dann auch wirklich aktiv den Kontakt zu Jens Kursen gesucht habe.
00:20:56: Unbekannt Und zwar wollte ich mit dem Ich habe den ich weiß es noch wie so ein Kleinkind. Ich habe dann irgendwann diese die Assistentin und dann die Nummer bekommen usw und dann habe ich dem. Dann habe ich ihm eine Nachricht geschrieben, ob das mal gehen würde, dass wir mal einen Kaffee trinken können. Ich bin Dennis Aitken, ich bin Schiedsrichter, als Fußballschiedsrichter aktiv und dann ruft er mich plötzlich an Wird er Aytekin?
00:21:23: Unbekannt Ich kennen Sie doch. Ich schaue auf Fußball und dann war das halt so ein ICEbreaker. Und dann war mir, da wir uns sofort getroffen und es war einfach ein wunderbarer Austausch. Und es war keine klassische Beratung, sondern wirklich wie so Vater Sohn, also ein voneinander lernen, weil er dann wiederum inspiriert war von den Fußballbeispielen, also von dem, was auf dem Fußballfeld los ist.
00:21:45: Unbekannt Wie, wie Mensch, wie Spieler dann manchmal agieren, wenn sie in bestimmten Verhaltensmuster reinfallen und wie man sie da rausholen. Vor allem jeder Spieler bringt ja auch seine Persönlichkeit mit. Die meisten Fußballer, die sind ja auch von heute auf morgen auf einmal Fußballer geworden. Auch jetzt nicht alle studiert, mit ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen. Alle ihren Prägungen stelle ich mir vor.
00:22:04: Unbekannt Was an jeder Stelle ist sehr individuell und also nicht nur das, was sie, was die Prägung anbelangt, sondern es ist ja auch so, wie geht es den im Moment? Dem Spieler? Weil Weil ganz viele Leute vergessen eine Sache, dass sie Also wenn ein Stürmer die ganze Zeit trifft, dann hat der eine das hat der der selbstbewusst Selbstbewusstsein ich sage mal, das ist eine andere Liga, aber wenn einer um seinen Vertrag kämpft, dann ist das der ist im Überlebensmodus und das musst du also.
00:22:34: Unbekannt Es klingt dramatisch, Überlebensmodus, aber das ist für ihn subjektiv ist es so und weil er halt Familie ernähren will oder wie auch immer seinen Lifestyle halten will oder was auch immer. Das ist ja jetzt ohne Wertung so, ich meine aber am Ende kämpft er um seinen Arbeitsplatz und das, also ich sehe das als meine Aufgabe an, auch da zu wissen, wie ist sein emotionaler Zustand.
00:22:59: Unbekannt Spannend. Nicht, weil ich dann sage okay, jetzt, dem geht so schlecht, jetzt mache ich die Augen zu. Sondern wenn ich die Möglichkeit habe, ihn emotional abholen zu können, in den. Also ich meine, wir reden ja mit den Spielern auch ihr Spiel, wenn ich ihn abholen kann, wenn ich schon präventiv agieren kann, dass er nicht durchdreht, wenn irgendwas passiert, dann ist das meine Aufgabe als Schiedsrichter, als Führungskraft, das da mit einfließen zu lassen.
00:23:22: Unbekannt Und ganz viele achten auf solche Sachen nicht so sehr weit. Also ich vergleiche das mal mit dem Unternehmer. Wir sagen aber, eigentlich hat ein Unternehmer, sollte er sich nicht mal hat gesagt, um die privaten Probleme eines Mitarbeiters kümmern, auch wenn das nicht geht, weil er bringt die trotzdem mit und deswegen vergleicht es da mal so ein bisschen trotzdem diese Empathie zu haben und zu sagen Hey, es war nicht meine Verantwortung, dass es dir gut geht.
00:23:42: Unbekannt Wenn ich dir aber die Hand geben kann, in dem Prozess, dann hilft das weiter. Ich weiß nicht, von welcher Wissenschaftler ich das mal gehört habe. Es gibt ja auch unterschiedliche Formen der Empathie. Also die eine, die wo du dich reinziehen lässt, was dann so förderlich ist und die andere, wo du einfach die Situation zwar erkennst, also die Situation auch wahrnimmst und die einzelnen Bedürfnisse wahrnimmt von der Person und dann auch gut einordnen kannst.
00:24:08: Unbekannt Also sprich, du weißt, okay, da passt. Also irgendwie passt die Performance vielleicht gerade nicht in der Firma, aber du kuckst dahinter. Warum passt sie nicht und kann man eine Brücke bauen, dass man diese Person wieder dorthin bringt, wo sie mal war? Dass es klar ist jetzt als Schiedsrichter ist nicht meine Aufgabe, den den Spieler sozusagen auf so ein Leistungslevel zu bringen.
