Wie Georg Kofler ProSieben aufbaute und was Unternehmer heute daraus lernen können
Shownotes
In dieser Folge des TOP Arbeitgeber Podcasts tauchen wir mit Dr. Georg Kofler tief ein in eine Unternehmergeschichte, die man sich so nicht ausdenken könnte: vom Südtiroler Politikwissenschaftler zum Architekten von ProSieben, vom Angestellten im ÖRF zum Börsengang eines Milliardenunternehmens.
Georg erzählt, warum er mit 29 seinen sicheren Job beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk aus Prinzip gekündigt hat, wie er über Leo Kirch mitten in die Geburtsstunde des Privatfernsehens in Deutschland gerutscht ist und wieso er mit 31 die Verantwortung für einen fast insolventen Sender übernommen hat, den kaum jemand ernst genommen hat. Er zeigt sehr konkret, was es heißt, „Geschäft im Bauch statt im Kopf“ zu haben: entschlossen sein, Risiken wirklich zu tragen und eine Vision so zu verkörpern, dass andere mitziehen wollen.
Wir sprechen darüber, wie aus einem Nischensender ein Milliardenunternehmen wurde, warum Kofler konsequent auf junge, hungrige Teams gesetzt hat und keine „beamtenmäßige“ Mentalität im Unternehmen duldete. Du erfährst, wie er Werbekunden persönlich überzeugt, ProSieben an die Börse gebracht und Investoren mit seiner Begeisterung und Klarheit regelrecht angesteckt hat, ohne in leeres Marktschreien zu verfallen.
Hör rein, nimm Dir die ehrlichen Learnings mit und entscheide, ob Du Dein Unternehmen wirklich als Abenteuer führst oder nur verwaltest. Teile die Folge mit anderen Unternehmern, die gerade vor großen Entscheidungen stehen, und abonniere den Podcast, wenn Du den TOP Arbeitgeber Standard in Deinem Unternehmen Realität werden lassen willst.
Transkript anzeigen
00:00:00: Unbekannt Ich sage immer Geschäft im Bauchraum, nicht um den Kopf. Er hat das du riskierst das entschlossen sein musst und das von einer Idee überzeugt haben und dass du begeisterungsfähig sein muss. Ich kann auch nur allen Leuten sagen, wenn sie eine Idee haben. Wenn man das Innerliche sich aufbaut, dann ist es auch glaubwürdig für dich selbst und für den anderen auch.
00:00:21: Unbekannt Ein herzliches Willkommen zu einer weiteren Folge vom Toparbeitgeber Podcast Personal und Führung im Fokus. Ich habe heute einen wunderbaren und sehr tollen Gast hier und zwar den Dr. Georg Kofler. Schön, dass du hier bist, lieber Georg, und freue mich, hier zu sein. Moin Moin! Hahahaha Georg, stell dich doch mal ganz persönlich kurz vor, wer du bist, was du heute so machst.
00:00:42: Unbekannt Bevor wir gleich auf deine Historie eingehen und ein paar Details herausarbeiten. Ja, also ich heiße Georg Kofler, spreche zum Publikum, bin 68 Jahre alt, geborene Südtiroler und aufgewachsen Südtirol, daher mein Akzent. Auch.
00:01:01: Unbekannt Habe Publizistik und Kommunikationswissenschaft Wissenschaften studiert, war ein bisschen in der akademischen Welt, wurde halt mal hier Professor für Politikwissenschaften werden. Bis ich bemerkt habe, dass man als Wissenschaftler ja immer so auf der Zuschauerbank sitzt und die Dinge analysiert, die andere machen. Und da habe ich den Entschluss gefasst Ich muss selber aufs Spielfeld und bin dann also ins Fernsehgeschäft eingestiegen, beim Österreichischen Rundfunk.
00:01:27: Unbekannt Da hat mich der, den er nannte, dann der Bacher sozusagen entdeckt. Und da hat es mir auch sehr gut gefallen, bis ich festgestellt habe, dass die Verbindung zwischen die. Ich würde fast sagen, die Kungelei zwischen Politik und öffentlich rechtliche Routine derart eng ist, dass mich das sehr gestört hat, weil mein Generalintendant dann abgewählt worden ist, weil er nicht den Wünschen des damaligen SPÖ Bundeskanzlers hier entsprochen hat in einer Person hat mich so empört, dass ich stante pede gekündigt habe.
00:01:59: Unbekannt 29, hatte keinen neuen Job, aber es hat sich ein bisschen herumgesprochen, dass da Kofler ganz unsicher Kerl ist. Und da hat mich ein gewisser Leo Kirch angerufen und mich gefragt, ob ich ihn morgen in Rom treffen könnte. Und ich war in Wien und habe heute Abend und ja, ich versuche das natürlich, aber dann auch in Rom. Und da saß er dann zusammen mit einem gewissen Silvio Berlusconi am Tisch.
00:02:25: Unbekannt Maxwell, Jerome, du. Und die haben über die Schaffung einer europäischen Gesellschaft für Kinoproduktion und Produktion von Fernsehserien und Du als Folge gehört dann gleich gesagt Übersetze mal, weil bist du ja weil die Herren waren so, das Englisch ist nicht ganz mächtig, also italienisch gar nicht aus meine Zeit der Muttersprache Italienisch, Deutsch, Deutsch, Englisch, Deutsch, Italienisch habe ich gedolmetscht.
00:02:51: Unbekannt Also kam ich zum Leo Kirch und wurde da sein Büroleiter. Wir sprechen hier so über das Jahr 87 88 und das war dann so die Aufbruchzeit des Privatfernsehens in Deutschland. Nach einer intensiven ideologischen Diskussion. Soll man denn Privatfernsehen überhaupt einführen in Deutschland der Linken, also von der SPD? Und noch weiter links alle Total acedia Theater, das heißt was, was gab es da vorher zu der Zeit nur das Monopol von ARD und ZDF okay, aber kein Privatsender.
00:03:20: Unbekannt Okay, okay. So und das war dann eben so, dass es zwei Sender gab, ARD und ZDF plus die dritten Programme und die Programme sendeten so ungefähr am Werktag so bis elf 11:15. Dann wurde das deutsche Volk unter Abspielen der deutschen Nationalhymne ins Bett geschickt. War und da und am Samstag war es ein bisschen länger, vielleicht so 00:30. Kann man sich vorstellen.
00:03:43: Unbekannt Ja, ja, genau. Und ja also. Und ich kam eben quasi in eine Geburtsphase des Privatfernsehens da hinein. Und dann, eines Tages kam einer, ein vermögender Unternehmer aus Mönchengladbach, zu Kirch und sagte Ich habe also ein Sender, den finanziere ich. Er heißt Eureka Television, aber ich verliere da so viel Geld, und ich hab keine Ahnung. Ich suche einen professionellen Partner hier aus der Medienwirtschaft.