00:24:29: Unbekannt Das machen die Trainer. Aber ich glaube in Entscheidungssituationen, wenn ich Entscheidungen treffe, die Menschen oder individuelle Personen betreffen, dann ist es schon von Vorteil zu wissen, in welchem emotionalen Zustand ist er gerade? Ich hab sie noch kurz Unternehmertum und dann gehen wir zum Erfolgsweg, zum besten Schiedsrichter bei dir weiter fort. Wir haben gemerkt, das geht so ein bisschen über Übernahme von Verantwortung, weil theoretisch du als Geschäftsführer Verantwortung für das Gesamtergebnis, Wenn du ein Feedback von Mitarbeiter bekommst, ist es, finde ich, so eine Kunst zu separieren.
00:24:58: Unbekannt Was von dem Feedback ist überhaupt meine Verantwortung und was bringst du von dir vielleicht schon mit, weil du zum Beispiel selber schon mehr Wertschätzung berauschten Konflikt da schon hast oder ähnliches und es so ein bisschen zu separieren für den Part, den du verantwortet, auch die Verantwortung zu übernehmen und von dem anderem aufzusagen. Aber das ist ein Paar, das für mich um so eine starke Führungskraft.
00:25:19: Unbekannt Jetzt ging es bei dir weiter. Du hast sie da rein gearbeitet, hast gelernt, verschiedene Person Aufgaben im Austausch gehabt und was hat sich dann in der Praxis geändert? Wie haben sich die Leute anders wahrgenommen und wie war dann der Weg zur Top zwei oder dreimal besser? Steht sie da, der Begriff besser steht sie da. Das ist ich mache das immer nicht ist.
00:25:39: Unbekannt Mir geht es um die Arbeitsweise. Ja, ja, klar. Ich würde dann dreimal zum Stile des Jahres gewählt, aber das ist gar nicht das Entscheidende. Also diese Wahlen ist das eine, aber die Art, wie Menschen dann einem begegnen, daran bist du ja. Also weil der Titel alleine reicht dir nicht, wenn Menschen, die sich dann denken, wenn du dich umdrehst.
00:25:56: Unbekannt Gott sei Dank ist der Weg, weil die Titel alleine sind es nicht, sondern die Art, wie Menschen dann sich verhalten und und da merke ich halt also klar, ich habe dann diesen, diesen, diese, diese, diesen Weg dann gemacht und meine Spiele geleitet. Und während den Spielen habe ich eigentlich ganz einfache Sachen und einfache Elemente in meine Spielleitung eingebaut.
00:26:20: Unbekannt Ich habe angefangen, ganz banal meine Entscheidungen ein bisschen zu erklären, individuell zu erklären. Also überlegt wer steht vor mir, Wer braucht wie viel Informationen in welcher Tiefe? Also einfach diese unterschiedlichen Persönlichkeitstypen, die es ja da auch gibt. Wie in der Firma auch. Man gibt es ja genügend Persönlichkeitsanalysen, nichts anderes ist auf dem Fußballfeld auch da, so ein bisschen tiefer reinzugucken.
00:26:41: Unbekannt Dann so so, der zweite Baustein war schon auch, dass ich angefangen habe, auch die Entscheidungen kommunikativ vorzubereiten. Also wenn du eine schwierige Entscheidung triffst, zu überlegen, wer leidet eigentlich unter meiner Entscheidung? Also diese Frage, die dir zu stellen und wie kriegst du diese Leute an an Bord, Wie kriegst du das abgeholt? Ja, wie kriegst du sie abgeholt und proaktiv schon transparente Kommunikation.
00:27:06: Unbekannt Und da hast du ja viele Möglichkeiten auch auch in so einer Drucksituation, dass du proaktiv und transparent kommunizieren kannst. Und dann schon sich die Frage zu stellen und das ist die schwierigste, der schwierigste Punkt. Welche Werte habe ich eigentlich selber? Und lebe ich diese Werte wirklich auch in meiner Funktion? Und das ist so die Königsdisziplin, die eigenen Werte dann in diese Rolle einzubringen?
00:27:32: Unbekannt Also viele Firmen reden ja von unterschiedlichen Firmen, Werten, aber das ist ja Reden so das eine, aber dann das wirklich dann auch zu leben, das ist so die ganz große Kunst und da habe ich wirklich, also ich, ich ja es zum Beispiel überhaupt nicht, wenn Menschen da um mich rum weinen oder traurig sind. Also Empathie ist bei mir schon massiv ausgeprägt.
00:27:52: Unbekannt Also es ist wirklich, auch wenn ich nicht diesen Eindruck mache, manchmal, wenn mir ein 97 da von den Leuten stößt, da haben die ja manchmal Angst, aber ich. Also wenn jemand, der so traurig ist, es ertrage, ich sehr schwer und da zu überlegen, wie kannst du eben trotzdem empathisch sein auf dem Platz, aber die Klarheit nicht verlieren, Weil wenn du die verlierst, dann hast du als Schiedsrichter halt ein Problem und das hast du auch als Führungskraft.
00:28:16: Unbekannt Und das war dann letztendlich schon so ein so ein Weg für mich, wo ich einfach ganz viel Selbstreflexion, ganz hart auch mit sich selbst ins Gericht zu gehen und zu sagen okay, wie habe ich mich heute in der und der Situation verhalten, Situationen anschauen? Was habe ich in dem Moment gefühlt, als mich ein Spieler quasi getriggert oder oder sage ich mal mich aus der Haut fahren lassen hat?