00:04:08: Unbekannt Ich wusste das natürlich schon alles voraus. Ich war natürlich dabei, so wie bei den meisten Terminen hier mit Leo Kirch. Und dann und da habe ich mir pocht das ist jetzt das Ding hier, das da gibt es noch eine Chance, einen neuen Sender zu machen als Regie, um die Monetarisierung von einem Fernsehsender nicht monetarisieren. Und da ging es überhaupt erst mal um die Sanierung.
00:04:32: Unbekannt Der stand kurz vor der Insolvenz und dann und aber auch hat er ein hoffnungsloses Programmangebot. Also so ein Stück Nachrichtensender oder ein Stück alltäglicher Begriff. Heute sagen ja so und und also mit viel Personal und alles gut gemeint, aber in dieser ersten Zeit auch mit ganz wenig Reichweite, also schlicht nicht überlebensfähig. Ja so, und es gab damals auch die gängige Meinung, dass sogenannte Medienexperten, dass der deutsche Markt nicht mehr als zwei private Vollprogramme tragen könnte.
00:05:08: Unbekannt So, und die gab es ja schon mit RTL und mittlerweile ja also ein dritten Fall. Sie sind eigentlich so und so und ich war aber so überzeugt, dass man noch einen Sender machen könnte. Neben all diesen deutschen Programmen, der mehr auf internationale Serien das Stichwort Simpsons und und und Spielfilme setzt. Und ich wusste auch, dass im Archiv von Kirch sehr viele davon waren, die, die öffentlich, die seine Kunden, seine wichtigsten Kunden waren ARD und ZDF.
00:05:37: Unbekannt Und da war natürlich in der Redaktion viele Leute, die am Vergleich das ist nicht das Niveau, das wir brauchen einen breiteren sich als quasi Volks Erziehungsanstalten, Gebühren und und und. Und Da haben wir also abgelegt und ich hoffe, dass sie tolle Unterhaltungsprogramme hat da wir machen meine Sender so und um es kurz zu machen ich wollte dann dieses Sender, also dass wir erstes einsteigen, also Kirch Family und dass sie sich die Frage ja wer soll denn jetzt diese Sender für mehr.
00:06:05: Unbekannt Und also für mich in meinem Innersten war klar, den muss ich machen, den will ich machen. Aber ich war 31 und hat natürlich noch Führungserfahrung. Jeder Berater vielleicht ja auch, hätte gesagt, Nee, also nicht so komplexe Situation in so einer komplexe Situation. Medienpolitisch komplex, wirtschaftlich komplex. Ja, so ein junger, unerfahrener Bursche, wie geht das? Und dann der mit Na ja, aber du hattest ja bei dem Leo Kirch ja wahrscheinlich Führung erlebt, oder?
00:06:32: Unbekannt Jetzt aber vor allem dieses Unternehmen, weil ich viel, ähm, habe ich von ihm inhaliert, so er sagen, dass du riskierst, dass entschlossen sein musst und das von einer Idee überzeugt haben und dass du begeisterungsfähig sein muss. Ja, wenn du selbst nicht begeistert bist, wie will für andere begeistern. So und so und kurze Anekdote Wir waren da in im Head vor davor Kirchen, Unterföhring und ich aus einem Büro.
00:06:57: Unbekannt Na da bin häufiger mal zum Mittagessen hier nach Hause gefahren, nach München, Bogenhausen. Und da musste ich immer über eine Bahn schreiben, die S Bahn von München zu Flughafen München. Und da kam das so vor, das ahnte die bauen und dann sagt da so, also wir waren so eher zu mir. Kofler ich Kirch, Sie agieren ja zeigt er Cover an wie wär's denn, wenn wir den dicken Schmidt zum Geschäftsführer von den Nutzern stell?
00:07:26: Unbekannt Ich mir ist also eine eine Hitze, weil der in mir sagt Das können Sie doch nicht anders. Meine Dickes mit sexy, Ja, wie soll der einen jungen international Unterhaltungssender präsentieren? Wie soll der zu den Werbekunden fahren? Billiger, völlig unglamourös und ja, ja und und und Da sagte ja, hätte Kuwait eigentlich gar nicht so auf Ja, komm am Montag vermisst, bloß auf Freitagmittag, komm zu mir ins Büro und und mach mir besseren Vorschlag.
00:07:55: Unbekannt Ja so und ich am Wochenende hatte was, Wie mache ich das? Und weil und da habe ich so richtig den Entschluss gefasst und in mir gespürt, also entweder es geht so oder dann geh ich und so wie wir das und das hätte ich, hätte ich fast einen riesen Vertrauensverlust gesehen. Auch wenn er mir das nicht zugetraut hätte. Am Montag um neun ins Büro seit der Kirch haben wir das überlegt.
00:08:20: Unbekannt Vielleicht überrascht dich nicht, aber ich bin entschlossen. Das mache ich. Würde das gerne machen. Ich weiß, alle Ihre Berater würden sagen, Jeder Mann mit 31, der ist zu jung dafür. Das kann es vielleicht nicht. Aber ich. Ich möchte dir sagen, ich spüre, dass ich das kann. Und setze sie jetzt auf mich. Sie werden es nicht bereuen. Und ich habe das noch.
00:08:39: Unbekannt Fotograf war wohl ja. Gelassenheit. Ja, ja, ja, ja, ich war innerlich. Würde. Ich kann auch nur allen Leuten sagen, wenn sie eine Idee haben und das quasi, wenn man das Innerliche sich aufbaut, dann ist es auch hier glaubwürdig. Für dich selbst und für den anderen auch. Ja, aber du musst selbst erst mal diese Energie in dir spüren, dass du das willst und vor allem auch das zu tun, dass du es kannst.
00:09:02: Unbekannt Und ich kann dir nicht genau erklären, wieso ich das Gefühl habe, dass ich das kann. Aber ich fühlte, dass ich das kann. Ja, und das ist genau der richtige Zeitpunkt. Und dann hat sie mir gesagt okay, Konflikte macht das so und sogar mit Typen. Was eine nette Geschichte an dazu gesagt, dass du da sei der Pastor. Da hat sie leider fast alle danach dann aber geht ist ja 30 Jahre Islam bei ProSieben ist wirklich total hier gewachsen und und war ein großer Erfolg und.
00:09:31: Unbekannt Aber wie war denn so diese Anfangszeit? Ich meine, hast du jetzt gesagt So, ich mach das, Du hast es da wahrscheinlich noch nicht so, du hattest nicht die Erfahrung, den Plan, Du hattest nur das aufgesagt. Wie? Wie ging das denn so? Du musst dir einen. Den einen Punkt erzählen. Dass Kirch nach Kirch war. Mein Großer. Unternehmerisch am Ende.
00:09:50: Unbekannt Ja. Und da haben ich natürlich immer wieder mal so zu Abendessen mit amerikanischen Presidents von Warner oder so mitgenommen, um quasi den jungen hier Fernsehsender, erfolgreiche Fernsehsender, Chef auch ein bisschen vorzuführen zu sagen Ja, basta. Kofler Wenn wie man so und dann hat er immer so erzählt ja, also der Kofler, der hat mich praktisch gezwungen, dass ich ihn da zum Geschäft.
00:10:11: Unbekannt Denn stellt euch vor, er fährt nicht zu mir nach Hause zum Mittagessen, und es gibt bei uns hier in die Sitze und er und ich habe gesagt Kofler, wie wär's denn, wie wir? Denn Niekisch wird ja zum zum zum sind, was er machen. Wir. Da Kovats einen Wutausbruch bekommen, ist mitten auf dem Gleis stehengeblieben, und ich habe gesagt Okay, Kofler, komm vorbei, da du kurz Geschäftsführers und fahr bitte schnell weiter immer fährt, ist erst mal hat natürlich großes Gelächter, wer da soll.
00:10:40: Unbekannt Das war der Punkt da so und ja und ich fand es dann natürlich vor großen Herausforderungen da, aber es hat sich alles so bei mir so intuitiv dann angefühlt. Ich musste die Anzahl der Mitarbeiter von damals 160 auf 40 habe ich dann gesenkt und bin ich heute stolz auf ohne irgendeinen Prozess, habe mit Klarheit und Wahrheit allen gesagt, dass ich einen ganz neuen Sender mache, dass ihre Beschäftigungsprofile gar nicht mehr gefordert sein würden, dass ich Ihnen ehrlich gesagt keinen adäquaten Job anbieten können und ich Ihnen hier einen einvernehmlichen und wie es irgendwie geht großzügigen hier eine Aufhebung des Arbeitsverhältnisses mache.
00:11:23: Unbekannt Und dann habe ich das also wirklich fast seriell gemacht. Die standen mit jedem individuell gesprochen. Meine Sekretärin war da und da habe ich dann durchgegeben, es war also vorbereitet. Die Zahl 3500 auf dem Markt wird also die Abfuhren finden und sagen und und Nein, das da habe ich mich auch gar nicht groß mit Arbeitsrecht beschäftigt. Ich habe gedacht, ich muss mit allen mich emotional so verständigen, dass die mich verstehen, dass sie eigentlich ja gar keine andere Wahl habe, sie mir zu sagen.
00:11:52: Unbekannt Nein, es geht nicht weiter. Und so ist das eigentlich wirklich prima hier in den Umständen entsprechend, hier prima gelaufen und ich glaube, es haben sich alle fair behandelt gefühlt und auch wertgeschätzt gefühlt. Na, da bin ich, der ja sagt so, euch brauche ich nicht mehr und und und. So ganz im Gegenteil, ich habe mich versucht, in jeden hineinzufühlen und ja und muss sagen und kürzlich ist bin jemand bei jeder gesagt, der Kofler selber sich sicher nicht mehr an mich erinnern, aber ich war damals in diesem bei Eurogate TV und sie haben mit mir ein Abfindungsgespräch geführt und haben gefragt, wie es mir geht und was ich so vorhabe.
00:12:32: Unbekannt Da habe ich gesagt, dass ich jetzt heirate und eigentlich nächste Woche hier wieder Wochen waren. Und dann haben sie zu mir gesagt hat, dass wir okay, dann würden sie aber 1.000 € extra, weil mag ja dass der Markt jetzt dafür oder da und dann gesagt das habe ich nie vergessen und. Und sie sehen also wenn auch die Überführung reden ja dann ist diese ist Empathie schon etwas ganz Zentrales und eine Brücke die der Emotion.
00:12:57: Unbekannt Dann kann man auch schlechte Nachrichten überbringen, wenn man sie ehrlich und ohne Beschönigung, aber eben auch etwas einfühlsam, ja, so, und dann hatten wir natürlich eine große Herausforderung technische Reichweite. Also ich hatte ja Programme, aber es gab damals terrestrische Frequenzen und die Verbreitung war war fast nur über den städtischen Frequenzen möglich. Kabel war am Anfang, Satellit noch gar nicht da.
00:13:25: Unbekannt Und die Direktoren der öffentlich rechtlichen, die technischen Direktoren, der öffentlich rechtliche Herrscher Landschaft? Nö, Frequenzen gibt's nicht. Alle brauchen wir, weil wir haben ja den Auftrag hier Vollversorgung für alle Bürger die sie brauchen, alle Frequenzen. So nach und nach wurden dann zwei nationale terrestrische Frequenzen freigegeben, ausgeschrieben und natürlich bekam die Sat eins in den christdemokratisch regierten Bundesländern also Rundfunk ist Ländersache in Deutschland und RTL in den sozialdemokratisch regierten Bundesländer.
00:13:55: Unbekannt Deswegen ist Erdöl von Luxemburg nach Köln Dahlem gezogen, nachher wieder zurück. So was mit mir übrig war echt schwer. Dann kam der erste direkt empfangbare Fernseh Satellit Astra. Heute eine Selbstverständlichkeit und ich habe mich dann mit dem Geschäftsführer getroffen und und gesagt hat Wie wäre es denn, wenn ich erst das bräuchte, euch, er und so? Also kurzum, ich wurde mal so mit diesen Satellitenschüsseln und diesen Receiver, da diese ja aggressiver einfach nur so und.
00:14:30: Unbekannt Und so wurde also ProSieben der erste Kunde von Astra und damals haben alle gesagt ja, hier, wer setzt sich denn das so eine, so eine Satellitenschüssel aufs Dach? Aber die Architektenverbände haben gesagt Oh, das ist Verschandelung hier bei der Oder. Häuser usw Ja und? Und dann begann allerdings der Siegeszug des des von Astra und das Satellitenfernsehen und das Kabelfernsehen.
00:14:55: Unbekannt Und so stieg die Reichweite immer an und dann hatten wir das große Glück der deutschen Wiedervereinigung.
00:15:01: Unbekannt Wo wir so zu den ersten Profiteprofitieren gehörten denn die DDR Leute, die Ex DDR Leute waren natürlich ganz heiß auf Privatfernsehen und da und die waren nicht so konditioniert, ARD und ZDF zu schauen, sondern die waren offener, ja, die waren offener. Da war also von Anfang an Pro7 irgendwie gleichberechtigt mit Alve, ZDF und den dritten Programmen. In Deutschland hat auf lange gebraucht, bis wir da in den immer Gewohnheitsnutzungen einen ähnlichen Stellenwert eingenommen haben.
00:15:35: Unbekannt Bei den Jüngeren schon. Bei den Eltern hat das lange gedauert und ich hatte da eine große Kampagne gemacht ProSieben auf die sieben Jahre ProSieben, auf die das sie und und und. Ja, bin da auch mit meinem technischen Direktor rumgefahren hier durch diese DDR der letzte, der war eine richtige Erschließung von Infrastrukturen ja auch notwendig. Satelliten geht halt leichter.