00:28:42: Unbekannt Das ist ja nicht so, dass du den Schalter umlegt und dann ist es plötzlich so, dass du dich das. Wenn einer was sagt, dass du das nicht angriff als persönliche Angriffe des weil das also Hauptübel war ja bei mir, dass jede Reaktion von dem Spieler habe ich als persönlichen Angriff auf meine Person wahrgenommen und da gibt es ja auch in der Firma ganz viele Leute, wo du ein Satz oder ein Wort sagt.
00:29:02: Unbekannt Sie gehen sofort an die Decke und dieses Thema halt an solchen Themen zu arbeiten, zu gucken, was hat mich dazu, was was? Was hat dazu geführt, dass ich so reagiert habe? Und irgendwann habe ich dann den Kontext geändert. Ich habe zum Beispiel eine Sache, die ich immer mache ist Ist ja nicht so, dass ich jetzt immer durch das Spiel laufe und mich keiner emotional triggert oder so was ist passiert ja trotzdem noch.
00:29:24: Unbekannt Aber ich bin halt viel schneller im Bewusstsein. Also ich bin sofort relativ schnell wieder zurück, raus aus diesem automatischen Denken und Handeln, sondern tatsächlich im Bewussten und und und. Was ich mittlerweile sehr häufig mache ist ich ändere immer den Kontext. Wenn ein Spieler heute was gegen meine Entscheidung sagt, dann denke ich mir nicht meinen, das ist jetzt so ein nerviger Spieler, der mich jetzt irgendwie angehen will, sondern ich denke mir immer, das ist ein Ratsuchender.
00:29:50: Unbekannt Also wenn du so ein wirklich, wenn du so die dir vorstellst Ratsuchenden, dann willst du dem helfen und dann bist du total ausbalanciert, dann bist du nicht aggressiv Und das ist so, das ist so, wie gesagt, da gibt es so unterschiedliche Möglichkeiten oder Methoden, die ich dann versuche für mich um mein, mein Hirn sozusagen zu überlisten. Das ist ja die Kunst.
00:30:09: Unbekannt Wir nennen das immer und ich nenne es immer Trainer. Also immer, wenn es auch Mitarbeiter gibt, der besonders herausfordernd zu führen ist, quasi der Trainer, um so die positive Situation hier auszuspielen. Also genau, ich, die der Jens Korsen nennt es ja immer Insel, der nennt es. Es ist eine Trainingseinheit und wenn du es also noch cool, es ist ja eigentlich im privaten Umfeld, da ist es ja noch schwieriger also also die Leute, die jetzt Kinder haben, die wissen mit Sicherheit, was ich meine.
00:30:40: Unbekannt Wenn du so, wenn also die eigenen Kinder, die provozieren ja manchmal einen unglaublich, vor allem wenn sie in der Pubertät sind und. Und der Kurs hat mir dann auch gesagt, sie ist doch als eine Trainingseinheit, es ist eine Trainingseinheit, du wirst in Resilienz trainiert und und es ist da und es. Also so ist es ja auch in der Firma.
00:31:01: Unbekannt Also unbezahlte Freizeit, richtig, sehr gut, sehr schön ging es weiter, dann wurde es immer besser. Kam es mit den Leuten besser zurecht? Weil mich. Ich finde es unglaublich und ich habe da so einen großen Respekt vor euch Schiedsrichter, wie schnell ihr Entscheidungen treffen. Also werde ich überlege schnelle Entscheidung ist meiner sie immer eine gute Eigenschaft zu haben, aber schnell gibt es ein Unterschied zwischen ich habe drei Sekunden oder halt schnell ist bei anderen Ich habe zwei Stunden oder was hat dir geholfen so enorm schnelle Entscheidungen zu treffen?
00:31:34: Unbekannt Es auch da Man kommt da rein, man lernt es natürlich. Aber eine Sache, die unglaublich wichtig ist und das kann man immer und immer wieder nur strapazieren, ist das Thema der Vorbereitung. Also wir sind ja wahnsinnig gut vorbereitet auf diese Spiele. Also das heißt, wir wissen in der Regel, wie spielen Sie, was für Taktiken, welche wie, wie, wie ist es System, wie ist der einzelne Spieler, Wie agieren sie?
00:32:00: Unbekannt Ist es ein Linksfuß oder ein Rechtsfuß? Schießt er die Freistöße mit dem Linken oder mit den Rechten? Muss ja vorstellen, wenn so eine Mauer dasteht, dann weist sie ja physikalisch. Wenn der den linken Bein schießt, dann kann ein Handspiel nur nehmen. Von mir aus gesehen Linksaußen passieren. Also wir wissen ganz viele Sachen schon. Wir erwarten schon ganz viel, sind immer einen Schritt voraus.