00:15:58: Unbekannt Ja, ja, genau, wo wir erst an die Kabel kamen, über die so was der da auf so richtig Strom fernsehen. Und deswegen bin ich dann gleich mit meinem technische Direktor hier durch die damalige DDR oder den neuen Bundesländern für sie dann Lande gefahren. Und zwar nicht auf der Autobahn, sondern auf den Straßen und haben angeklopft und mich vorgestellt.
00:16:18: Unbekannt Kofler auf dem Podium. Ich möchte mal wissen, wie Sie Fernsehen schauen und wo Sie, wo Sie, wo sie die die Sender einprogrammiert haben. Ich wollte wissen, auf welcher das Bedienung bin ich damit ProSieben und das dann supernett die Leute, die hatten dann riesen, riesige Fernsehbildschirme zu Hause und war so stolz, haben so lange drauf gespart und und ich wusste er hat er mir so leid getan.
00:16:41: Unbekannt Ich wusste, dass diese Fernseher in einem halben Jahr gar nicht mehr, weil der natürlich eine neue Generation daher geben und so, aber so habe ich ja quasi diese neuen Bundesländer hier ja schnell und intensiv da auch kennengelernt und wusste, dass ich damit in eine große Chance ja, wie wäre es diesen Siegeszug angeführt, dass das es schien ja sowieso eine richtige Bewegung gewesen zu sein, die du da über diese Zeit angeführt hast, diese wie hast du da die Leute das Thema, wie lief diese Dynamik so ab?
00:17:11: Unbekannt Saß ich meine Musik oder was ist schon es war schon das war so eine dieser magischen Aufbruchsstimmung. Ja, ja, ich muss aufpassen, die Zeit im Nachhinein nicht etwas zu zur Legendenbildung, wer gerade das im milderen Licht erscheinen zu lassen also tatsächlich war. Es war natürlich Kampf und und und und und Gegen die öffentlich rechtlichen, die haben versucht natürlich uns da möglichst erst zu ignorieren und dann zu beschämen.
00:17:41: Unbekannt Ja, und dann aber ein bisschen so zu akzeptieren. Und ich bin da ja auf dieses all diesen Medien Kongress und es gab so viele Medien, immer aufgedreht war der Jüngste natürlich ja, aber mit ziemlich, äh, obwohl man sagen entschieden er rhetorisch ja, also und so und das hat natürlich auf die Mitarbeiter abgefärbt. Wenn der Chef entschlossen ist und irgendwie das Gefühl ihnen gibt, dass sie Teil eines Abenteuers sind, dass das nicht nur ein Job ist, sondern dass wir eine Abenteuergemeinschaft sind, basierend voraus waren.
00:18:15: Unbekannt Und das Besondere daran ist Wir wissen nicht, wo wir ankommen und so, das nennt sich auch Risiko. Übrigens ja so und und und. Das, was sie mitnimmt und und ihnen auch etwas von der Begeisterung hier überträgt, dass sie dann auch sagen hier der junge Chef, das ist nicht irgendein Schnösel, der von irgendwo reinkommt, sondern weiß einer von uns, der da, das ein Abenteurer und wir sind auch Abenteuer mit ihm.
00:18:40: Unbekannt Wir wir sitzen wirklich in einer gemeinsamen hier Abenteuerreise, haben viel vor, wissen nicht genau, wie alles sich entwickelt, aber ich hatte immer das Gefühl, dass das die auch mit mir glauben. Das Satellitenfernsehen stärker wird, das Kabelfernsehen stärker wird und das unweigerlich wir dann mit unseren Programmen auch hier Publikumserfolg haben würden. Denn bei all den amerikanischen Serien und Spielfilmen, die jeder ausgestrahlt haben, da wusste ich ja schon, dass die in Amerika Erfolge.
00:19:12: Unbekannt Ja, der.
00:19:16: Unbekannt Liebe Gott hat ja die Idee, das deutsche und altes Begriff ist nicht anders definiert, also amerikanische so und ein bisschen schon. Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede, ja, aber selbst da weißt du, um ein Beispiel zu nennen. Ich habe da die Bill Cosby Show entdeckt. Ja, die lief beim ZDF am Sonntagnachmittag um 15:00, Also zufällig gesehen, ohne Lacher. Ja, ja, der sieht welchen Comedy Sie sind.
00:19:40: Unbekannt Natürlich immer mit Lachen. Ja, so oder so was ein cooles Programm, Aber das haben wir ganz falsch platziert. Sonntagnachmittag und ohne Lacher. Bin zum Kirche und er hat den Verkaufsleiter erklärt Kaufe sie doch dem ZDF. Sie das sagt er, die wollen mir das hinzufügen, bis das läuft eh nicht. Ja, ganz nett. Und meine 220 Folgen. Aber ich sag so und dann synchronisieren wir das so, dass die Lacher so wie im amerikanischen Fernsehen.
00:20:08: Unbekannt Ja, dachte ich mir, das und so, die haben das gar nicht so übernommen oder so, ne, mich dann haben das natürlich mit Lachern gehabt und dann haben das ZDF hat die rausgeschnitten, die Situation waren ohne Lacher. So und dann haben wir es mit Lachern gemacht und ich habe es gespielt um 18:30 und um 18:30, also Vorabendprogramm. Ich wollte damit ProSieben sein Programmprogramm für die junge Familie machen, von 16:00 bis 18:00.
00:20:34: Unbekannt Zeichentrick also Tom und Jerry damals. Und da kann man eben auch mal live und danach sieht, welchen Comedy Kid Kampf genannt. So, und Bill Cosby war also mein erster richtiger Publikumserfolg. Und das Tolle an so einer Serie ist ja 22 Folgen. Ja so dazu 22 Time Lords wurde hier mal erstens keine Sorgen machen und zweitens ständig wachsendes Publikum dazu kam dann habe ich das gleiche und dann habt ihr Werbeverträge verkauft für die ganze Welt.
00:21:03: Unbekannt Eine Welle, eine Werbeunterbrechung, die war ausgebucht da und ich habe die Serie damals recht günstig eingekauft und. Und dann konnte ich aber zwischendurch immer die Werbe Preise erhöhen, weil die, die die Reichweiten stiegen und dann habe ich sie. Nachdem wir alle 220 folgen, um 18:30 gespielt. Dann habe ich sie gleich danach um 19:00 gespielt und dann hatte ich noch mehr Zuschauer und da werden dich noch höhere Werbe Preise verlangen.
00:21:28: Unbekannt Musste aber nicht noch beim Einkaufen der Serie nicht mehr so viel draufzahlen? Ähm, also ich nenne das nur als ein Beispiel, die man so man würde es heute man müsste ja Innovationen also ein Programm, das das deutsche Publikum bisher noch nie gesehen hat, von dem alle sogenannten Experten damals ausgingen mit Lachern. Das machen Amerikaner vielleicht, aber aber Deutsche noch nicht.
00:21:49: Unbekannt Aber das so fest daran geglaubt, dass es kaum schon das war. Ich hatte das Gefühl, es könnte klappen oder weiß es ja auch nicht. Aber leider das Gefühl, das muss ja probieren. Ja, genau, Weil wenn du nichts mehr wie es dann kommst ja nicht weiter. Also jede Innovation entsteht da durch die Freude am Probieren. Und ihr wart ja vorher auch 160 Leute, seid runter auf 40 geschrumpft hat er gesagt.
00:22:12: Unbekannt Ja, aber nachdem das wieder erfolgreich angelaufen ist, seid ihr bestimmt wieder ordentlich auf, wie bei der jetzt ist Und da überlege aber was für einem Zeitabstand war das also von den füllt sich auf die über 1000 ja so in vier fünf Jahren vier fünf Ja also ich kann dir sagen, unsere Umsätze ja im ersten Jahr es war 89 10,5 Millionen.
00:22:34: Unbekannt Und den Banken habe ich gesagt zehn und ich war nie vergessen, wie die bei mir waren. Zum Jahresgespräch mit Achim. Also, Cou Uwe, wir gratulieren. Sie haben Ihr Ziel übertroffen. Ja, und für mich war das jetzt echt nicht viel, aber es war schon ganz schön, die ersten 2 Millionen Werbebuchungen zu kriegen mit einem Sender, den noch niemand kannte.
00:22:54: Unbekannt Das war nicht so leicht. Das war nur deswegen so, weil ich selber zu den Werbeagenturen hingefahren bin oder sie zu mir eingeladen habe und zu den wichtigsten Werbekunden, also zum Beispiel Ferrero Brokern und dann mit einer Überzeugtheit da rein. Und dann haben die gesagt okay, geben ihm eine Chance. Ich habe nicht irgendeinen Abteilungsdirektor da hingeschickt, sondern meine überzeugen übrigens heute auch immer noch.
00:23:16: Unbekannt Klar ist der Chef muss schon auch der beste Verkäufer dafür sein, der beste Präsentator und. Und deswegen bin ich dahin, weil ich wissen wollte, wie diese Werbekunden ticken, was die für Probleme, was für Bedürfnisse haben. Und das haben wir, sagt auch viel Freude gemacht. Du lernst ja bei solchen Gesprächen Machen Sie als junger Mensch, der sehr viel dazu, wenn so ein ausgebuffter Marketingchef von Ferrero ja die erzählt, wie Sie die Mon Cheri Story entwickeln, oder die, die, die, die die.
00:23:49: Unbekannt Wesentlichen beweisen. Das war ja Rafael Avira, die Story, die kam damals neu raus. Das hat mich alles ja auch so fasziniert und und so und deswegen waren diese ersten 2 Millionen hier, die hatte ich, die hatte ich um Weihnachten 88 am im Silvester, in der Silvesternacht. Sie mal sind gegangen und da hatte ich war über Buchungen von 2 Millionen da und das war schon was tolles ohne gesehen wir zu.
00:24:16: Unbekannt Ja, ja, ja, ja. So das waren also im ersten Jahr zehn 0,5 Millionen Zweiten. Ja 66,5 war was so? Ja. Und dass ich das hatte, hat mir Kirch ein Angebot gemacht. Ein großes Paket, 1000 Filme, viele Fernsehserien für 400 Millionen Mark zu kaufen, weil er da im Streit mit der Es hat eins war. Und Springer hat damals hier viele Ankäufe für uns alleine blockiert.
00:24:41: Unbekannt So, dann bin ich also zur Bank hier, zur damaligen bayerischen Hypotheken. Der Wechselbalg sprach 400 Millionen, mache aber schon 60 Millionen Umsatz. Ja so, also ich habe dann das mit den 4 Millionen bekommen mit Equity, Kika und Set und naja so und mein Plan war aber im dritten Jahr dann eben 180 Millionen zu machen. Ja und die haben es dann auch geschafft.
00:25:01: Unbekannt 186 Millionen. Ja und als ich das in meinem Gesellschafterkreis vorgestellt habe, also Thomas Kirch und die Attacke mal, da sagte er ja, da kam aus der Bank und ein älterer Herr sagte Ja, Cover, Rheinländer Ja, also so, ich verstehe. Ambition ja, aber so ein nettes Stück sehen. 60er das ist ja unmöglich, haben wir gesagt. Aber wie, wenn das unmöglich ist, dann vielleicht für den, für, für die winzige Chance.
00:25:30: Unbekannt Falls es doch klappen sollte, würden Sie mir von Ihren 50, 50 auf 50 % 1,5 % der Anteile abgeben? Und Thomas und du auch 1,5 %? Ja, ja, ja, so oder so möglich usw So also hatte ich innerhalb innerhalb von ich weiß nicht zehn Minuten 15 Minuten seine Art was man heute kompliziert nicht mal wird welche sehr nervös bedingt aufschieben die haben wir da also bin ich zu 3 % an ProSieben gekommen.
00:25:57: Unbekannt Ja, weil ich in diesen drei Jahren diese Ziele erreicht habe und dann ein Vierteljahr 400 Millionen. So, und da sind wir sicher schon 456 100 Leute gewesen. Und du warst der alleinige Geschäftsführer? Ja, ja. Wie hast du diese Organisation aufgebaut? Wie hast du da Leute nachgeahmt? Wie haben sie da Verantwortung übernommen? Wir haben dieses Wachstum mitgetragen. Ich meine, heute warst du das Organisation.
00:26:19: Unbekannt Immer intensivst. Also, wie? Ja, es ging in das Hälfte weit über 400 Millionen. Dann 700 Millionen an 1,1 Milliarden. Ja, unseren 1,4 Milliarden E bis 0,4 Milliarden habe ich dann an die Börse geführt. Wir hatten sieben, 97 und die Frage, wie ich das gemacht habe. Ich muss dir sagen, das kann ich dir heute gar nicht so genau beantworten, außer dass ich das fast intrinsisch ja spontan gemacht habe.
00:26:44: Unbekannt Ich habe nie irgendeinen Berater gefragt, weil ich dachte, das kostet mich zu viel Zeit, den zu erklären, dass alle mal lieber gleich selber. Heute würde ich das anders sehen. Heute glaube ich hier da Berater ist wirklich hilfreich. Einfach damit er die richtigen Fragen stellt und damit aus seinen Vergleichen zwischen unterschiedlichen Firmen in unterschiedlichen Branchen dir Erkenntnisse geben kann, die du unmöglich haben kannst, wenn du allein in dieser Position des und so engagiert bist wie ich damals.
00:27:11: Unbekannt Ja, aber ich glaube ja. Ich nicht. Links und rechts Schaut, ich wusste nur, wir müssen mit ProSieben diese steile Kurve hier hin, quer und so und ich habe viel auf Vertrauen gesetzt.