00:32:18: Unbekannt Wir versuchen natürlich auch bestimmte bekannte Muster zu ermitteln, also am Ende, wenn man da in die Entscheidungsforschung guckt, da reden ja die Entscheidungsforscher von Heuristiken. Also wir suchen nach Mustern, um die komplexe Entscheidungen einfacher zu gestalten. Die meisten Projekte in Unternehmen scheitern ja dann, wenn du zu viele Informationen hast und in den entscheidenden Momenten fokussieren sich Leute auf die falsche Informationen und das, was wir machen, das selektiert.
00:32:47: Unbekannt Also wir haben ja auch genau dieses Problem. Wir machen ja dann Fehler, wenn wir uns auf die falsche Information fokussieren. Also suchen wir nach dem Stärksten, nach der, nach dieser stärksten Information. Also eine bewusste Reduktion auf eben diese Heuristiken. Aber am Ende ist es eine Faustformel, könnte man sagen. Also wenn man so einen Vergleich machen möchte in der Berufswelt ist es so, wie wenn gibt es ja viele Manager, die haben nur zwei, drei Fragen.
00:33:12: Unbekannt Wenn sie jemanden einstellen. Also in USA gibt es so einige, die auch so agieren und da gibt es so ein paar Faktoren, die ganz entscheidend sind und so agieren wir letztendlich ja auch auf dem Fußballfeld, in Komplexen und in Entscheidungsmustern, die sehr von von mangelnder Faktenlage geprägt sind. Das ist die Herausforderung, mangelnde Faktenlage. Und wie kann ich mir das vorstellen, Wie viel?
00:33:40: Unbekannt Wenn du zum Beispiel so ein wichtiges Spiel hast, ich weiß das auch. Mann DFB Pokal Finale. Ja, ja, ja wir Wie viel Stunden bereitet man sich vor so ein Spiel? Also es kommt darauf an, wenn man die Mannschaften kennt, dann ist es vielleicht mal eine Stunde, wenn man die Mannschaft wobei selbst wenn man sie kennt, manchmal ist ein Spieler verletzt, dann ändern sie das System oder der Trainer ist wechselt oder was auch immer.
00:34:01: Unbekannt Dann muss er dich auch immer neu vorbereiten. Aber wenn man jetzt international. Früher, da habe ich teilweise zwei, drei Stunden mich nur mit den Mannschaften beschäftigt, mit denen also ganz typisch die Sachen, die relevant für mich sind. Wie fühlen Sie Ihre Standardsituationen aus? Was machen Sie, wenn Sie den Ball erobern? Was machen Sie, wenn Sie den Ball verlieren?
00:34:23: Unbekannt Wie? Wie agieren Sie? Sind lange Bälle kurz? Pass sind ja alle Sachen. Warum? Weil, wenn eine Mannschaft mit langen Bällen spielt, dann muss ich ja die Beine in die Hand nehmen, muss ein bisschen schneller laufen, als wenn sie mit Kurzpass also letztendlich also ist es eine sehr, sehr große und detaillierte Vorbereitung. Du kannst natürlich auch auf die Spielertypen dich vorbereiten und so, du bist wahrscheinlich auch die ganze Zeit drin.
00:34:46: Unbekannt Also wenn du mir sagst, in einer Stunde, dann bisher wahrscheinlich, dann werden wir uns irgendwann kennenlernen. Also wir für die, ja, wir schauen ja auf Fußball. Ja, es ist ja nicht so, dass wir jetzt uns denken och, was für ein Zufall. Jetzt habe ich am Samstag für Sie also die gucken ja auch unter der Woche Fußball. Und letztendlich dominiert das natürlich das Leben, weil man die ganze Zeit damit sich auseinandersetzt.
00:35:08: Unbekannt Neben dem, neben den schnellen Entscheidungen. Was gibt es sonst noch für so 123 Themen, wo du sagst, das macht also neben diesen ganzen Führungspersönlichkeiten, obwohl Entscheidungskraft auch was mit Führung zu tun hat. Aber es sind auch so ein, zwei Themen, wo eigentlich zwischen so ein bisschen fachlich und aber auf Führung ist, wo du als Schiedsrichter extrem gut sein musst, wo eigentlich eher auf einen Führungsposten, also das Thema der Kommunikationsfähigkeit.
00:35:31: Unbekannt Also du musst halt in der Lage sein, variabel zu sein in deiner Kommunikation. Wenn du dann natürlich immer standartmäßig deine Floskeln abspulst und dann merken Leute, der ist aufgesetzt oder macht halt, erzählt immer das gleiche in irgendeiner Form, sondern du musst halt gucken, wie kannst du den Leuten halt individuell begegnen. Auch dann. Gewisse Kommunikationsstärke brauchst du auf jeden Fall.
00:35:57: Unbekannt Du brauchst natürlich seine wahnsinnig hohe Disziplin, weil das ist ja am Ende jeden Tag Training, auch wenn du, wenn der Mann da jetzt keine große Lust vielleicht dazu hat. Aber du musst dich ja selber antreiben, weil du musst ja vorstellen, in so einer Fußballmannschaft ein gewisser Sinn hast als Fußballtraining zusammen mit deinen Jungs und Kameraden, Mädels. Und bei uns ist es so wir sind tendenziell eher Einzelkämpfer, Also wir müssen ja also wir trainieren halt dann jeden Tag alleine mehr oder minder.