00:27:28: Unbekannt Und auf dieses, diese gemeinsame Abenteuer Stimmung. Ich habe so eine psychologische Grunderkenntnis gehabt, relativ früh, nämlich dass die Menschen sensibel sind und das du auch sensibler bist, als du glaubst. So und so habe ich dann den Menschen hier auch so angefasst, in dem ich ähm, indem ich glaube ich eine Motivation vermittelt habe, eine Glaubwürdigkeit, immer klare Ansage, klare Ansage heißt ja auch Wertschätzung.
00:28:06: Unbekannt Wenn ich dir Bullshit erzähle, dann ist das ja keine Wertschätzung, sondern wenn ich dir ehrlich sage, wir haben das und das vor und das müssen wir leider auch hinkriegen, nicht hinkriegen, dann müssen wir auch wieder drüber reden. Und zwar auch in dieser Ehrlichkeit. Also ich finde da das Führungsprinzip Klarheit und Wahrheit, das habe ich nicht, da kann Managementlehrpläne dazu oder gelesen oder das einfach gespürt und das eigentlich also es liegt eigentlich auf der Hand, wenn einem Menschen ehrlich gegenübertreten und wenn er das Gefühl hat, er kann sich auf mich verlassen, wenn er das Gefühl hat, dass das Ich das sage, was ich denke und danach auch das tue, was ich sage, dann ist das doch
00:28:46: Unbekannt eine große Glaubwürdigkeit und dann eine Art Vertrauens Partnerschaft. Und dann muss ich auch sagen, habe ich, habe ich die Eigenschaft und verändert der Charakter, das ändert sich ja, Die sind heute genauso, dass ich von Menschen sehr schnell begeistert bin dann so und das hat den Vorteil, dass wir schnell hier in das Tut kommen und dass ich dir vertraue und und ich sage fliegt, fliegt, fliegt, ich halte dich fest.
00:29:14: Unbekannt Ja, aber das danach, das ist natürlich, dass ich mich wundere, wann ein etwas zu schnell blenden lasse und und und vielleicht mein Vertrauensvorschuss dann eben missbraucht wird. Ja, ja, aber ich sage okay, Aber dafür, dass ich gut gelaunt wir wissen, dass Gott so gut ja, ja, es sind Ja also ich habe ich habe noch versucht, Strukturen zu schaffen nicht versucht haben natürlich Strukturen geschaffen, Abteilungen und das übliche und habe immer großen Wert darauf gelegt, dass diese Führungskräfte dieses eine Dutzend oder so er mit mir immer im engen Austausch ist und fast freundschaftlich, weil du machst das ja aber vorher auch noch nie gemacht so, also nie solche Strukturen geschaffen.
00:29:55: Unbekannt Dann hast du dann erfahrene Manager eingestellt oder hast du dir in hochgezogen oder nicht mal ich habe einen erfahrenen eingestellt und weiß ich war der 31 und dann 32 dran. Also da müsste keine 50-jährigen einstellen. Ja ja so und und vor allem hatte ich das Prinzip, immer solche Leute einzustellen wie die mit mir. So ein Abenteuer Gefühl für dieses Unbekannte wie dieses, wie dieses ProSieben klare Mary, aber, aber eben als Ziele, die weit in der Zukunft noch sind, dass sie sich dafür begeistern können und dass sie das die mir den Eindruck vermitteln, dass sie mit ganzem Engagement, mit ganzem Einsatz dahinter steht.
00:30:34: Unbekannt Nicht nicht um um 17:00 dann Ihre Ihre Schreibe, was Sie in Hand haben. Da fallen lassen Ja und und und sagen okay, Feierabend gemacht und so also was hat die Vision mit so wie bei Marathon, da hast du nicht bei Kilometer zwölf aufgeben, dann müsst ihr mitkommen. Und wenn es mal 00:00 wird? Ja dann sieh mal da auch noch, ne?
00:30:56: Unbekannt Also, und das war eigentlich mein Führungsprinzip, so eher kollegial und auch eher so Gleichaltrige. Wir hatten ja dann einen Durchschnitt Altersdurchschnitt von 32 eben auch hier bei ProSieben, die dann lange Zeit auch an wir zu wurde dann ja glaube ich, war immer noch der Altersschnitt so bei 32 bis 35 und ich habe nie über die vom öffentlich rechtliche Fernsehen hier angestellt, wie viele andere Private ja den Fehler gemacht haben, weil ich schon wusste ich keiner vom öffentlich.
00:31:29: Unbekannt Also auf wenn die da ein Jahr sind, dann haben wir, sind die Beamten mäßig degeneriert dann dann sind sie risikoscheu, dann werden sie politisch, dann dann verteidigen sie da ihre Play, Besitzstände usw und ich wollte nichts mit Besitzstände zu tun haben in der Firma. Ich wollte einfach, dass die alle begeistert in die Zukunft laufen, nicht an das denken, was sie haben, sondern das, was sie erreichen können.
00:31:56: Unbekannt Und dieses, diese, dieser Fokus auf so ein Ziel und dieser, wie gesagt, diese Abenteuers gerät, den kriegst du eben mit jüngeren Leuten leichter hin als als jemand, der waren so 13 Jahre da schon in irgendwelchen Strukturen waren usw Und dann hast du die Hasso ProSieben an die Börse gebracht und wie dieser Walter ja Albrecht an die Börse gebracht.
00:32:19: Unbekannt Längere Geschichte, aber, aber das war schon so, so eine ein Schlüsselmoment ist ja da keiner daran geglaubt, dass meine Börse Story wäre. Denn wer so in den Aktien kaufen muss und volatilen Jungen kann sie haben als 10 Milliarden Unternehmen war da war das ja die haben so 1,4 Milliarden. Ja ja schon, ja, aber es war große Skepsis. Viele, die linke Hälfte immer noch in Deutschland, war gegen das Privatfernsehen und haben sah und dann Kirch war der für viele quasi ein rotes Tuch, weil er mit Franz Josef Strauß sehr befreundet war und und und.
00:32:52: Unbekannt Filmhändler war. Und immer, die haben gesagt Aber wenn der Kirch so viele Filme also in den großen Filmen und Serien an ProSieben liefert und die Preise erhöhen und dann Gewinn bei ProSieben ist weg und die Aktionäre schauen in die in die Röhre und so und und. Wir waren neu und es gab noch gar kein Medienunternehmen an der Börse.
00:33:11: Unbekannt Wir waren praktisch eine neue, ein, ein neues Genre und eine neue Branche mit Null Börse Erfahrung. So, und dann begann die Roadshow und und ich war da ins Bild von Rupert Murdoch, der das in England vorgemacht hat. Er, äh, der, den ich sehr bewundert habe und immer noch bewundere. So und und der hat das ihm vorgemacht. Ja, das müssen wir in Deutschland auch machen.
00:33:36: Unbekannt Und ich habe eine Doku gemacht. Er Keiner weiß. Ja, ja, ja, der zwei Tage waren vergehen muss. Mal war ich bei war bei bei den deutsche Capital Sammelstellen bei uns usw und die haben alle gesagt das ist interessant. Der Kofler war schön unterhaltsam. Hier wieder der nächste zeigen nach zwei Tagen nichts, kein Auftrag, nix in der Schweiz auch nix.
00:34:00: Unbekannt Dann flog ich nach London und da waren die Hedgefonds so und so und nach zwei Tagen glaube ich, war sein Emissionsvolumen von 1,1 Milliarden. Die mag ja so und und ich kam mit praktisch null nach London. Wir Buckingham Zero, also alles und nach drei Tagen aber hatte ich schon zwei mir dieser 2 Milliarden in die. Und dann stellte ich fest, dass sprach sich so herum in der Financial Community und am dritten Tag hatte ich David kalt oder so ähnlich.
00:34:37: Unbekannt Virtuell hatte ich so 111 Group Lunch. Also das ist dann Harzone von der Sonne Rote Zone 7:00 der erste Termin Breakfast Meetings und Aber du hast natürlich gar kein Breakfast. War lecker. ZEIT Wer ist der, der da ist und und und dann ohne und One und so und dann eben zu 12:00 Scoop ins. Und da hatten wir 20 Leute hier, haben zugesagt irgendwie Und.
00:34:57: Unbekannt Und ich fahr dahin. Und er sagt wir hier mal begleiten denn das, wenn wir sage der Berg sind jetzt so viele gekommen, weil wir müssen den Raum hier ändern. Und da war nicht 20 da, sondern 119. So und dann erst waren wir plötzlich im Ballroom Nambar Wacken oder so etwas. Und dann hat sich so herum, hat sich das so herumgesprochen.
00:35:18: Unbekannt Und diese Roadshow und hinter mir sind dann die Investmentbanker her glaubt, haben wir ihre Visitenkarten zugeschickt. Wir haben gesagt, Georgia, also bitte teile mir was zu da ja ab und so und das, das war ja das war bin Rausch dann dann nach New York, das gleiche nach Boston, nach San Diego. Ja, und da bin ich also von San Francisco zurückgeflogen, erzählt Daniel Hugo und hatte ein Order Book, dass die das mit Becker bis dahin noch nicht gesehen hatten.
00:35:45: Unbekannt Da war nämlich drin. Also für das Emissionsvolumen von 1,1 Milliarden Mark waren drin an Limited Orders. Da ist ja immer eine Ranch, drei Events und an der und Unlimited heißt zum Motto der Obersten an der obersten Kante der eins. So also alle bitte dort für 62 Milliarden DM. Also wir waren irgendwie 42 43 mal hier überzeichnet und da muss ich schon sagen, also dieser Gloria, wieder Wohlstand.
00:36:17: Unbekannt Ja, am Anfang sagen alle, das geht nicht und dann kommst du mit seinem Orderbuch. Und dann habe ich erst hier gelernt, wie Investmentbanker sich verhalten. Weil die dann hier sich geprügelt haben, muss man fast sagen bis 4:00 morgens, wer wie viel hier wie viel Aktien seinen Klienten da hier zuteilen kann. Ja, weil ja so viel Nachfrage war, also gezwungen.
00:36:41: Unbekannt Das war dann der Börsengang. Aber das, das das hört sich so an, als ob du so dieses gleiche Prinzip angewandt hast wie bei deinen Mitarbeitern dazu ProSieben groß gezogen hast, dass du dann auch mit dieser Begeisterung wahrscheinlich hingegangen bis an das verkauft hast vor diesen Leuten, oder? Ja, würdest du sagen, dass sich das nicht sieht Durch Service? Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
00:37:00: Unbekannt Und ich war dann auch so ziemlich selbstbewusst. Dann hat er sich im ersten Moment ganz kurz mal gesagt Absolut. Ich meine, ich, Erwin. Aber sie werden sich an mich nicht mehr so genau erinnern. Aber ich war damals da und da hier bei Ebay, bei eine Wir One Humans und wir haben kritische Fragen gestellt und dann haben sie gesagt das mir die Vita passiert, wie sie äh, es sollte für sie eine Freude sein, was sie bei mir investieren dürfen, sage ich euch nicht hinterher, sondern ich habe hier ein Produkt, ich habe 111 Zukunftsperspektive und und oder.
00:37:40: Unbekannt Also sei sehr froh, dass sie dann ja hat aber es dir nur und das hat ihn damals so beeindruckt und wir haben auch ein bisschen drüber genauer dafür. Ja, aber ich glaube das muss man auch bei bei Wenn du Partner suchst, musst du die Partner begeistern und ihnen glaubwürdig vermitteln, dass du an deine Firma glaubst oder an dein Projekt glaubst und dass du alles tun wirst dafür, dass es ein Erfolg wird.
00:38:05: Unbekannt Und ich schätze das auch so, Deine Philosophie, die du auch heute weiter gibt es ja an weitere Start ups, die du ja auch mit begleitest, dass du ihnen wahrscheinlich so ein Stück von dieser Historie ja auch ein soll, dass die da genauso selbstbewusst rausgehen können wie du hast. Ja, ich glaube man man muss wirklich an sich beide um da auch eine Art Mensch also du hast einfach so Lehren dort gehabt mal wenn jemand eingeimpft bekommt, dann ist die Wahrscheinlichkeit ja groß, dass er auch wenn sein Produkt gut ist das auch eine Ja ja ja, aber du musst aufpassen, dass du nicht zu marktschreierisch sage.
00:38:37: Unbekannt Ein guter Verkäufer, der kann immer 20 % drauflegen, aber nicht 100! Ja So, also du musst schon in einem Glaubwürdigkeitsrahmen bleiben und du musst auch hier dem Gegenüber den Eindruck vermitteln, dass das hältst reflektiert bist. Das wir jetzt nicht nur hier was raus haust usw, sondern dass du bodenständig bist, dass du, dass du dein Geschäft im Bauch hast, dass du da nicht irgendwelche Präsentationen auswendig gelernt oder so, sondern dass du auch auf Detailfragen hier andere Antworten weißt.
00:39:08: Unbekannt Nicht, weil du in jedem Detail drin bist, aber weil du das im Bauch hast und und und dich da nicht irritieren lässt in irgendwelchen Detailfragen. Also diese Ausstrahlung von Kompetenzen, ja, ich sage immer Geschäft im Bauch haben nicht und Kopf, das ist, glaube ich, ein ganz entscheidender Faktor. Was würdest du denn mal so sagen, nach all der Zeit, die du durchgemacht hast, die Lektion nie gelernt hast?
00:39:35: Unbekannt Wenn du jetzt so auf den damaligen 31-jährigen Georg vielleicht so Ähnliches, was setzt du da vielleicht noch mal für Lehren so eingegeben, die du heute so gezogen hast? Also na, vielleicht doch, Ja. Ich halte eigentlich von diesen Ex Post Betrachtungen nicht viel, weißt du, denn ich finde, ich finde in deiner in deinem Lebensbuch, in einer Lebensdramaturgie ja, da finden ja Bewegungen, Entwicklungen statt, die in einer bestimmten Reife deines Alters entsprechen und die und die angemessen sind.