00:36:27: Unbekannt Ganz selten haben wir dann auch mal jetzt unter der Woche vor allem, dass mal ein Assistent zu mir die man die wohnen ja alle da eine wo 150 Kilometer weg der nächste wohnt 250 Kilometer weg. Also da bist du jetzt nicht mal eben dahin gefahren und trainierst jetzt mal für eineinhalb Stunden. Also es heißt, du brauchst halt einfach eine neue Disziplin, Sachen zu machen, auch wenn du's gerade nicht willst.
00:36:52: Unbekannt Und das. Das ist natürlich so eine Thematik und dann die ganz große Kunst halt. Aber das habe ich dann erst später so gemerkt Wie schaffst du es wirklich auch, dich mental stabil zu halten, also dass du nicht genau. Also da gibt es ja auch alle möglichen Themen, also jetzt so ganz klassisch, also ganz viele sagen dann Autogenes Training etc. Yoga usw ich mache alle möglichen Sachen, die wo es bei mir auch um das Thema geht, diese Gedanken so ein bisschen wegzubringen von von von Fußball oder von diesem Getriebensein, da ist halt Musik zum Beispiel für mich, die ich leg dann halt ein bisschen für mich selber auf mache hat mich schon kam mit dabei der
00:37:41: Unbekannt Eiweiße, der Deniz ist ja, es sagt ja, ich werde ja ganz häufig als Speaker gebucht und was echt unglaublich ist, ich habe sehr häufig dann Ja, Herr Aitken, können Sie dann also im Nachgang haben wir eine Feier, wir haben gesehen, Sie legen auch auf. Können wir Sie als DJ auch noch wo hören und Aber muss man halt echt.
00:38:00: Unbekannt Ich muss da so ein bisschen das aufräumen, weil eigentlich ich bin nicht nur, ich bin nicht DJ öffentlich, sondern ich hatte halt ein, zwei Auftritte deswegen, weil ein sehr guter Freund und auch Bundesliga Schiedsrichter Timo Gerlach, der dann Festival, da waren 5000 Leute da und dann kam ich irgendwie dazu, dass ich da eine halbe Stunde mal bisschen aufgelegt habe und dummerweise war halt die Bildzeitung da und es wurde dann abgedruckt.
00:38:22: Unbekannt Dieser Schiri lässt oder wie war das, dieser Schiri lässt auch nach der Musik, also nicht nur nach der Pfeife tanzen, sondern auch nach der Musiker. Und war das halt so? Werden gestern Sven von dir, der ist ja sehr gut mit dem DJ Khaled. Vielleicht können wir ja da mal eine Kollaboration. Ja, sehr, sehr viel. Wer sich sicher gut, okay am wir haben einen Generationenwandel werden gestern die ja im EDA die sehr sehr stark im Grenzbereich unterwegs coole Schweizerin, Schweizer Unternehmerin Merkt man da auch einen gewissen Generationenwandel im Fußball?
00:38:56: Unbekannt Und wenn ja, wie? Und was heißt es für dich? Ja, also was man merkt die Jungs sind alle brutal selbstbewusst. Alex Also ich finde sie total eloquent, selbstbewusst, Sie sind weiter. Also ich finde es unglaublich, wie manche Spieler, was sie für eine was sie schon in dem Alter für eine Entwicklung haben. Das ist für mich faszinierend. Natürlich jetzt diese ganzen athletischen, also diese athletische Entwicklung ist auch unglaublich natürlich.
00:39:20: Unbekannt Aber das ist so eben. Das ist natürlich auch, weil Trainingswissenschaft und Medizin einfach so weit, also schon so weit, dass es unglaublich ist, wie schnell die Spieler regenerieren und noch höher, weiter, schneller. Aber so insgesamt habe ich schon. Mir macht es ja also wirklich Spaß, wenn dann so 19 20 21-jährige also mein Sohn ist 18 und wenn wenn ich mir das dann halt angucke, wie sich selbstbewusst sie da schon sind und wie die schon einem mit einem diskutieren und auch wirklich Argumente austauschen und teilweise wirklich auf Augenhöhe finde ich.
00:39:57: Unbekannt Finde ich also mega. Also ich finde es cool. Natürlich muss man aufpassen, dass man jetzt auch bestimmte Leitplanken setzt. Also ich meine, das ist ja meine Aufgabe als Schiedsrichter zu sagen pass auf, in dieser Leitplanke kannst du gerne dich bewegen und mich so und so behandeln, weil respektlos ist verhalten oder dass es das ist. Also das lasse ich natürlich jetzt nicht durchgehen, weil da geht es darum, die Leute müssen wissen, was lasse ich mit mir.
00:40:27: Unbekannt Also was kannst du mit dem machen, bis wohin ist, Wo ist die Grenze? Und diese Klarheit brauchen Leute auf dem Fußballfeld, aber auch eben im Unternehmen. Ja, ich denke, das passt ganz gut zu dem, was wir gestern so zum Thema Führung auch zu Generation unternehmen. Eigentlich auch nicht anders. Die Leute sind anders aufgewachsen, werden mal so ein bisschen in den Zeiten, wo man aufgewachsen ist, in Generationen und da darf ich, ich sage mal, gewisse andere Leitplanken in anderen Bereichen bringen und zum Beispiel merken, Unternehmen geht es noch mehr darum, den Mensch mehr, mehr wirklich Führung auch zu bieten.
00:40:56: Unbekannt Das ist wichtiger geworden, weil halt anderes Umfeld und auch andere Erlebnisse. Wir sind sehr schön.
00:41:04: Unbekannt Du was unternehmerisch oder bist immer wieder unternehmerisch an lief auch parallel bei Unternehmen Verkauf ist aus Langweile entstanden oder aus aus nicht aus aus Leidenschaft. Was war oder wie kam das so nebenbei in der war in Anführungszeichen ja, ist ja so zu der Zeit, wo ich natürlich noch angefangen habe als Schiedsrichter und dann in die Bundesliga kam, war es so, dass wir parallel fast alle noch gearbeitet haben.
00:41:32: Unbekannt Und ich wollte immer unabhängig vom Fußball sein. Also es sind ja so viele Herausforderungen wie Du kannst verletzt sein, du kannst mal eine schlechte Phase haben und dann kriegst du keine Spiele. Und wenn du abhängig bist, finanziell nach wie vor Fußball, dann ist es schon eine große Herausforderung. Und deswegen habe ich dann irgendwann angefangen und wir haben dann mit einigen Freunden zusammen auch online Firmen aufgebaut, die dann auch, also also verkauft.
00:41:59: Unbekannt Und jetzt bin ich immer noch unternehmerisch aktiv und tätig. Jetzt geht es immer mehr in so Richtung. Natürlich dadurch, dass ich ganz viel mich mit Wissenschaft, aber auch mit Fußball beschäftige und dann diese ganzen Leadership Inhalte eben teilweise als Bike auf der Bühne, aber auch dann in unterschiedlichen formaten. Ich überleg halt, wie kann ich Leadership Inhalte eben so vermitteln, dass Menschen dann ins Tun kommen und nicht nur das theoretische Wissen haben, sondern sich an den entscheidenden Momenten vielleicht an die Impulse erinnern.
00:42:33: Unbekannt Und in dem Segment mache ich immer ziemlich viel und ich habe ja und das ist ja auch zum Beispiel 111 Herausforderung jetzt für mich gewesen. Ich habe ja dieses Jahr vor zwei Monaten dann also für mich beschlossen, dass dieses Jahr mein letzte Saison wird. Also wir haben ja keine Altersgrenze mehr. Aber dieses bewusste Loslassen von etwas, was man liebt, das ist unglaublich.
00:42:57: Unbekannt Das ist auch eine wahnsinnige neue Identität, die, was ich auch ein bisschen schaffen darf, absolut. Es ist, es ist so eine unglaubliche, ja auch für mich eine unglaubliche Reise. Und was ich lernen durfte, weil man plötzlich ganz bewusst sagt okay, ich könnte irgendwie noch weitermachen, noch 123 Jahre oder wie viel auch immer, aber jetzt bin ich sieben 40, ich werde 48, dann nächstes Jahr, wenn die Saison vorbei ist.
00:43:24: Unbekannt Und es gibt eben mehr als nur Fußball. Und jetzt kann man sagen aber wie kann man denn aufhören? Ist doch Wahnsinn und ist auch deine Leidenschaft. Aber ich habe festgestellt und das ist so was auch ein ganz großer Schmerz zum Beispiel in mir ist es, dass ich natürlich durch dieses Fußball getrieben sein und immer weiter und immer höher und da noch was und da noch was.
00:43:46: Unbekannt Du schaffst dann halt manchmal eins. Nicht dass du die Menschen, die um dich rum so wertvoll sind, die Familie, Kinder, Freunde, Du vernachlässigst die, weil du zwar was machst, was totale Leidenschaft ist, aber auf der anderen Seite vergisst du vielleicht diese Säulen oder du fliegst halt. Diese sollen dann nicht so, wie man sie hätte pflegen sollen. Und das sind so schon Momente, wo ich mega also mit der Tochter habe ich eben nicht so zum Beispiel eine gute Verbindung, wie ich sie mir vielleicht wünschen würde.
00:44:15: Unbekannt Ja und das ist dann der Preis und den Preis. Man zahlt einen hohen Preis für manche Bereiche und sehen Leute nicht. Und diese Bewusstsein auch bei Menschen zu schaffen, die jung sind jetzt und sagen okay, man muss wirklich auch, man darf auch gerne alles tun für den Erfolg und für das Weiterkommen. Aber wenn du halt dein ganzes Leben auf eine Säule setzt und diese Säule anfängt zu bröckeln, dann bricht alles auseinander.