00:40:15: Unbekannt Und ich würde mir heute mit diesen Erfahrungen nicht die Arroganz nehmen, um zu sagen Nee, damals hätte ich das anders machen sollen. Ich hätte damals vielleicht, ich wäre weniger risikofreudig gewesen. Ich wäre vielleicht nicht so entschlossen gewesen, wenn ich nicht mit meiner Begeisterung als 31 er Rubina ja gesagt hab. Das muss ich jetzt machen. Vielleicht würde ich heute die Risiken mehr abwägen.
00:40:45: Unbekannt Wenn du zwischendurch dann zwei, dreimal auf die Schnauze gefallen bist, dann dann denkst du die Risiken mehr ab. Aber vielleicht wäre es sondern das, was auch immer ist gewesen und ich hätte 100 Prozentig, wenn wir beide heute diskutieren und du würdest mich noch mal in die Situation von Premiere bringen, dass ich ja übernommen habe, praktisch in der Insolvenz mit mit Kosten von 1,8 Milliarden und Einnahmen, also operativ 800 Millionen, aber nur in einer so 1.000.002.001 1 Milliarde operatives Cash minus.
00:41:14: Unbekannt Ja, ja so und und 111 ja wie will ich sagen ein eine Struktur die praktisch hoffnungslos war und und ein Marktumfeld, wo jeder gesagt haben egal auf PDV und Premiere kann es kein Zinssätzen. So ich habe es trotzdem macht aus zwei Gründen, weil mich tierisch gefragt hat.
00:41:36: Unbekannt Ob ich es machen würde. Und das war eine ganz dramatische Situation und da wie gedacht, äh, einem Menschen, der mir so damit den entscheidenden Schlüssel für meinen Lebensweg, hier die entscheidende Tür geöffnet hat, der mir so viel Vertrauen entgegengebracht hat ihr, dass ich sie machen dürft, dem. Dem kann ich nicht nein sagen, das kann ich moralisch irgendwie nicht verantworten.
00:42:04: Unbekannt So, das ist das eine. Und das zweite war Ich habe gedacht, wenn ich in drei Jahren zurückschaue und ich habe es nicht gemacht, dann sage ich mir Du Feigling! Du hast dich nicht gedacht, Hättest du versuchen, ja hätte versuchen müssen, so und so und dieser, dieser Ehrgeiz, diese Ambition und auch ich will mal sagen, durchaus diese etwas gemblerische Ader.
00:42:29: Unbekannt Ja, verflixt, wenn alle sagen, es geht nicht, dann wo es war. Ja, es war so ein Gedanke. Also äh, so aber und keine Bilanz angeschaut, einfach so die Idee gehabt. Weißt du was? Ich muss die Kosten senken. Wären 1,8 Milliarden auf 900 Millionen und mit einem guten Marketing dachte ich schon von 800 Millionen auf 1 Milliarde Einnahmen könnte man schon kommen.
00:42:52: Unbekannt Er So, das war meine Grundidee und nix und ich so und. Und wenn wir beide das heute uns anschauen würden, dann weiß ich nicht. Wir sind ja beides auf risiko risikofreudig Unternehmer. Ob wir heute sagen würden braucht es da ein bisschen seichte? Jederzeit ja, hast du, hast du, glaube ich, eine gewisse Berechtigung, bestimmte Verhaltensweisen, bestimmte Charakterzüge auch zu haben?
00:43:17: Unbekannt Charakter verändert sich nicht viel, aber ich würde sagen, ich würde sagen die dir. Das Risikoprofil deines Handels verändert sich schon etwas. Ja, er verletzt sie schon etwas und du schaust genauer hin und. Und ich habe dann die Lehre daraus gezogen. Manchmal, wenn du genauer hinschaut, scheint, dass du eher das Ratio dich was draus, was o möglicher seid. Und wo alle sagen, der war so mache sich ja.
00:43:49: Unbekannt Georg Unglaubliche Geschichten. Ich kenne wirklich dich. Noch drei Stunden weiter Interview Lass es. Aber wir sehen dich dieses Jahr auf dem Top Arbeitgeber kommt ja erst 2025. Dort werden wir unser Interview fortführen. Da freuen uns mehr drauf. Also da werden auch noch einige Spezial Fragen, die ich jetzt heute noch nicht gestellt habe, auf jeden Fall noch mal auf dich zukommen.
00:44:10: Unbekannt Ja, du bist eine wahnsinnig inspirierende Persönlichkeit. Auf mich hast du heute wahnsinnig inspiriert und ich hoffe auch jeden, der da draußen heute jetzt zugehört hat. Das ist ja einfach dieses wahnsinnige Selbstvertrauen, damit rauszugehen, mit dieser Vision und vielleicht in jede Lebensphase auch noch mal anzuschauen und sagen okay, es wird wahrscheinlich nicht so sein, aber diese Energie, dass das.
00:44:32: Unbekannt Das finde ich ja. Hast du noch was es den Leuten mitgeben möchtest? Georg Wir haben ja jetzt viel über Vergangenheit gesprochen. Beim Toparbeitgeber Kongress sprechen wir dann wahrscheinlich mehr über Zukunft und über Gegenwart. Ja, ich bin auch jung weiß Will er mehr über die Zukunft? Rede war wieso wir denken war ja Ah, da kommt ja. Seit vier Tagen habe ich das ein bisschen hier inspiriert ist ja manchmal wir haben ja die Vergangenheit für Mitte erreicht und sich selbst den Rückgang wäre es ja auf die Reise genommen und freue mich, wenn es euch gefallen hat und hoffe, dass wir uns dann am neunte und 10. Oktober in Hamburg beim Toparbeitgeber Kongress dann sehen.
00:45:10: Unbekannt Vielen Dank, lieber Georg, vielen Dank, dass Sie heute mit dabei war. Wenn ich die Folge gefallen hat, gebt uns den Daumen nach oben, stellt eure Kommentare und rein. Und wenn ihr auch wirklich richtig und ihr seid auch das hier und mit rein. Und ansonsten teilt die Folge natürlich auch gerne mit jemanden, für den es auch spannend sein könnte.
00:45:26: Unbekannt Ich bedanke mich für das Sie jeweils Georg Schöne und wir freuen uns ja auf den Kongress. War mir eine Freude, freu mich auch. Mach's gut. Tschüss. Wiedersehen. Das war der Toparbeitgeber. Podcast Personal und Führung im Fokus. Wenn du personal strategisch und führungssystematisch aufstellen willst, dann bleib dran. Der Top Arbeitgeber STANDARD ist das neue normal und du bestimmst, ob dein Unternehmen dazugehört.
Neuer Kommentar