00:44:42: Unbekannt Und ich habe Gott sei Dank, dass noch so rechtzeitig diese weiteren Säulen im Leben und die eine Säule war eben die Firmen, die die Selbstständigkeit, das Unternehmertum, die andere Säule, das Schiedsrichterdasein, die Schiedsrichter, die Familie, Freunde. Also es gibt so viele unterschiedliche Elemente im Leben und da war das eben jetzt für mich meine Herausforderung zu sagen, ich möchte jetzt selbstbestimmt sagen, Ich mache das, ich bring das jetzt sauber zu Ende diese Saison, und dann wird mich nicht an anderen Sachen, anderen Projekten und, und und Auch da mit großer Leidenschaft und in der Hoffnung, dass man dann eigentlich aus den Fehlern, die man selber gemacht hat, dass andere Menschen schneller lernen.
00:45:26: Unbekannt Das ist eigentlich das, was man, weil es geht nicht darum niemand interessiert sich was man also diese diese Titel und sonst was usw das interessiert am Ende gar keinen, sondern es ist, wenn ich auf mein Leben, also wenn ich jetzt auf die Schiedsrichter Karriere zurückschaue, was ich insgesamt auch auf das Leben und auf das Unternehmertum, was ich schon alles für Fehler gemacht habe und daraus kann man das meiste, glaube ich lernen und den Menschen weitergeben und weniger dieses macht es so, macht es so und ich bin der Superstar oder sonst was.
00:45:56: Unbekannt Das stimmt und ich glaube, das machst du auf eine sehr besondere Art und Weise. Ich hätte dich gestern, ja heute auch ganz auf dem Toparbeitgeber Kongress hatte dich schon angekündigt und habe gesagt, wir hatten schon viele Personen auf der Bühne Dirk Nowitzki, Uli Hoeneß, Bastian Schweinsteiger, Michael Ballack. Auf den es freue ich mich besonders sehr, weil ich das sehr schätze.
00:46:14: Unbekannt Auch genau diese offene Art, das macht für mich auch einen starken Geschäftsführer aus, der auf diese reflektierte Art und Weise hat, aber trotzdem mit der Passion der Leidenschaft sein und dem seine Vision voranzubringen. Du hast ja viele Sportler kennengelernt und ich glaube, die lernt man auch auf eine gewisse Art und Weise. Immer mehr kennen sie immer wieder Sie, der auch viele Trainer, viele Persönlichkeiten.
00:46:37: Unbekannt Und ich finde, es gibt im Fußball auch viele Leute, die Also ich hatte das Glück, im Jugend Fußball mal so ein paar Jahre mit Joshua Kimmich sehr gespielt haben sie wirklich sehr besonders auch als Person finde. Hast du so einen Trainer, einen Sportlern, den du sagst es wahrscheinlich viele. Wäre ja so ein Trainer, ein Sportler, wo du sagst, die haben mich als Persönlichkeit nicht vom Sport.
00:46:57: Unbekannt Ich frag jetzt nicht Ronaldo oder mich, sondern von der Persönlichkeit besonders beeindruckt. Ja, also wenn wir jetzt in Deutschland gucken, ist aus meiner Sicht so ein Christian Streich ist wirklich eine außergewöhnliche Persönlichkeit, weil ich seine Leidenschaft und diese positive Verrücktheit für den Fußball, aber auch gleichzeitig außenrum die gesellschaftliche Verantwortung, auch die Themen, die er adressiert an die Werte, die er eben auch lebt, aber auch eben auch in der Öffentlichkeit kundtut, offensiv kundtut, finde ich bemerkenswert.
00:47:35: Unbekannt Und es war immer ein er hat ja dann aufgehört auch selber dann irgendwann und und es war immer ein wunderbarer Austausch in den Spielen, auch wenn man mal in der Sache zwar diskutiert hat, aber es war immer danach hat man sich immer die Hand gegeben. Und wenn ich einen Fehler gemacht habe, dann habe ich gesagt, ich lag daneben und es fand er auch gut.
00:47:54: Unbekannt Und wenn er dann mal drüber war, dann hat er was. Es war immer bemerkenswert. Ein toller Austausch und. Aber wie du sagst, es gibt ganz viele tolle Persönlichkeiten im Fußball, die, die ja auch auch in einer Vorbildfunktion dann da draußen unterwegs sind. Die mich faszinieren und begeistern. Und auch eine aus der Sportler Seite, wo du sagst aus der Sportler Seite.
00:48:20: Unbekannt Also so als aktiver Bruder auch aktiv gerade nicht mehr aktiv, den du miterlebt hast. Also ich meine, Thomas Müller kennt ja jeder, natürlich. Aber ich finde seine Lockerheit, die er ausstrahlt, aber auch wirklich dann auf dem Platz lebt, das hat was so von. Das ist so erfrischend erfrischend für den Fußball auch, dass man die Leute kennen ihn ja natürlich von von vom Fernsehen.
00:48:46: Unbekannt BILD Und bei mir ist es halt so wenn ich.
00:48:51: Unbekannt Wenn man dann in der Interaktion mit ihm ist, dann ist es schon auch seine Art, seine lockere Art, die tut dem Fußball gut oder der, dem in der Bundesliga auch der Bundesliga gutgetan. Jetzt macht das ja noch ein paar Jahre, glaube ich. Bei den White Caps ist ja jetzt mittlerweile Vancouver, weil es aber noch mal es ist jetzt eine persönliche, es gibt so viele wie man Mats Hummels Unglaubliche Persönlichkeit, ganz toller Austausch.
00:49:19: Unbekannt Ich meine Toni Kroos. Das sind alles so unglaubliche Spieler, Persönlichkeiten gewesen, mit denen man in irgendeiner Form dann interagiert hat. Und jetzt könnte man da wieder noch ganz, ganz viel wirklich eine große Latte an, aber jeder hat so seine eigene Persönlichkeit und das finde ich so angenehm, dass man mit solchen Menschen dann eine Begegnung hat und dann Jeder hat für sich eine Respekt.
00:49:48: Unbekannt Man respektiert sich eben. Jeder weiß, ich mache meinen Job und die machen jeden Job und die erwarten ja auch nicht von mir, dass ich jetzt, nur weil man jetzt einen besser kennt im Sinne von man, die sich mit ihm länger unterhält oder austauscht. Da erwartet ja keiner, dass ich dann sag Ey, wirklich so ein Freistoß mehr, ja oder wieso noch keine Gewalt jetzt mal?
00:50:08: Unbekannt Und das finde ich so höchst angenehm, dass man merkt, das ist ein ehrlicher, vernünftiger Austausch und da ist nicht dahinter irgendwie, welchen Vorteil kann ich mir jetzt daraus ziehen? Und aber die seit. Wir haben ja auch vorhin über jüngere Spieler gesprochen und auch da gibt es so viele, wo ich sage okay, das ist cool, dass man einfach so eine ähm ja, in so einer, in so einer in dieser Fußballfamilie ein Teil der Fußballfamilie geworden ist, auch als Schiedsrichter.
00:50:37: Unbekannt Und das ist das, was rückblickend, wenn ich auf die Karriere guck ist, dass dieses Gefühl zu haben, ich bin ein Teil der Fußballfamilie. Und wenn Spieler jetzt teilweise in meine Kabine kommen, jetzt schon, weil sie wissen, dass ich aufhöre und nach deren Spiel, ich habe jetzt schon zweimal gehabt, wo sie dann kommen und sagen Du, kannst du nicht aufhören, dann ist es schon echt wirklich eine Wertschätzung und da und das überwiegt alles andere an irgendwelchen sonstigen Titeln, Bezeichnungen oder sonst was, denn ich finde das ein sehr schönes Schlusswort.
00:51:12: Unbekannt Ich sage Ihnen im Danke werden auf jeden Fall noch zwei von den Büchern verlinken. Die sind sehr lesenswert, die nehmen wir einmal mit dazu. Ich sag vielen, vielen Dank für die ganzen Einblicke. Ich glaube, du bist eine Inspiration für viele Führungskräfte und auch für viele zu sehen, dass Führung einfach ein Handwerkszeug ist, das auf der einen Seite faktische Handwerkszeug sind, ein Stück persönliche Entwicklung, ein Stück Umfeld, sodass man da einfach für sich den richtigen Weg findet, den stimmigen Weg.
00:51:37: Unbekannt Und ich sag Riesen danken es richtig Viel Spaß gemacht und ich gebe dir noch das das letzte Wort. Ja, vielen Dank für die Einladung, Felix. Ich also ich habe ja immer relativ viele Einladungen zu Podcast, aber ich mache die weniger und ich muss sagen, selten so einen angenehme so ein gutes Gespräch gehabt, weil auch diese ganze Business Perspektive und da merkt man halt auch bei dir, dass du in dieser Welt lebst, dass ihr dieses Thema Führung einfach mit einer gewissen Leidenschaft auch lebt und auch den Menschen irgendwie weiterhelfen wollt.
00:52:09: Unbekannt Und das ist so für mich auch das was das Entscheidende, dass man eben wirklich das, was man macht, mit großer Leidenschaft macht. Und das spürt man bei euch auch. Und deswegen danke für die Einladung. Vielen Dank. Und wenn ihr Lust habt, dass wir noch mehr solche tollen Gäste haben, helft ihr uns, wenn ihr den Kanal abonniert, vielleicht auch mal weiterleitet an jemand, der den Deniz schon immer gefeiert hat.
00:52:28: Unbekannt Unser okay, das musste mal anhören oder der irgendwas auch richtig blöd fand in dem Podcast auch dann weiterleiten ist auch noch. Oder wenn ihr eine Frage Abdul in den Podcast euch mal wünscht, auch das gerne teilen. Und dann sage ich mal bis ganz ganz bald und morgen aus Hamburg. Das war der Toparbeitgeber Podcast Personal und Führung im Fokus.
00:52:45: Unbekannt Wenn du personalstrategisch und führungssystematisch aufstellen willst, dann bleib dran. Der Top Arbeitgeber STANDARD Ist das neue normal und du bestimmst, ob dein Unternehmen dazugehört.
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